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Zoo-Chef-Affaire kommt ins Rollen

Die Affaire um Zoo-Chef Bernhard Blaszkiewitz kommt ins Rollen.
Er soll laut einem Bericht der BZ Berlin “vier bis fünf Katzen-Junge erschlagen haben”.
Warum die Mitarbeiterin des Zoos, die die Sache ins Rollen brache, erst jetzt einen Vorfall öffentlich macht, der sich laut Blaszkiewitzs Anwalt bereits 1991 ereignet haben soll, ist mir allerdings schleierhaft. So wird der Regierende Bürgermeister sich gefreut haben, gleich nach Urlaubsbeginn mit so einer tollen Herausforderung in die Woche zu starten. Sich wohl informieren aber nicht einmischen, ist seine Devise. [Read more →]

Alternative Szene und Investor ringen miteinander

Kinder-Kieztheater MurkelbühneDas ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk nahe der Warschauer Straße: von außen ist nicht viel zu erkennen, geht man in Richtung Revaler Straße. Und doch hat sich hier ein Stück Berliner Subkultur auf dem Gelände angesiedelt. Man muß nur kurz eine Treppe runtersteigen und schon ist man mittendrinn und gefangen vom Flair. Alternative Theatergruppen einschließlich einer Skatehalle haben hier ihren Verschlag aufgemacht. Beispielsweise das Kinder-Kieztheater “Murkelbühne”. Die Zeit scheint wie stehengeblieben. Ich fühle mich an die Achtziger Jahre in Berlin erinnert. So ähnlich ist die Bemalungs- und Gestaltungsweise auch anderer Nischengebäude auf dem 77.000 Quadratmeter alternativen Stückchen Friedrichshain. [Read more →]

Teueres “Alleinstellungsmerkmal”

Auf dem ehemaligen Krankenhausgelände in Britz sollen laut “Berliner Abendschau” einige der Gebäude in einen Villenpark verwandelt werden. Bis 1988 wurden hier noch Patienten gepflegt. Zur Zeit residieren nur noch Meldestelle und Standesamt. Für das “Vergnügen” dort zu wohnen, darf man tief in die Tasche greifen: 2.200 EUR pro Quadratmeter werden nach Fertigstellung in diesen Gebäuden mit einem “Alleinstellungsmerkmal” fällig. Eine sechser Senioren-WG will hier demnächst einziehen. Mir wäre Wohnen zu diesem Preis unter keinen Umständen wert. Man lebt zwar in überschaubarer Lage zu seinen Nachbarn und nicht wie in einer “Mietskaserne”, wie einer der Interessenten meinte. Aber ich würde mir irgendwie “kaserniert” vorkommen, mit den ganzen Mauern ringsum. In dem Filmbeitrag ist zudem ebenso Wohnung an Wohnung mit einem länglichen Hausflur zu sehen, wie er oft in Berliner Wohnblocks vorzufinden ist. Dieser Preis ist bei weitem nicht der Teuerste. [Read more →]

Britzer Baumblütenfest eröffnet

Seit dem 19. März wird bereits die 54. Britzer Baumblüte in der Fulhamer Allee am Gutspark Britz in Neukölln gefeiert.

Außer ein paar Kids, die gegen 14 Uhr sehnsüchtig die Freigabe des Autoscoters erwarten, harren nur – warm verpackt – geduldig die Schaubudenaussteller aus. Sonst so gut wie keine Besucher. Wen wunderts? Wettermäßig ist es der gleiche Graupel/Sonnenscheinmix, wie zu Ostern. Ich habe also freie Bahn und schreite langsam die Allee ab. Das Fest ist was für Besucher, die rasch auf einem Rummel sein wollen, ohne ihn wirklich richtig zu haben. Man erreicht ihn schnell, ist aber ebenso flink wieder draußen.

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Kult-Karussell “BREAK DANCE” ist mit von der Partie

Die etwa fünf Karussels und Bahnen, einige Schaubuden, ein Bierzelt und ein paar Würstchenstände, vermitteln trotzdem den verdeckten Charme eines traditionellen Kiezfestes par excellence. Auch ohne Besucher wirkt das Festzelt ziemlich einladend auf mich. Einzig und allein die Britzer Blüte läßt auf sich warten. Die Knospen sind zwar schon im Reifen begriffen. Aber ich bekomme nicht eine einzige Baumblüte zu Gesicht. Kein Wunder bei der bisher kühlen Witterung. Und Ostern war ja diesmal auch recht früh. Zum Festschluss, Ende der ersten April-Woche, könnten sich dann die Bäume von ihrer besten Seite zeigen. Mit ein bißchen Glück und wärmerem Wetter.

Blühende Forsythien auf dem Britzer Baumblütenfest
Einzig und allein die Forsythien blühen zur Zeit

Die Britzer Baumblüte ist bis zum 6. April täglich von 14-22 Uhr geöffnet. Sonntags bereits ab 12 Uhr. Ort: Berlin-Neukölln am Gutspark Britz, Ecke Parchimer Allee/Fulhamer Allee. Mittwochs ist Familientag mit ermäßigten Preisen auf allen Karussels und Bahnen. Freitags ist “Ladies Day”. Ein besonderer Leckerbissen ist die “Hochseil-Motorrad-Sensationsshow” der Artistenfamilie Schmidt: In einer Höhe von 30 Metern werden artistische Stunts wie Hand- und Kopfstand auf dem Motorrad präsentiert, bei einer Stahlseildicke von nur 16 mm.

Fahrverbindungen: U7 Parchimer Allee, Bus M46 Temelhofer Weg, M44 Britzer Damm

“Jolly Joker” auf dem Britzer Baumblütenfest

Mutige Konsequenz oder vorgeschobenes Argument?

“Wir Sozialdemokraten haben mit der Agenda 2010 mutig die Konsequenzen daraus gezogen, dass die Globalisierung unser Land immer stärker beeinflusst und dass wir davor nicht die Augen verschließen können. Globalisierung ist eine Realität, mit der wir umgehen müssen. Und wir haben zur Kenntnis genommen, dass unsere sozialen Sicherungssysteme durch die demographischen Veränderungen an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gekommen sind. Inzwischen werden wir von anderen Ländern in Europa, die nicht den Mut zu solch umfassenden Reformen hatten, beneidet.
Mit der Agenda 2010 haben wir unser Land zukunftsfest gemacht. Sie ist Grundlage unserer jetzigen Regierungspolitik und der richtige Schritt in die richtige Richtung für Deutschlands Zukunft in einer globalisierten Welt.”

So ist es einer Leitveröffentlichung auf der Homepage von Ditmar Staffelt (SPD) zu entnehmen.

Schöne Worte. Jedoch: es gibt eine Reihe von Beispielen, wo sich Staaten überhaupt nicht darum scheren, was andere für ein Sozialsystem haben. Sie ziehen ihr eigenes Ding durch. Gut, wir sind nun kein erdölreiches Land. Dennoch ist klar zu erkennen, dass die Schere immer zuerst bei der Bevölkerungsschicht angesetzt wird, die die geringste Lobby hat. Renter und Arbeitslose.

Hingegen: Es wird in schöner Regelmäßigkeit vom Bundesrechnungshof seit Jahrzehnten angemahnt, wie verschwenderisch die Regierung, aber auch Kommunen, mit Steuergeldern umgehen. Hätten wir seit Bestehen der Bundesrepublik alles in einem Topf gesammelt, wäre ein moderater Umbau der Sozialsysteme weniger auf dem Rücken der Arbeitslosen und Renter möglich. Das Geld war da, es wurde nur verprasst.

Aber es ist ja viel bequemer, sich hinter Europa zu verstecken. Man folgt dem Leittrend. Das ist für mich so absurd, wie ein Unternehmer nur handelt, weil er der Handlungsweise seiner Konkurrenten folgt, in Annahme, er könne wohlmöglich einen Wettbewerbsnachteil erleiden. Dass dies nicht zwingend so sein muss, sollte man nicht außer Acht lassen.

Ärger um illegale Müllentsorgung

Illegale Müllentsorgung am Stadtrand Illegale Müllentsorgung in Berlin ist vielfältig anzutreffen. Am häufigsten fallen mir Stellen auf, an denen BürgerInnen Laubsäcke abstellen können. Diese werden dann durch die BSR entsorgt. Die Plätze scheinen geradezu magnetisch illegale Müllentsorger anzuziehen. Fernseher, Computermonitore, Sofas, Holzmöbel etc. werden ebenfalls dahin verfrachtet. Die Verursacher bleiben oft unentdeckt. Sie nutzen meistens den Schutz der Dunkelheit, um unerkannt zu bleiben. Dabei riskieren sie viel: Illegale Entsorgung kann mit einem Bußgeld bis zu 50.000 EUR geahndet werden.

Gerade bei Fernsehern, Monitoren und sonstigen Elektrogeräten scheint mir das besonders schwer nachvollziehbar. Es gibt 15 Recyclinghöfe der BSR, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Sie nehmen diesen Elektroschrott überwiegend kostenfrei an. Sechs der Höfe haben zudem Schadstoffsammelstellen. Dort können auch Batterien, Leuchtstoffröhren und Lacke abgegeben werden. Warum fahren illegale Entsorger nicht dort mit dem Auto vor? Dabei bräuchten sie weder die Dunkelheit nutzen, noch setzten sie sich der Gefahr aus, Bußgelder aufgebrummt zu bekommen. Ein Autokennzeichen ist schnell notiert. Wissen sie nicht um diese Höfe? Mit Logik scheint mir diese Frage nicht beantwortbar.

IIlegale Entsorgung auf dem Parkplatz
Illegale Entsorgung auf einem Parkplatz

Auch Parkplätze von Wohnanlagen sind ein beliebtes Ziel. Ich spiele gerade in Gedanken durch, wie das abgeht. Man hat den Müll im Kofferraum, fährt auf den Platz bis zum Rand vor. Dieser ist von hinten schwer einsehbar. Scheinwerfer aus. Man gibt vor zu parken. Fluggs laden sie den Müll hinter dem Auto ab und weg.

Was mir besonders arg ins Auge fällt: Zunehmend werden auch Stadtrandlagen und Erholungsgebiete dafür genutzt. Dort ist der Kontrast zwischen Natur und Mülldreck besonders gravierend. Die Verschandelung solcher Flächen ist für die grundwasserführenden Schichten gefährlich. Bei Regen werden beispielsweise Schwermetalle ausgewaschen und gelangen dorthin. So wird das Land Berlin mindestens zweimal finanziell zusätzlich belastet. Neben der BSR mit der Abfallbeseitigung müssen die Berliner Waserbetriebe diese Schadstoffe bei der Wasseraufbereitung eleminieren. Das ist aufwändig und teuer. Und geht zu Lasten aller BürgerInnen. Zeigen wir doch bitte vermehrt gemeinsam diesen Umweltsündern bei Auffälligkeiten die Rote Karte. Es geht uns alle an.

Vor sich hinrostender VW-Bus
Seit drei Jahren vor sich hinrostender VW-Bus

“Eine Zierde für die Stadt”

Auf dem ehemaligen Schöneberger GASAG-Gelände an der Torgauer Straße soll laut “Berliner Abendschau” ein europäisches Energieforum einschießlich einer Privathochschule entstehen. Mit den veranschlagten Kosten von 500 Millionen EUR ist es damit das größte Bauvorhaben des Bezirks.

Anwohnern graust es vor zu erwartenden Potsdamer-Platz-Verhältnissen. Zudem sollen einige der Bürogebäude mit nahezu der gleichen Höhe erstellt werden, wie der unter Denkmalschutz stehende 100 Jahre alte Niedrig-Gas-Druckbehälter. Die Bürgerinitiative Gasometer Schöneberg wehrt sich dagegen, weil sie dadurch für die umliegenden Wohnhäuser eine Verschattung befürchtet. Eine Minderung der Wohnqualität auch wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens wäre die Folge.

Der Baustadtrat des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg, Bernd Krömer (CDU), weist die Befürchtungen zurück. Es seien mehrere Verschattungsstudien durchgeführt worden. Als Ergebnis sei nur an bestimmten Tagen im Jahr für eine Stunde ein leichter Verschattungseffekt zu erwarten. Da man gleichzeitig eine neue Zufahrtsstraße zum Sachsendamm baue, werde es auch nicht zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch die Schöneberger Insel kommen. Er bezeichnet das Projekt zudem als “Zierde für die Stadt”.

Die Bürgerinitiative sieht das selbstverständlich anders und will weiter Stimmen gegen den Bebauungsplan sammeln. Übrigens: Innerhalb des historischen Gasometers soll ein moderner Glasturm errichtet werden.

Be Berlin – be erfolgreich?

Es dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben: Seit dem 11.3.08 hat Berlin eine neue PR-Kampagne: Be Berlin/sei Berlin.

So originell ich den Slogan auf den ersten Blick auch fand, nach ein paar Reflexionen bleibt nicht viel davon übrig. BerlinerInnen sollen sich als Botschafter ihrer Stadt fühlen und dieses Gefühl in die Welt transportieren. Jedoch wer profitiert wirklich davon, die BürgerInnen oder der Senat? Wohlmöglich gar beide?

“Keine andere Stadt der Welt verändert sich so rasant, leicht und unkompliziert und behält dabei trotzdem ihren so eigensinnigen und unverwechselbaren Charakter. Dieses Bewusstsein soll nun bei den Berlinerinnen und Berlinern neu gestärkt werden” heißt es auf der Kampagnenhomepage. Sie sollen ihre Geschichten, Erinnerungen etc. aufschreiben.

Dieses “veröffentliche-deine-eigene-geschichte” ist in und wird durch mehrere Mainstreammedien seit längerem praktiziert. Der Senat will sich dieses Erfolgskonzept nun zu eigen machen. Nicht nur das: irgendwie scheint es mittlerweile dort angekommen zu sein, dass die unzähligen Blogs in der Weblandschaft schon längst eine eigene Subkultur jenseits der Mainstreammedien bilden und das sehr erfolgreich.

Jedoch: Es kann doch nicht allen Ernstes erwartet werden, dass beispielsweise die rund 500.000 Menschen dieser Stadt, die unterhalb der Armutsgrenze leben, sich für so was interessieren. Die haben ganz andere Probleme. Auch der “stinknormale” Berliner, dem es finanziell besser geht, braucht so eine Imagekampagne nicht. Er hat sich schon immer mit seiner Stadt identifiziert. Wenn nicht, wäre er längst weggezogen. BerlinerInnen waren und sind sehr eigen, was “ihre” Stadt anbelangt.

Was an der Kampagne hingegen einleuchtet: Der Senat will Berlin als Marke international (noch besser) positionieren. Das klingt PR-mäßig gut. Könnte sogar klappen. Doch dafür müsste andere PR-Arbeit geleistet werden. Es müssten in den Ländern Pressemitteilungen platziert werden. Dann bringt man auf der internationalen Site (be-berlin.com) ein vielsprachiges Auswahlmenü von “Afrikaans” bis “Zulu”. Und jeder Worlduser kann dann in seiner Landessprache Informationen und Geschichten abrufen.

Doch dafür müssten die BürgerInnen aus über 80 Ländern hier viel besser als Zielgruppe angesprochen werden. Mehr noch: Sie müssten ihre Geschichten in der jeweiligen Landessprache verfassen, die dann ihre Landsleute in den jeweiligen Ländern via Internet lesen könnten.

Das wäre eine Kampagne! Alles andere ist unausgegoren und einseitig. Dann wäre der Multi-Kulti-Effekt mit dem geworben wird authentisch. Aber das ist sicher so nicht gewollt. Die Landsleute könnten wohlmöglich Negatives erfahren.

So wie es jetzt konzipiert ist, riecht es eher nach “billigen Botschaftern”, damit letztendlich mehr Sponsorengelder in die Stadt fließen. Das scheint der wahre Grund zu sein. Nicht dass ich Berlin es nicht gönnen würde. Im Gegenteil. Aber ich habe mich längst mit dieser Stadt identifiziert. Und brauche diese Kampagne dafür nicht. Auch keine Stärkung meines Bewußtseins. Ob andere ebenfalls so denken, muß und sollte jeder für sich selbst entscheiden.

ver.di setzt ” Zeichen des guten Willens”

Wie man auf der Webseite von ver.di nachlesen kann, will ver.di ab Montag den Fahrdienst vorübergehend aus dem BVG Streik ausklammern!
Also gestattet ver.di den Berlinern wieder sich frei in der Stadt zu bewegen!

Als Geste des guten Willens möchte ich das aber nicht verstehen!
Evtl haben die Verantwortlichen von ver.di nun doch bemerkt, dass das Verständnis in der Bevölkerung für den Streik stark abnimmt.

Viele Berliner empfinden den Streik inzwischen als eine Frechheit. (Ich übrigens auch!)
Viele Senioren konnten in den letzten Tagen ihre Arzttermine nicht wahr nehmen oder Einkäufe erledigen,
Berufstätige mußten längere Arbeitswege in Kauf nehmen und so auf einen Teil ihrer Freizeit verzichten, die Existenz von Kioskbesitzern in den U-Bahnhöfen wurde gefährdet und Kinder hatten Schwierigkeiten zur Schule zu kommen.

Wieder was vollbracht auf das ver.di richtig stolz sein kann … Das ist echt eine Gewerkschaft, die sich für die Interessen ihrer Mitglieder einsetzt – koste es was es wolle!
Die Interessen anderer Menschen interessieren da nicht! Nicht mal die Interessen der Menschen, die wahrscheinlich die Lohnerhöhung der BVGler bezahlen müssen. Nämlich die Fahrgäste der BVG!

Ich halte das Angebot der Arbeitgeber für absolut angemessen. Wenn man bedenkt, dass die öffentlichen Kassen leer sind und die BVG Mitarbeiter eine Beschäftigungsgarantie bis 2020 haben!

Auch den ver.di Verantworlichen sollte klar sein, dass man nicht mehr Geld ausgeben kann als man “hat” !

Auch im Hauptstadtblog.de wird über die wahren Gründe der Streikaussetzung diskutiert.

Verschandelung eines Mahnmals

Berliner Mauerweg

Der Berliner Mauerweg im Süden Berlins (Grenzbereich Gropiusstadt Richtung Rudower Allee). Hier tummeln sich Jogger, Walker, Scater, Fahrradfahrer, Spaziergänger und vor allem Hundehalter nebst tierischem Anhang. Sogar als Übungsstrecke zum führerscheinlosen Motorradfahren wird er gelegentlich missbraucht. Er führt rund 160 km um die Stadt herum. Im übertragenen Sinn ist die Strecke deshalb das vielleicht am längsten begehbare Mahnmal der Welt.

Deshalb sind hier – wie auf anderen Teilabschnitten – auch Touristen anzutreffen. Sie haben vielleicht nur einmal im Leben die Gelegenheit, diesen Weg zu laufen. Und dann wollen sie vor allem eins: sich durch die aufgestellten Informationstafeln über den historischen Background informieren. Ich konnte schon beiläufig amerikanischem oder japanischem Geplauder lauschen.

Schmierereien an Info-Tafeln

Und dann das: An Fassadenschmierereien mag sich so mancher im Laufe seines Lebens gewöhnt haben. Manches Gespritzel wird von Hauseigentümern jahrelang oder überhaupt nicht mehr entfernt. Es wäre ein Kampf gegen Windmühlen. Aber nun werden selbst die Info-Tafeln am Mauerweg davon nicht verschont. Was mag nur in den hirnlosen Köpfen solcher Sprayer vorgehen? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Dies sind keine x-beliebigen Schmierereien. Das ist die Verschandelung eines Mahnmals!