Das Haus am Werderschen Markt: Bank, Komitee, Amt

Und nur im Kreml drüben ist noch Licht.“ Mit dieser gleisnerischen Plattitüde erhob der Dichter Erich Weinert (1890-1953)
die Einschlafprobleme des Jossif Stalin in den Rang landesväterlicher Fürsorge. Da buk man in Ostberlin immer schon kleinere Brötchen. Hinter den mittleren Fenstern im zweiten Stock des SED-Zentralkomitees im Haus am Werderschen Markt, durch die Erich Honecker bei der Arbeit in Richtung Schinkels Schlossbrücke blicken konnte, regte sich abends beizeiten nichts mehr, geschweige dass spät noch Licht auf den Vorplatz hinaus gefallen wäre. Spätestens um 19 Uhr war Feierabend. Entweder rief eine Skatrunde oder ein paar zusammengetriebene Trophäenträger warteten an einer Futterstelle in der Schorfheide auf die finalen Schüsse … weiter lesen

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