In Pankow warnt eine so genannte „Ekelliste“ Berliner Restaurantbesucher seit März 2009 vor Gaststätten mit mangelhafter Hygiene. Die amtlichen Lebensmittelkontrolleure veröffentlichen drastische Bilder und zeigen, warum man in einigen Gastronomiebetrieben besser Nichts essen sollte.
Berliner Verbraucher finden diese Ekelliste klasse – und wünschen sie sich auch für andere Bezirke der Hauptstadt. Das zeigt der erste Berliner Verbrauchermonitor (PDF), den Senatorin Katrin Lompscher erstellen ließ. 700 Berliner ab 14 Jahren wurden befragt, in welchen Bereichen ihnen Verbraucherschutz besonders wichtig ist und wie man ihn stärken könnte.
Das Thema Ernährung steht dabei an erster Stelle – die Mehrheit der Befragten spricht sich für eine Kennzeichnung von Lebensmitteln mit einer Ampel aus, die erkennen lässt, wie viel Zucker, Fett, Salz tatsächlich in den Produkten enthalten ist. Auch bei Finanzprodukten wie der Altersvorsorge oder Krediten wünschen sich Berliner eine einfache Kennzeichnung oder ein TÜV-Siegel, das gute Produkte auszeichnet und vor schlechten warnt.
Die S-Bahn-Krise spiegelt sich auch in der Verbraucherbefragung wider: 54% der Befragten zeigen sich unzufrieden.
Der Senat verspricht, den Verbraucherschutz „an den Bedürfnissen der Berliner und Berlinerinnen“ auszurichten. Die Handlungsempfehlungen dafür liegen nun auf dem Tisch - spannend ist, was daraus wird. Denn zum Beispiel der Wunsch nach einer Lebensmittelkennzeichnung lässt sich ohne Unterstützung der Bundespolitik nicht in die Tat umsetzen.