Nicht fachgerechte Dacharbeiten Ursache für Philharmonie-Brand?

Wie der Berliner “Tagesspiegel” berichtet, ist der Brand in der Philharmonie nach Einschätzung der Polizei durch “fahrlässige Brandstiftung verursacht worden”. Die Ermittlungen des Brandkommissariats dauern derzeit noch an. Zur Zeit werden die Materialproben noch genauestens untersucht. Höchstwahrscheinlich haben nicht fachgerechte Dacharbeiten das Wärmedämmmaterial unterhalb des Daches entzündet. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Es scheint, als ob Berlins berühmte Konzerthalle noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Wäre der Brand eine Stunde später ausgebrochen, hätten sich 720 Mitwirkende - darunter 400 Kinder - in dem Gebäude befunden. Geprobt worden wäre dann für Berlioz’ “Te Deum”. “Wir hatten ein riesiges Glück”, wird Peter Riegelbauer, Angehöriger des Orchestervorstands zitiert. Geringer Schaden entstand im Zuschauerraum Block C und im Künstlerfoyer. Ein ganz anderes Bild hingegen beim Brandherd: Ein Viertel (1600 Quadratmeter) des Daches sind beträchtlich beschädigt. Es sei konstruiert wie ein Sandwich. Und da die Dämmfüllung brannte, habe das Dach aufgeschnitten werden müssen. Als nächsten Schritt wolle man ein Notdach errichten. Dennoch: Die Statik der Konzerthalle sei stabil geblieben. Man werde nun die Schadstoffbelastung der Luft im Zuschauerraum messen. Allerdings schreibt die Zeitung auch, der Spielbetrieb solle bereits am 2. Juni wieder aufgenommen werden.

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