Mutter will ihre ausgesetzten Zwillinge zurück
Die Mutter, der beiden in der Berliner Charité ausgesetzten Babys hat es sich “anders überlegt”. Sie will nun doch ihre Kinder wiederhaben. Sie habe sich bereits am Freitagabend im Bezirksamt Berlin Mitte gemeldet, wird Jugendstadtrat Rainer-Maria Fritsch in der “Berliner Morgenpost” zitiert. Bereits am Samstag habe ein Gespräch zwischen der Mutter und dem Kindernotdienst statt gefunden. Im Ergebnis habe man vereinbart, dass der Notdienst die Babys weiter versorgen werde. Erst am Montag solle geklärt werden, ob die Mutter sie wieder zurück bekomme.
Die acht Wochen alten Zwillingsjungen waren am Freitag vor dem Kreissaal der Charité aufgefunden worden. Dort fand man ein Schreiben, in dem sie die Kinder zur Adoption freigab. Die Behörden entnahmen dem Brief ebenfalls, dass der Mutter in ihrem Leben Gewalt zugefügt worden sei. Die Kinder sollten es im Leben einmal besser haben als sie.
Weil die beiden im Kinderwagen einen gesunden Eindruck auf die Polizei machten, sahen die Behörden von einer Ermittlung ab. Das Abstellen des Wagens werde wie die Benutzung einer Babyklappe behandelt, wird ein Polizei-Beamter zitiert. Man könne zukünftig Mütter in Notlage nicht dazu animieren, eine Babyklappe zu nutzen, wenn dies “ein groß angelegtes Ermittlungsverfahren gegen sie in Gang setzt”.