“Flashmob” (Blitzauflauf) -Aktion in Berliner Schuhgeschäft

Wie der Berliner “Tagesspiegel” berichtet, gab es heute eine von Konsumkritik begleitete Demonstration. Rund 20 Menschen, die sich über das Internet verabredet hatten, strömten gegen 15 Uhr in ein Berliner Schuhgeschäft. Dort legten sie sich per Kommando auf den Boden oder stützten sich an Kleiderständern ab. Die Aktion richtete sich gegen die ihrer Meinung nach unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei Schuhkonzernen im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking. Nach zwei Minuten war dann alles wieder vorbei: Ein Pfeifsignal der Demonstranten löste die Handlung auf. Verwirrung und Ratlosigkeit bei Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen.
“Flashmobbing” bezeichnet eine nach vorheriger telekommunikativer Verabredung blitzartige Bildung von Menschengruppen, die dann alles gemeinsam und gleichzeitig machen, z. B. applaudieren. Die kommandohafte Auflösung nach wenigen Minuten ist ebenso dafür typisch. So sollen beispielsweise in London 300 Leute ein kleines Möbelgeschäft betreten haben. Ihre Handys klingelten. Dann sagten alle gemeinsam: “Wow, was für ein Sofa” – und lösten danach den Schwarm schlagartig auf.

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