Verbraucherpreise in Berlin stiegen im Oktober 2008 gegenüber Oktober
2007 um 2,1 Prozent.
Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex
für Berlin von September 2008 bis Oktober 2008 um 0,4 Prozent auf einen Indexstand von 106,4 (Basis 2005≙100) gesunken. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat Oktober 2007 betrug +2,1 Prozent. Der Rückgang des Verbraucherpreisindex im Oktober 2008 gegenüber dem Vormonat September 2008 wurde durch deutliche Preissenkungen bei Heizöl (-9,4 Prozent) und Kraftstoffen (-6,9 Prozent) sowie Pauschalreisen (-3,0 Prozent) und Miete für Ferienwohnungen (-2,5 Prozent) hervorgerufen. Andererseits waren Preiserhöhungen bei Bekleidung und Schuhen (+0,5 Prozent) sowie Nahrungsmitteln (+0,4 Prozent) zu beobachten. Der Anstieg der Nahrungsmittelpreise ist vor allem auf die Erhöhung der Fisch- (+2,3 Prozent), Obst- (+1,8 Prozent), Gemüse- (+0,6 Prozent) und Fleischpreise (+0,5 Prozent) zurückzuführen. Insbesondere bei einigen Gemüsesorten wie Kopf- und Eisbergsalat (+55,4 Prozent), Blumenkohl (+26,9 Prozent), Tomaten
(+17,1 Prozent) und Zucchini oder Auberginen (+15,6 Prozent) mussten die Verbraucher erheblich mehr ausgeben als vor einem Monat. Nennenswert waren im Oktober 2008 auch die Preissteigerungen bei festen Brennstoffen (+3,9 Prozent) und Fernwärme (+1,3 Prozent).
Mit einem Preisanstieg von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der jährliche Preisauftrieb weiter abgeschwächt. Bestimmend für die Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat waren vor allem Preissteigerungen für Energie, Nahrungsmittel und alkoholische Getränke. Im Bereich der Haushaltsenergien verteuerten sich im Jahresvergleich insbesondere Gas (+21,8 Prozent), Heizöl (+15,9 Prozent) und Fernwärme (+13,1 Prozent) erheblich.
Die Kraftstoffpreise stiegen um 2,4 Prozent.
Bei den Nahrungsmitteln wiesen Brot und Getreideerzeugnisse wie Mehl (+45,4 Prozent) und Nudeln (+24,6 Prozent), Zucker, Marmelade, Konfitüre, Honig, Sirup und Süßwaren (darunter Schokolade +15,5 Prozent), Fleisch und Fleischwaren wie Schweinebraten (+18,8 Prozent), tafelfertiges tief gefrorenes Fleisch (+13,9 Prozent) und Rindfleisch, Lende (+10,3 Prozent) besonders hohe Veränderungsraten auf.
Ebenso haben sich die Preise für Molkereiprodukte und Eier mit +3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat überdurchschnittlich erhöht.
Auch Preissteigerungen bei Verkehrs- (+4,7 Prozent) und Versicherungsdienstleistungen
(+4,1 Prozent) und der Nettokaltmiete (+2,0 Prozent) trugen letztendlich zur
Gesamtentwicklung im Oktober 2008 bei.
Pressemitteilung vom 30.10.2008 – vom Amt für Statistik Berlin Brandenburg
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