Die Flughafengesellschaft Tegel denkt über eine Erweiterung des Airports nach. Das berichtet der “Tagesspiegel”. Grund ist die Zunahme von Starts und Landungen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Demnach hat die Anzahl im April um 13,3 Prozent zugenommen. Das entspricht täglich durchschnittlich 440 Flügen. Nach Meinung der Flughafengesellschaft haben Air Berlin inklusive der aufgekauften LTU großen Anteil an der Zunahme. Seit November letzten Jahres starten und landen beide Airlines nicht mehr von Schönefeld sondern von Tegel. Doch auch neu aufgenommene Routen wie beispielsweise die Verbindungen nach Bangkok und Peking tragen dazu bei.
Wurden bisher Flughafenerweiterungen verneint, heißt es jetzt: “Ob, wann und wie die Anlage optimiert wird, wird zum gegebenen Zeitpunkt entschieden”. Es sollen jedoch keine neuen Gebäude errichtet werden, sondern man werde “bei einer Erweiterung auf bestehende Gebäude zurückgreifen”. Flughafensprecher Eberhard Elie dementierte jedoch vehement den Betrag von 15 Millionen Euro, den das Ganze kosten würde. Zuletzt war vor einem Jahr das zwölf Millionen Euro teure Terminal C für den Flugbetrieb freigegeben worden. War Tegel bei seiner Eröffnung im Jahr 1979 noch für fünf Millionen Passagiere ausgelegt, waren es 2007 über 13 Millionen.