BVG-Streik am Wochenende - Fahrdienst vorerst nicht betroffen
Der Verhandlungsmarathon dauerte 13 Stunden. Dann passierte das, was eigentlich absehbar war: Die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der BVG wurden abgebrochen. Wie der Berliner “Tagesspiegel” berichtet, teilte Ver.di-Sprecher Andreas Splanemann mit, es stehe fest, dass wieder gestreikt werde. Der Fahrdienst solle - wie bereits im Vorfeld angekündigt - jedoch vorerst davon nicht betroffen sein. Der Streik werde sich zunächst nur auf Fahrzeugwerkstätten von Bus, U-Bahn und Straßenbahn beziehen.
Voraussichtlich am heutigen Samstagnachmittag werde man vor die Presse treten und über die Absichten informieren. Splanemann schiebt den Schwarzen Peter für den Abbruch der Gespräche Finanzsenator Sarrazin (SPD) zu. Dieser sei entgegen seiner Zusage in der Nacht nicht erreichbar gewesen, um ein bereits von beiden Parteien erarbeitetes Modell zu billigen.
Update 20.04.08
Ab heute werden Werkstätten und Tankstationen der BVG bestreikt. Wegen fehlender Wartung könnten schon heute laut “BZ Berlin” bis zu 10 Prozent der Busse nicht fahren. Es sei mit einer Ausdünnung des Fahrplans zu rechnen. Und der “Berliner Tagesspiegel” meldet, es sei nicht auszuschließen, dass in der kommenden Woche auch Fahrer die Arbeit niederlegten. Man fühle sich zudem nicht ans Versprechen gebunden, “Streiks nur mit 24 Stunden Vorwarnzeit anzusetzen”.
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