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Der falsche Horst

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Dank ARD ist es offiziell: Bundespräsident Horst Köhler hat sein Amt unter falschem Vornamen bekleidet. Denn eigentlich heißt der Horst gar nicht Horst, sondern Klaus! Man hat sich als mitdenkender Bürger sowieso schon gefragt, wann endlich mal einer kommt und aufdeckt, dass der Horst Köhler ein riesengroßer Fan von Gildo Horn ist, der mit bürgerlichem Namen nämlich wirklich Horst Köhler heißt, es aber vorzog – weil er singt und tanzt und so – einen Künstlernamen zu benutzen. Ergo hat der Klaus Köhler sich gedacht: „Ach, das find’ ich cool, das mach’ ich auch einfach mal.“ Dabei ist der Klaus gar kein Künstler, sondern Bundespräsident, aber genau genommen ist das ja irgendwie das Gleiche: Man tritt vor Publikum auf, redet viel, geht auf Empfänge, sagt was ins Mikro und hat die Medien im Nacken und hinter der Schlafzimmertür.
Nachdem die ARD-Detektei den geheimen Tipp eines noch geheimeren Informanten bekam, hat sie sich sofort auf die Pirsch gemacht, um die Indizien (dass der Horst nicht Horst heißt)zu beweisen, was bravourös gelungen ist. Und überhaupt: Schon vor einem Jahr war man dem Klaus Köhler dicht auf der Spur, verlor sie aber wegen eines Fußballspiels. Aber, und das muss mal in aller Deutlichkeit gesagt werden: Bei den öffentlich rechtlichen arbeiten nur studierte, engagierte und kompetente Leute! Dass denen zwar dreimal die Woche in Live-Sendungen Malheurs passieren, die größer als Elefantenscheiße sind, ist doch nicht schlimm! Irgendwie muss man die erhöhten GEZ- Gebühren und niedrigen Gehälter schließlich rechtfertigen. … Und ob die Deutschlandfahne, wenn sie im Tagesschau-Hintergrund eingeblendet wird, «Schwarz-Rot-Gold» oder «Rot-Schwarz-Gold ist», ist doch schnuppi! Wen juckt das schon? Ein Viertel der Deutschen denken sowieso, dass Hammer, Zirkel und Ehrenkranz fehlen. Na, also!
(Text: V.M.D.)

Entgleisungen am laufenden Band … Ärger bei der S-Bahn

Kaum hat sich das Chaos etwas gelegt, kündigt sich die nächste Krise an: Seit dem 3. August fahren zwischen Ostbahnhof und Zoo wieder S-Bahnen, doch schon droht die Belegschaft mit Streik. Und zwar während der Leichtathletik-WM vom 15. bis 23 August 2009, um maximalen Leidensdruck auszuüben, der den Mutterkonzern aber wohl weniger hart treffen wird als die Fahrgäste.
S-Bahn

Und die sind inzwischen einiges gewohnt. Schließlich war die Vollsperrung der vielbefahrenen und -genutzten Ost-West-Verbindung nur vorläufiger Höhepunkt des wachsenden Chaos bei der S-Bahn. Nach einem Radscheibenbruch Anfang Mai hatte das Unheil seinen Lauf genommen.

Zunächst manifestierte es sich nur in kürzeren – und damit deutlich volleren – Zügen, da 100 Wagen aus dem Verkehr gezogen und mit neuen Rädern ausgestattet werden sowie zusätzliche Sicherheitsprüfungen durchgeführt werden mussten. Da letztere nicht im geforderten Umfang erfolgten, ordnete Ende Juni das Eisenbahn-Bundesamt an, alle Wagen der neuesten Baureihe aus dem Betrieb zu nehmen.

Praktisch über Nacht kam es zu starken Einschränkungen im Fahrplan: Die meisten Linien verkehrten nur noch im 20-Minuten-Takt, einige fielen ganz aus. Fahrgäste mussten zusehen, wie sie pünktlich zur Arbeit kommen. Derweil nahm die Geschäftsführung der S-Bahn geschlossen ihren Hut.

Doch das Chaos wuchs weiter. Mitte Juli wurden die Sicherheitsauflagen verschärft. Das Bundesamt ordnete an, alle Vorderachsräder der betroffenen Baureihe nach 650.000 Kilometern Laufleistung auszutauschen. Davon waren so gut wie alle Züge dieser Reihe betroffen. Nur noch ein Drittel aller Züge konnte eingesetzt werden.

Die folgende Einstellung des Verkehrs auf der Stadtbahn zwischen Ostbahnhof und Zoo versuchten BVG und Deutsche Bahn notdürftig zu kompensieren – erstere, indem auf den Ferienfahrplan weitgehend verzichtet wurde, letztere durch zusätzlichen Einsatz von Regionalzügen, die allerdings nicht an jeder S-Bahn-Station halten. Überfüllte Bahnhöfe und Züge, desolate Informationslage und endlose Wartereien waren die Folge.

Auch wenn nun wieder mehr Züge fahren, ist die Krise noch lange nicht vorbei. Nach wie vor klaffen Lücken im Fahrplan, Wannsee und Potsdam werden gar nicht angefahren. Und nun droht auch noch Streik. [Read more →]