Werden in Zukunft mehr Berliner mit dem Fahrrad unterwegs sein? Verkehrsexperten gehen zumindest davon aus. Der Drahtesel sei das Verkehrsmittel der Zukunft, so steht es in der „Gesamtverkehrsprognose 2025“ für Berlin.
An der Prognose ist wohl was dran: Autofahren wird schließlich immer teurer, die Spritpreise steigen, in die Stadt kommt man nur noch mit Umweltplakette, zentrale Parkplätze kosten ebenfalls nicht wenig Geld, Falschparken ist noch teurer. Und die S-Bahn hat sich in den letzten Monaten als wenig zuverlässig dargestellt.
Dabei haben die Experten die S-Bahn-Krise in ihre Berechnungen noch gar nicht einbezogen. 27 Prozent der Fahrtwege würden laut Prognose im Jahr 2025 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Dafür wurde der demographische Wandel berücksichtig: Die Zahl der Autofahrten sinke auch, weil es 2025 mehr Rentner gebe, die nicht zur Arbeit fahren müssten.
Umweltschützer dürfte diese Nachricht freuen. Und wer sich öfter aufs Fahrrad schwingt, pustet ja nicht nur weniger Abgase in die Luft, sondern bewegt sich auch mehr und tut etwas Gutes für seine Gesundheit. Nur, ob die Berliner in einem Winter wie diesem, bei bis zu -17 Grad am frühen Morgen, tatsächlich zur Arbeit radeln, das ist noch fraglich.
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