Hauptbahnhof, Museumsinsel und Regierungsviertel: „Mittenmang von dit Janze“

Zum Berliner Ortsteil Mitte pflegt man als (dort nicht ansässiger) Berliner für gewöhnlich ein Verhältnis,
Der Berliner  Fernsehturm im Ortsteil Mitte
Im Ortsteil Mitte gibt es viele Sehenswürdigkeiten.
Zum Beispiel den Fernsehturm und die Weltzeituhr auf dem Alex.
Foto © elxeneize
wie zu einem vielleicht leicht zu sehr herausgeputzten und etwas vorlauten Cousin oder einer Cousine. Man mag, schätzt und respektiert sich familiär zwar durchaus, mitunter kann es aber ein ganz klein wenig aufdringlich wirken und werden, dass es Mitte eben immer wieder unablässig in Richtung Mittelpunkt treibt. Denn Aufmerksamkeit ist diesem zentralsten aller Berliner Kieze ja bereits historisch und architektonisch gewiss und von vornherein gegeben. Die überwältigende Mehrheit aller klassischen Berliner Baudenkmale befindet sich zwischen Alexanderplatz und Nikolaiviertel,
Unter den Linden, an der Fischerinsel, am Kupfergraben, an der Oranienburger Straße, entlang der Friedrichstraße und rund um den Gendarmenmarkt. So kann Mitte nicht nur stolz und mit Fug und Recht von sich behaupten, bei der Geburt Berlins quasi lokal geografisch als erster und wichtigster Pate gestanden zu haben, auch in den auf das offizielle Gründungsjahr der Stadt 1237 folgenden Epochen und bis heute fungiert Mitte stets als Sitz von Regierenden und Regierungen, Behörden und Verwaltungen, Avantgarden und Zentralen der einstigen Hanse- und Residenzstadt sowie späteren preußischen, kaiserlichen, republikanischen, nationalsozialistischen, DDR- und letztlich wiedervereinten Hauptstadt. Die Fülle an profanen und sakralen Bauten ist dementsprechend beeindruckend bis überwältigend, zu den bekanntesten und meist besichtigten Attraktionen gehören sicherlich der Reichstag und das Brandenburger Tor, der Fernsehturm, das Rote Rathaus, der Kronprinzenpalais, die Staatsoper, die Neue Wache, die Humboldt-Universität,
die Schlossbrücke, die Museumsinsel mit den Häusern der Alten Nationalgalerie, des Pergamonmuseums, des Alten Museum, des Bode-Museums und des Neuen Museum sowie der Deutsche und der Französische Dom am Prachtplatz des Gendarmenmarkts.

Der Ortsteil Mitte - Wo einst Europas erste Ampel stand: Der Potsdamer Platz im Wandel der Zeit


Wie vielleicht kein anderer öffentlicher Berliner Platz verkörpert der nach der kleinen südwestlichen Schwester Potsdam benannte die überaus bewegte Geschichte der Stadt und deren Ortsteils Mitte in den etwas mehr als 100 letzten Jahren. Unerhoffte Wendungen, beispiellose Blütephasen und schicksalhafte Schläge haben das Gesicht des Platzes geprägt. Nannte man ihn in den „Goldenen Zwanzigern“ noch anerkennend in einem Atemzug mit dem Pariser Champs-Élysées und dem New Yorker Time Square, versank er in den 1940er Jahren fast komplett in Trümmern, fristete in den folgenden Jahrzehnten ein trauriges Dasein als innerstädtische Grenze und brach liegende Steppe, um letztlich ab 1989 und in den 1990er Jahren wieder glanzvoll auf zu erstehen. Heute ist er wieder Hauptsitz international tätiger Konzerne sowie Amüsiermeile mit Kinos, Kasino, Kaufhäusern und kulinarischen Angeboten, gemeinsam mit seinen Nachbarn Pariser und Leipziger Platz ist der Potsdamer Platz heute wieder eines der größten Publikumsmagneten Berlins.Sehr sehenswert für cineastisch Interessierte ist zum Beispiel das Museum für Film und Fernsehen im Filmhaus am Potsdamer Platz mit Sammlungen der Deutschen Kinemathek seit 1963. Nicht weniger zu empfehlen und nicht weit entfernt sind auch das Deutsche Historische Museum im Zeughaus, das Museum für Naturkunde in der Invalidenstraße und das Märkische Museum am Köllnischen Park.

Brechts Berlin, Volksbühne und Friedrichstadt-Palast inmitten von Kunst und Mode


Nicht jedoch nur die Reichen und Mächtigen hat es schon immer nach Mitte gezogen, gerade auch Künstler, Literaten, Schauspieler und Theatermacher suchten und suchen, fanden und finden ihr Glück traditionell in den zum Teil weltweit bekannten und heute noch existenten Spielstätten vor Ort. Exemplarisch hier genannt sind das vom Großmentor des deutschen Theaters Bertolt Brecht gegründete Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm, das 1850 eröffnete Deutsche Theater Berlin in der Schumannstraße, die 1890 entstandene Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die Komische Oper Berlin in der Behrenstraße, das Konzerthaus Berlin auf dem Gendarmenmarkt, das Kabarett "Die Distel" am Bahnhof Friedrichstraße, das Maxim-Gorki-Theater am Festungsgraben und das Theaterhaus Mitte in der Wallstraße. Nicht selten verbinden die Besucher der Produktionen an diesen Häusern ihren Aufenthalt mit einem ausgedehnten Einkaufsbummel im mittlerweile mit zahlreichen Geschäften, Galerien und Boutiquen ausgestatteten Scheunenviertel sowie im ältesten Wohngebiet Berlins, dem Nikolaiviertel, auch die Gegend rund um die Hackeschen Höfe westlich des Alexanderplatzes hat sich in den vergangenen zwei Dekaden zu einem sehr lebendigen Quartier entwickelt.

Mitten im Grünen: Tiergarten, Lustgarten und Monbijoupark


Zwar grenzt der Ortsteil Mitte lediglich an seiner Westgrenze an die mit 210 Hektar größte Parkanlage Berlins, der „Große Tiergarten“ ist jedoch vom Potsdamer Platz, dem Reichstag und dem Brandenburger Tor nur einige wenige Schritte entfernt, speziell in den wärmeren Jahreszeiten und an den Wochenenden genießen Einheimische wie Besucher die Schatten spendenden Bäume und romantischen Gewässer gleichermaßen. Bekannteste Sehenswürdigkeit im großen Garten der Stadt ist die manchmal etwas despektierlich genannte Goldelse, die Siegessäule auf dem im Jahr 1873 fertiggestellten Nationaldenkmal der Einigungskriege an der Straße des 17. Juni. Sehr viel kleiner ist dahingegen der Lustgarten
Lustgarten in Berlin
Der Berliner Lustgarten im Ortsteil Mitte
Foto © Marcus Klepper
zwischen Museumsinsel, Berliner Dom und Karl-Liebknecht-Straße, als zentrale Grünanlage in unmittelbarer Nähe der weiter oben genannten Attraktionen ist er jedoch ein beliebter Platz für eine Pause während urbaner Erkundungstouren. Ein weiteres grünes Kleinod mitten in der Stadt ist auch der nur etwa drei Hektar große Monbijoupark zwischen Oranienburger Straße, Monbijouplatz, Kleine Präsidentenstraße und Burgstraße, dort finden sich unter anderem ein Kinderfreibad, eine Gaststätte, Ateliers der Kunstschule Berlin, ein Abenteuerspielplatz und diverse Kleinsportanlagen.


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