Unhaltbare Zustände auf dem Kinderbauernhof “Görli”?

“Wo früher der Görlitzer Bahnhof stand ist heute ein Park, in dem sich der Kinderbauernhof befindet. Dazu gehören das große Spielhaus, Nachbarschaftsgarten, Wasserspielplatz und viele Tiere: Schafe, Ziegen, Schweine, Esel, Hühner, Enten und Kaninchen. Wer sie füttern möchte, kann für wenig Geld kleine Futtertüten kaufen”. So steht es geschrieben auf der Homepage des Kinderbauernhofs “Görli”.

Doch eine Anwohnerin hatte sich über angeblich unzumutbare Zustände hinsichtlich artgerechter Tierhaltung beschwert. Wie “WELT ONLINE” berichtet, schaltete die Frau den Berliner Tierschutzbeauftragten Klaus Lüdcke ein. Der zeigte sich nach der Begehung schockiert. “Er habe selten Tiere so leiden sehen”, sagte er daraufhin der Zeitung. Zwei Schafe hätten im Stall auf der Erde gelegen und um Luft gerungen. Auch den Schweinen ging es nicht besser. Sie seien “rumgetorkelt” und “eingeknickt” als sie aus dem Stall an die frische Luft kamen. Ähnliches bei den Schafen: Sie litten ebenfalls unter Atemnot und waren zudem trotz der Jahreszeit nicht geschoren. Außerdem seien die Ställe zu “eng, dunkel und nicht belüftet” gewesen.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz Berlin zeigte völliges Unverständnis. Er verzichtete zwar auf eine Anzeige, forderte aber “dass sich die Zustände bessern”. So würden die Schafe in ihrem eigenen Urin stehen und die Gülle im Boden versickern und in das Grundwasser eindringen. Es seien genügend Arbeitskräfte auf dem Hof beschäftigt, um diesen Zuständen Einhalt zu gebieten.

Die Vertreter des Kinderbauernhofs laufen gegen die Anschuldigungen mit einer Unterschriftenaktion Sturm. Die dafür zuständige Amtstierärztin habe dem Hof regelmäßig einen Besuch abgestattet. Von nicht artgerechter Haltung sei dabei nie die Rede gewesen. Da fragt man sich doch glatt, wer hier auf beiden Augen blind gewesen ist.

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