Hundeverbot auf dem Kollwitzplatz
Kurz vor Silvester gibt es für Berliner Hundebesitzer schon den ersten Knaller: Ab dem 01. Januar 2010 dürfen sie Fifi, Hasso und Co. nicht mehr am Kollwitzplatz ausführen. Die Verbotsschilder sind schon aufgestellt.
Immer wieder beschwerten sich vor allem Eltern, dass freilaufende Hunde ihre Kinder belästigten. Natürlich war wie überall in Berlin auch der herumliegende Hundekot ein Streitpunkt. Das Bezirksamt Pankow sah sich nun genötigt, einzugreifen. Anstatt aber mehr Spender für Hundekot-Tüten aufzustellen oder den Leinenzwang durch mehr Kontrollen effektiv durchzusetzen, entschied man sich gleich für ein Verbot. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld von 35 Euro.
Großstadthunde müssen neben dem Körnerpark, dem Traveplatz und dem Boxhagener Platz nun also eine weitere Grünfläche meiden. Dass ein Miteinander von Kindern und Hunden auch ohne Verbot funktionieren kann, wenn das Ordnungsamt nur streng genug durchgreift, zeigt die Hasenheide in Neukölln. Im Prenzlauer Berg scheinen allerdings beide Seiten nicht sonderlich an Kommunikation und Miteinander interessiert.
Natürlich sollten Hunde ihre Verdauungsreste nicht auf Kinderspielplätzen hinterlassen. Fraglich ist aber, ob sich das Verbot überhaupt durchsetzen lässt; das Bezirksamt will die Einhaltung nämlich im Rahmen der normalen Kontrollen prüfen, wie Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner gegenüber der Presse sagte. Für verstärkte Kontrollen fehlt das Geld. Also wieder eine Regel, die rücksichtslose Menschen wohl nicht abschrecken wird.