Polizei erteilt dem WM-Fest keine Absage

Polizei erteilt dem WM-Fest keine Absage
Charlottenburg-Wilmersdorf

Das „WM-Shopping-Festival“ scheitert nicht an Auflagen der Polizei, wie gestern und heute unter Berufung auf den Veranstalter in der Presse zu lesen war. Vorwürfe des Veranstalters, dass die hohen Sicherheitsanforderungen der Polizei das Festival unmöglich machen, weist die Polizei zurück.

In den Veranstaltergesprächen hat die Polizei immer deutlich gemacht, dass die Ausgestaltung der Sicherheitsmaßnahmen verhandelbar ist. Allerdings muss der Veranstalter gewisse Mindeststandards gewährleisten. Ein kontrollierter Zugang mit Einlasskontrollen, eine angemessene Einfriedung des Veranstaltungsbereiches sowie eine Videoüberwachung sind unverzichtbar. Andere Veranstalter gewährleisten die Einhaltung dieser Mindeststandards problemlos. Die Frage nach der Anzahl der Zugangskontrollen, der Anzahl der privaten Sicherheitskräfte sowie nach der Ausgestaltung der Videoüberwachung kann an den Erfordernissen orientiert flexibel und individuell beantwortet werden.

Zu keiner Zeit hat die Polizei acht Zugangskontrollen oder eine bestimmte Anzahl von Videokameras verlangt. Qualität und Quantität von Sicherheitsmaßnahmen haben sich auch an den örtlichen Gegebenheiten zu orientieren. So besteht keine grundsätzliche Forderung nach einem mannshohen, undurchsichtigen Zaun. Jedoch kann eine Zugangskontrolle nur dann wirken, wenn der Veranstaltungsort so umschlossen ist, dass die kontrollierten Zugänge benutzt werden müssen. Über diese Möglichkeiten haben wir mit dem Veranstalter gesprochen. Zu konkreten Planungen ist es jedoch bis heute nicht gekommen. Die Befürchtung, dass der Zaun durch das Straßencafe´ Mövenpick führen könnte, wurde in einem Gespräch mit dem Veranstalter ausgeräumt.

Letztlich hat er das Angebot der Polizei, über alternative Ausgestaltungsmöglichkeiten bei der Gewährleistung der Sicherheit zu reden, nicht in Anspruch genommen. Die angeblich nach einem ersten Gespräch getroffene Vereinbarung, „die Besucher sollten durch Banden und Trainerbänke gelenkt werden, ein Sicherheitsdienst würde nach dem Rechten schauen, Glasflaschen und Gläser wären nicht zugelassen“ entspricht nicht den Mindestanforderungen an die Gewährleistung der Sicherheit bei einer derartigen Veranstaltung. Eine solche Vereinbarung hat es auch nicht gegeben.

Der Veranstalter will der Polizei die Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise die Einlasskontrollen überlassen und nicht die anfallenden Kosten tragen. Gegenüber der Polizei erklärte der Veranstalter, dass ihm die durch einen Ordnerdienst entstehenden Kosten zu hoch seien.

Die bundeseinheitlichen Sicherheitsstandards sind notwendig und sinnvoll. Sie gelten für alle vergleichbareren Veranstaltungen während der Fußballweltmeisterschaft. Die Sylvesterveranstaltung am Brandenburger Tor findet jährlich unter ähnlichen Auflagen statt. Sie ist ein sichtbarer Beweis dafür, dass die Auflagen erfüllbar sind und die Atmosphäre dadurch keinen Schaden nimmt. Das „WM – Shopping – Festival“ scheitert nicht an den Auflagen der Polizei. Die Polizei ist auch weiterhin gesprächsbereit.

Eine Pressemeldung der Berliner Polizei.

 

Discussion Area - Leave a Comment

You must be logged in to post a comment.