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Auf unsrer Wiese gehet was…

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©PH

Die Störche sind zurück. Am 24.3.09 hat der erste Adebar seinen Horst im brandenburgischen Dorf Linum bezogen. Fast auf jedem Haus gibt es hier ein Stochennest, letztes Jahr fanden sich 11 Brutpaare ein. Der NABU hofft, dass es diesmal 14 Paare werden könnten. Seit dem 28.3. ist die Storchenschmiede, ein Informationszentrum des NABU in Linum, geöffnet. Dort kann man sich bei einer Tasse Tee über die Lebensweise der imposanten Vögel erkundigen und anschliessend einen herrlichen Spaziergang durch das Dorf zu den einzelnen Horsten und das nahegelegene Naturschutzgebiet unternehmen.

Ein seltsames Wesen

Am Wochenende vorm Reichstag:

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©PH

Das orangene Wesen ist Eumel, eine lebensgroße Stabpuppe, die von 5 Personen geführt wird. Regelmässig an den Wochenenden tritt Eumel rund um Reichstag/Brandenburger Tor auf, um den Touristen vor den Sehenswürdigkeiten das Schlange stehen zu verkürzen. Sobald der sympathische Kerl seine Aktionen beginnt, zaubert er ein Lächeln auf die Gesichter der Beobachter.

Eumel ist, so wie auch Piefke und der Magic Man, eine Puppe der Berliner StabfigurenCompany. Seit dem Jahr 2000 hat die Company das Spiel mit den großen Nachfahren von Pinochio geübt und in der Zeit eine fantastische Perfektion erlangt. Geradezu artistisch wirkt es, wenn Eumel ein Rad schlägt und die Spieler dabei über- und untereinander steigen müssen.
Die preisgekrönte StabfigurenCompany ist schon im Auftrag des Goethe Instituts in Ägypten unterwegs gewesen und erregt bei internationalen Festivals regelmässig großes Aufsehen.
In Berlin sind sie fast jedes Wochenende am erwähnten Ort zwischen 11:30 und 14:00 zu sehen. Die Show ist kostenlos, die Künstler freuen sich aber über jeden Cent, der vom begeisterten Publikum in den Hut geworfen wird.

Und das ist gut so

„Lekka lekka, Ässen imma lekkaaa“

Den typischen Ruf einer Verkäuferin vom Chinapfannenimbißstand auf einem der sogenannten Bezirksfeste wird man in Neuköln bald nicht mehr hören.
Als erster Bezirk Berlins hat sich der Bürgermeister des angeblichen Problemkiezes, Heinz Buschkowsky, dazu durchgerungen, diese furchtbaren Fress- und Saufmeilen auf seinen Strassen zu verbieten. Nicht alle, aber immerhin sechs Stück davon.
Eine lang überfällige Entscheidung. Nicht nur das die durch diese Gelage ausgelösten Strassensperrungen lästig sind, auch ist der Unterhaltungswert solcher Veranstaltungen gleich Null. Ekelhaftes Essen, abgestandenes Fassbier und fliegende Händler mit 99 Cent Artikeln interessieren einfach niemanden mehr.

Jetzt müssen noch die Kollegen folgen und anstelle der grausamen Ramschveranstaltungen, charmante kleine Feste mit Ständen der örtlichen Händler und Gastronomen sowie Auftritten kiezeigener Künstler organisieren. Ein gelungenes Beispiel war vor kurzem das Kürbisfest in der Schöneberger Akazienstrasse.

Wie denn, wo denn, was denn?

Seltsame Hauptstadt.
Einerseits bemüht sich unser Regierender Bürgermeister um jede kulturelle Institution, die einen Umzug nach Berlin auch nur in Erwägung zieht. Und das nach Meinung vieler Kollegen auf manchmal auch unlautere Art. Es ist ja löblich, das der Senat alles daran setzt, Berlins Ruf als Kulturmetropole zu festigen. Warum werden dann aber andererseits gewachsene Strukturen in Berlin nicht unterstützt? Jüngstes Beispiel ist das Kreuzberger SO36, dessen Existenz nun nach 30 Jahren massiv bedroht ist. Ein neu zugezogener (!) Nachbar hat sich über den Lärm beschwert, welcher durch sein Küchenfenster zu hören sei. Aber anstatt zügig irgendeine Art der Sondergenehmigung zu zücken, wird das SO36 vom Amt mit Auflagen belegt, die es so – erstmal – nicht im Stande ist, zu erfüllen.
Es ist großartig, das Universal, die Bread&Butter und ähnliche Big Shots in Berlin sind oder hierher kommen – aber auch die Alternative Kultur braucht prominente Fürsprecher!

„Herzlich Willkommen bei D-115. Sie haben das Service-Center in Berlin erreicht“

Die freundliche Stimme der Ansage klingt vielversprechend. Doch nach diesem kurzen Erstkontakt bricht das „Gespräch“ leider ab.

Soweit ein erster Selbstversuch mit dem Pilotprojekt
Einheitliche Behördennummer 115“, welches heute an den Start geht. Gleichzeitig mit anderen Großstädten beginnt Berlin damit eine telefonische Serviceoffensive: Ab sofort sollen sämtliche Behörden und Verwaltungen unter der Kurzwahl 115 zu erreichen sein. D. h. Informationen zu den Leistungen der einzelnen Stellen können in Zukunft unter einer zentralen Nummer in Erfahrung gebracht werden.
Läuft alles nach Plan, wird man dann in Bälde „verständliche und verlässliche Auskünfte, und zwar zu zuständiger Behörde, Telefon, Fax, E-Mail, Standort, Öffnungszeiten, benötigten Unterlagen und Gebühren“ bekommen. Von Montag bis Freitag, jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr werden die Anfragen bearbeitet. Sollte eine Anfrage nicht sofort beantwortet werden können, wird diese telefonisch weitervermittelt oder in Form einer E-Mail weitergeleitet.

Großartige Idee.
Bleibt nur zu hoffen, dass das demnächst geschmeidiger läuft als am Starttag.

Vorbelastetes Wetter

Eben wollte ich was von wegen Frühlingssturm schreiben. Da „Frühlingssturm“ aber der Deckname des beweglichen Führerhauptquartiers war, nehme ich davon Abstand. Wer weiss, wie mir das sonst ausgelegt wird..

Nur eines: obwohl noch März, erleben wir heute wohl richtiges Aprilwetter.

Konspirativ essen

Eine Metropole wie Berlin birgt so manche Perle im Versteckten.
Eine davon scheint das geheime oder verborgene (hidden) Restaurant „The Shy Chef“ zu sein. Die genaue Adresse soll wohl vorerst nicht in den Medien kommuniziert werden, ein paar Hinweise gibt es aber totzdem:
Im Bezirk Kreuzberg, in einem Gebäude aus der Gründerzeit gelegen, wird hier eine internationale, experimentierfreudige Küche mit skandinavischem Einfluss geboten. Der scheue Küchenchef ist weiblich, soviel verrät die Informationsseite des Restaurants. Viel mehr lässt sich aber nicht in Erfahrung bringen. Nur noch, dass die Köchin internationale Erfahrung mitbringt, viel Neugier und eine große Liebe für Kunst und Kultur besitzt. Klingt nach guten Vorraussetzungen für ein gelungenes Mahl.
Via Email kann man seine Teilnahme am 5 Gang-Menu anmelden. Dazu gibt man den Tag und die Anzahl der Gäste an. Ausserdem kann man eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten mitteilen. Das Menu wird dann individuell angepasst.
Da das Restaurant nur über eine sehr beschränkte Platzzahl verfügt, wird man wohl lange im voraus buchen müssen.
Bisher ist das The Shy Chef leider nur Freitag- und Samstagabend geöffnet. Das Menu ist kostenlos, es wird aber eine Spende von 50€ pro Teilnehmer erwartet. Dafür gibt es dann sogar auf jeden Gang extra abgestimmte Weine dazu…

Codeknacker

Die neugegründete Berliner Firma Barcoo hat einen Barcode-Scanner für Handys entwickelt, mit dem man die Strichcodes von Produkten lesen kann. Extrem praktisch und verbraucherfreundlich, denn das kostenlose Programm meldet nach dem Scan sofort alle erhältlichen Informationen: Preisvergleich, Tests, Inhaltsstoffe, ökologische Unbedenklichkeit etc.. Ausserdem kann man damit auf Lebensmitteln ohne „Ampel“ erkennen, wie viel Fett, Zucker, gesättigte Fettsäuren und Natrium darin stecken.
Barcoo ist für alle gängigen Handybetriebssysteme erhältlich – sogar für Googles Android. Nur leider nicht für‘s iPhone. Dabei ist das doch die mobile Plattform, mit der am
häufigsten auf Informationen aus dem Netz zugegriffen wird.

Ausverkauf – Die Versteigerung der Welt

Eine bestimmt unterhaltsame Veranstaltung am Sonntag Nachmittag dürfte diese Auktion werden:
der u. a. auch durch seine unkonventionellen Verkaufsaktionen bekannte Künstler Jim Avignon bringt am Sonntag, den 22.3.09, wieder einmal ein Kunstwerk gegen Höchstgebot unter die Leute.

Der gebürtige Münchener Jim Avignon verdiente seine Sporen in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts in Berlin, mittlerweile lebt er in New York. Einen Namen machte sich Avignon vor allem durch seine Performance auf der Documenta X und weil er seine Kunstwerke zu Billigpreisen verkaufte, verschenkte oder sogar zerstörte bzw. zerstören liess. Seine Bilder sind stark an Comics angelehnt, etwas trashig und sympathisch naiv.

Aus unterschiedlichen Pappkartons hat Jim Avignon diesmal zusammen mit den Brüdern Moritz und Kaspar Metz eine Weltkarte gebaut. Jeder Karton ist im unnachahmlichen Stil Avignons bearbeitet und zum Teil mit beweglichen Elementen verknüpft. Servomotoren, Glühlampen, Bewegungsmelder und viele andere Teile lassen die „Welt“ interaktiv werden. Die Besucher können diese Elemente nämlich in Gang setzen. Aber nicht ohne Folgen, denn jede Aktion löst nach und nach eine Kettenreaktion aus..
Wer ein Stück von der Welt möchte, kann nun die einzelnen Kartons der Weltkarte ersteigern. Entweder online oder live vor Ort am Sonntag von 17-20h in der Galerie Sakamoto Contemporary‎, Oranienstr. 164,10969 Berlin.
Der Eintritt ist frei.

Parallelwelt

Manchmal strotz Berlin vor Innovation, gerne aber auch an fragwürdiger Stelle. Ist ja schön, das die Bundeshaupstadt als erste Stadt der Welt komplett 3-Dimensional in Google Earth dargestellt werden kann. Die meisten Gebäude sind mit fotorealistischen Texturen aufgehübscht, an vielen Gebäuden wurden filigrane Details modelliert und rein theoretisch liesse sich so einen virtueller Spaziergang durch die Stadt unternehmen. Einige Gebäude kann man sogar betreten und von innen betrachten, bspw. das Olympiastadion, das Sony Center und den Reichstag.
Nur – welche Rechenkraft wird da eigentlich am heimischen Computer vorausgesetzt? Ein Cray Supercomputer? Ein Test mit einem iMac CoreDuo2 mit 2 GB Arbeitsspeicher von 2007 ist unerträglich langsam, die Steuerung mehr als hakelig und ein „Erlebnis“ dadurch nicht nachvollziehbar.
Kann sein, das der Rechner des Autors nicht mehr „up to date“ ist – aber mit welcher Konfiguration macht Berlin 3D denn Spaß? Sollten sich hier User rumtreiben, die bessere Erfahrungen damit gemacht haben, würde ich mich über Tipps freuen..