Flughafenbetreiber in Finow geben nicht auf

Die Betreiber des Flugplatzes Finow, die Tower Finow GmbH, wollen trotz der am Dienstag vergangener Woche geänderten Luftverkehrskonzeption an ihren Regionalflughafen-Plänen festhalten, schreibt der Berliner “Tagesspiegel”. Bei der Änderung hatte sich das Kabinett in Potsdam für eine Stärkung des Großflughafens BBI ausgesprochen und festgelegt, dass nur dort große Maschinen wie eine Boing 737 oder ein Airbus A 320 landen dürfen. Auf den übrigen brandenburgischen Flughäfen sollen nur kleinere Maschinen unter 12 Tonnen landen, etwa im Passagierverkehr oder bei Frachtflugzeugen ohne Linienbetrieb. Das Gleiche gilt für Sport- und Privatflieger. Der Berliner Senat hingegen hatte sich bereits letztes Jahr gegen Konkurrenzflughäfen zu Schönefeld ausgesprochen.

Die Landesregierung könne beschließen, was sie wolle, wird Geschäftsführer Reinhard Wolk zitiert. Man befinde sich in einem ordnungsgemäßen Verfahren, dessen Ausgang offen sei. Die Pläne seien keinesfalls auf Eis gelegt worden. Seit vergangenem Herbst läuft ein Raumordnungsverfahren hinsichtlich eines Regionalflughafens Eberswalde-Finow als Ergänzung zum BBI. Die Mehrzahl der 57 betroffenen Städte, Gemeinden, Organisationen und Unternehmen hat sich für eine Erweiterung ausgesprochen. Es geht hier um Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stärkung der Region. Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung (GL) wird darüber voraussichtlich nächste Woche entscheiden. Bei einem negativen Votum hat der Flughafenbetreiber bereits angekündigt, dagegen zu klagen.

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