Rassistischer Übergriff auf Afghanisches Kind
Wie die “Berliner Morgenpost” berichtet, wurde am Montagabend auf einem Spielplatz an der Vincent-van-Gogh-Straße in Hohenschönhausen ein zehn Jahre altes Afghanisches Mädchen von einer 30 Jahre alten Frau geschlagen. Auslöser des rassistischen Übergriffs war eine Auseinandersetzung des Mädchens mit dem Kind der Frau. Angeblich habe sich die Auseinandersetzung derart “zugespitzt”, daß es nachfolgend zu einem Wortwechsel des Afghanischen Kindes mit der Mutter kam. Den ersten polizeilichen Ermittlungsergebnissen zufolge habe die Mutter dann zweimal mit der Faust auf das Mädchen eingeschlagen und es wegen seiner Hautfarbe “massiv beleidigt”.
Spielplatzbesucher, die das Geschehen beobachteten, riefen gegen 19.30 Uhr die Polizei. Mittlerweile hat der Polizeiliche Staatsschutz - wie in solchen Fällen üblich - die Ermittlungen aufgenommen. Die Mutter des Afghanischen Mädchens, die ebenfalls auf dem Spielplatz war, zeigte sich “fassungslos”. Sie hatte versucht, ihr Kind vor den Schlägen der 30-jährigen zu schützen.
Immer wieder kommt es zu solchen rassistischen Übergriffen. Erst letzte Woche war ein 21-jähriger Mann aus Guinea im Bahnhof Alexanderplatz von einem Angreifer geschlagen und mit Pfefferspray besprüht worden. Wachschützer waren jedoch aufmerksam und konnten ihn bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Nun ist der Karneval der Kulturen gerade erst vorbei und nicht nur deshalb, sondern weil Berlin eine weltoffene tolerante Stadt ist, gehören diese Taten jederzeit an den Pranger gestellt. Unsere deutsche Vergangenheit tut zudem ihr übriges. Oder um es mit dem allseits bekannten Satz zu sagen: “Alle Menschen sind Ausländer, fast überall (auf der Welt)”. Und Berlin wäre ohne die Menschen aus über 80 Nationen ärmer, langweiliger und nicht die Stadt, wie sie global wahrgenommen wird.
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