Protest gegen überhöhte Wasserpreise

“Akzeptiert man die Privatisierung des Wassers, akzeptiert man die Vermarktung des Lebens” (Riccardo Petrella). Mit diesem Slogan tritt die Bügerinitiative Berliner Wassertisch auf Ihrer Homepage auf.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Wasserpreise in Berlin laut “Berliner Abendschau” um 26 Prozent gestiegen. Im Gegensatz zum Strom können BerlinerInnen jedoch bei der Wasserversorgung ihren Anbieter nicht einfach wechseln, um Geld zu sparen. Und dennoch könnte ein Vier-Personen-Haushalt rund 200 EUR im Jahr bei einer alternativen Tarifkalkulation einsparen. Dies gab die Bügerinitiative gestern auf einer Pressekonferenz bekannt. Die Preise lägen um ein Viertel niedriger, wären die Berliner Wasserbetriebe (BWB) ein rein kommunales Unternehmen und nicht auf Renditenausschüttung fixiert.

Stattdessen spülten die BWB einen satten Rekordgewinn von 335 Mio. EUR in die Kasse des Landes und der privaten Anteilseigner. Man kann zwar als BerlinerIn auch begrüßen, dass die strapazierte Haushaltslage dadurch gemildert wird. Jedoch, warum muß eigentlich immer der Bürger die Zeche zahlen?

Immerhin müssen die BWB nun ihre Buchführung offenlegen. Parlementarier und Verbände versprechen sich dadurch mehr Kostentransparenz und hoffen, den Verbraucher vor zukünftigen Preissteigerungen besser zu schützen.

Ob dem wirklich so ist, bleibt abzuwarten. Denn: warum sollte der Senat sein Stück vom Kuchen verkleinern, wo es doch so gut schmeckt?

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