Neues aus Sarrazins Sprüchekiste
Da ist Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) mal wieder gehörig ins Fettnäpfchen getreten. Wie die “BZ Berlin” berichtet, kann er beim Thema Kindergeld nicht verstehen, warum Familien für die ersten beiden Kinder überhaupt Geld bekommen. Die Zeitung zitiert ihn mit dem Satz: „Deswegen bekommen die Deutschen doch nicht mehr Nachwuchs“.
Klasse, das ist doch mal Klartext. Warum fordert er nicht gleich eine Frist, in der das dritte Kind kommen muß, damit man überhaupt Kindergeld erhält. Oder wird die Frist um ein Jahr überschritten, gibt es nur noch 75 Prozent. Redet er jetzt in der Familienpolitik mit, befürchtet er gar ein Aussterben der Deutschen? Sarrazin als Ansporner der von ihm vorgegebenen “Volksquote”. Oder ist es nur ein provokativer Akt, um eine Diskussion in Gang zu setzen? Seine Äußerungen werden nichts bewirken. Die Erhöhung des Kindergelds durch die Große Koalition 2009 ist als Wahlkampfgeschenk für Familien zu sehen. Die Regierungsparteien werden sich dies nicht nehmen lassen.
Drastisches hat Sarrazin auch zum Abbau der Arbeitslosigkeit auf Lager: Er würde die Amerikanisierung des “Hire and Fire” (Einstellen und Rausschmeißen) in Deutschland forcieren. Auch hier wendet er sich klar gegen die Linie der Bundes-SPD, die mit Mindestlohnforderungen und Stärkung der Arbeitnehmer in den Wahlkampf zieht.
Fazit: Eine neue Kapriole vom Finanzsenator.
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