Gerade erst am 18. Dezember ging die Internationale Klimakonferenz COP15 in Kopenhagen zu Ende. Eine bindende Vereinbarung der vertretenen Nationen gab es nicht, geschweige denn einen Folgevertrag für das Kyoto-Protokoll.
Die eher unbefriedigenden Ergebnisse des Kopenhagener Gipfels werden Anfang des kommenden Jahres nun noch mal Diskussionsthema in Berlin. Am 11. Januar findet die Potsdamer Klimakonferenz statt, zu der rund 200 Experten aus Wissenschaft, Politik und Industrie zusammenkommen.
Im Juni 2010 folgt darauf der nächste, kleine Klimagipfel in der Hauptstadt. Dann trifft sich in Berlin ein Zusammenschluss von 40 Metropolen, um über „hoch effiziente Städte“ zu beraten. Das Treffen soll vor allem ein Erfahrungsaustausch werden, wie Millionenstädte ihren Energiebedarf nachhaltig senken können. Berlin steht dabei vor besonderen Herausforderungen, da die Finanzmittel nun mal eher knapp bemessen sind. Wie schützt man die Umwelt, wenn man zwar sexy, aber arm ist?
Die Berliner Grünen jedenfalls haben hohe Ambitionen: Sie wollen einen verbindlichen Parlamentsentschluss zum Berliner Klimaschutzziel 2050 erreichen. Da bleibt abzuwarten, ob hier im Kleinen gelingt, was in Kopenhagen im Großen gescheitert ist – und ob den Diskussionen auf den diversen Gipfel irgendwann auch einmal Taten folgen.