Das war ja mal was. Wie in einem Gangsterfilm müssen sich wohl die Besucher und Teilnehmer des Poker-Tuniers im Hotel Grand Hyatt gefühlt haben, das am Samstagnachmittag von vier Männern überfallen wurde. Die Täter konnten mit 250.000 Euro entkommen. Die Beute wäre noch größer ausgefallen, wenn es einem Hotelangestellten nicht gelungen wäre, einem Täter einen Teil des Geldes wieder zu entreißen.
Die Männer gingen laut Aussage der Polizei äußerst geschickt und geplant vor. Fehler machten sie dennoch: Auf zahlreichen Aufnahmen der Überwachungskameras sind ihre Gesichter zu sehen. Zudem scheint einer der Täter seine Handschuhe ausgezogen und Fingerabdrücke sowie DNA-Spuren hinterlassen zu haben. Die Polizei ist daher guten Mutes, die Männer zu fassen. Eine konkrete heiße Spur gab es bin zum Montagmorgen allerdings noch nicht.
Die Täter hatten bei der Erbeutung des Geldes relativ leichtes Spiel: Die Geldbündel wurden in den Pokersälen einfach über den Tisch gereicht. Am Sonntag wurde daher die Anzahl des Sicherheitspersonals erhöht und die Startgelder wurden am Spielbank-Schalter ausgezahlt, der durch dickes Panzerglas gesichert war.