Banken wollen mehr Geld für BBI-Finanzierung

Berlin wird für den Ausbau des Großflughafens BBI tiefer in die Tasche greifen müssen als geplant. In einem Bericht der “BZ Berlin” wird der Finanzexperte der Grünen, Oliver Schruoffeneger, mit den Worten zitiert: “Berlin, Brandenburg und der Bund mussten ihre Landesteile um 225 Millionen Euro aufstocken”. Auf Berlin allein kommen demnach Mehrkosten in Höhe von 83 Millionen zu. Dies sei eine Forderung der Banken gewesen, um die Kredite abzusichern.

Bereits vor zwei Wochen hatte “Welt Online” berichtet, infolge der internationalen Finanzkrise forderten die in einem internationalen Konsortium zusammengeschlossenen Banken eine Umwandlung der Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital. Für Ralf Kunkel, Sprecher der Flughafengesellschaft, ist das Ganze hingegen ein rein “technischer Vorgang”. Es bleibe bei dem vereinbarten Kostenanteil Berlins von 430 Millionen Euro.

Zwar meint auch Schruoffeneger, dass die Kosten nicht wirklich deutlich mehr werden. Auf alle Fälle müsse Berlin nun “mehr auf den Tisch legen”. Außerdem sieht er den Zeitplan für den Ausbau von Schönefeld gefährdet. Das neue Terminal beispielsweise hätte bereits im letzten Sommer ausgeschrieben werden müssen. Dies passiere nun erst in diesem Herbst. Hinzu kommen Kosten von 25,5 Millionen Euro für die Schließung von Tempelhof, die Berlin nun tragen müsse.

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