Berlin im Mittelalter - Wann wurde Berlin gegründet?

Während Städte wie Rom oder Athen über eine mehr als 2.000 Jahre alte Geschichte verfügen, ist Berlin mit seinen rund 750 Jahren gerade einmal in seiner "Jugend" angekommen.

Wann wurde Berlin gegründet?
Berlin (damlas Doppelstadt Berlin-Cölln) wurde im Jahr 1237 gegründet!
Zumindest wurde "Cölln" in diesem Jahr das erste Mal urkundlich erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung von Berlin erfolgte am 27.04.1244.
Im Jahre 1251 wird von Probst Simeon in einer Urkunde das erste Mal von Berlin als Stadt gesprochen.

Berlin im Mittelalter - Geschichte einer Stadt


Das Gebiet des heutigen Berlins ist vor rund 800 Jahren mehr oder weniger menschenleer. Zwar lassen sich zuvor immer wieder Stämme unterschiedlichsten Ursprungs nieder,
Berlin im Mittelalter
Foto © henryart
doch endgültig sesshaft werden sie nie. So ist beispielsweise bekannt, dass bereits früh germanische Stämme in diesem Gebiet wohnen, die so genannten Semnonen. Diese ziehen aber im 4.Jahrhundert nach Süddeutschland weiter. Danach besiedeln die Burgunder die Region, doch auch diese hält es nicht allzu lange. Wieder rund 200 Jahre später kommen slawische Stämme in das Gebiet, die im 10.Jahrhundert in einem großen Feldzug von dem Askanierfürsten Albrecht dem Bären unterworfen werden. Als Folge daraus entstehen in der Region eine ganze Reihe von Burgen und Klöstern. So z.B. auch in Spandau und Köpenick.

Um diese beiden Festungen lassen sich im 12.Jahrhundert erstmals dauerhaft Siedler nieder.
Nur wenig später gründen die brandenburgischen Markgrafen auf dem rechten Ufer der Spree die Stadt Berlin. Der Name der Stadt Berlin geht übrigens - so besagt es zumindest eine Theorie - auf das slawische Wort "berl" zurück, was übersetzt "Sumpf" bedeutet. Doch dies ist nicht belegt. Der Name könnte sich auch aus den Wörtern "bar" (Kiefernwald) und "rolina" (Ackerland) zusammensetzen.

Etwa zeitgleich entsteht die Fernhandelssiedlung Cölln, die mit Berlin durch eine gemeinsame Befestigung und eine Brücke als Bindeglied recht bald zur Doppelstadt zusammenwächst. Die Wiege Berlins liegt also dort, wo sich heute die Museumsinsel befindet. Zur gleichen Zeit bilden sich übrigens auch die heutigen Berliner Stadtteile Dahlem und Tempelhof, aber auch Potsdam heraus.

1307 gründen die beiden Städte Berlin und Cölln eine Union und bauen ein gemeinsames Rathaus. In diesem sitzen sechs Ratmannen aus Cölln und sechs aus Berlin. Der Fischmarkt und der Molkenmarkt rücken näher an die Spree, denn hier kreuzen sich nun wichtige Handelswege von Frankfurt/Oder in den Westen und von der Küste in Richtung Süden. Hier werden Holz und Roggen aus der Mark Brandenburg, Fische aus dem Norden, Felle aus Russland und nach und nach auch kostbare Gewürze aus dem fernen Osten umgeschlagen. Um 1360 wird Berlin-Cölln Mitglied des Hansebundes und nimmt als Vertreter der mitttelmärkischen Städte an den Tagungen in Lübeck teil. Der wirtschaftliche Aufstieg der Stadt ist nicht zuletzt den Askaniern zu verdanken, die den Kaufleuten die Zölle erlassen und Berlin das Münzrecht sowie die hohe Gerichtsbarkeit erteilen. Durchreisende Kaufleute werden juristisch verpflichtet, in Berlin einen Teil ihrer Waren zu verkaufen.

Zum Schutz der nun immer rasanter wachsenden Stadt wird eine Stadtmauer errichtet. Reste dieser alten Mauer sind heute jedoch kaum mehr erhalten geblieben. Lediglich zwischen Klosterkirche und Stralauer Tor kann man noch einige Rudimente besichtigen.

1380 wird die Stadt schließlich von einem verheerendem Großbrand heimgesucht. Das Rathaus und fast alle Kirchen werden dabei zerstört. Auch von der Pest bleibt man in der Doppelstadt nicht verschont. Nichtsdestotrotz rappelt sich Berlin-Cölln schnell wieder auf. Um 1400 zählen die beiden Städte zusammen rund 8.500 Einwohner und verfügen über insgesamt drei Rathäuser und den markgräflichen Hof. Text: ak

Berlin Geschichte :
  • Berlin im Mittelalter
  • Berlin unter den Hohenzollern
  • königlichen Hauptstadt bis zur Märzrevolution
  • Berlin in der Kaiserzeit
  • Berlin in der Weimarer Republik
  • Berlin im Nationalsozialismus
  • Berlin als geteilte Stadt
  • Berlin der Gegenwart


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