Als informierter Konsument gibt man sich Mühe. Man möchte alles richtig machen, ökologische Verantwortung zeigen. Fleisch kauft man daher nicht aus Massentierhaltung, Eier nicht aus Legebatterien, sondern achtet beim Einkauf auf die Kennziffer 0, die für Bio-Eier steht. Doch das nützt alles nichts, wenn einem die Zulieferbetriebe einen Strich unter die gesundheitsbewusste Rechnung machen.
Jetzt steht ein Brandenburger Betrieb in Verdacht, Bio-Hühner mit dioxinbelasteten Futtermais gefüttert zu haben. Das Dioxin findet sich auch noch in den Eiern; der Giftstoff steht in Verdacht, Krebs zu erregen.
Erste Fälle von dioxinverseuchten Eiern gab es bereits in neun anderen Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen. Die Betriebe hatten alle Futtermais von einem niederländischen Futtermittelhändler bezogen, der seinen Mais wiederum aus der Ukraine ankaufte. Dort entstand wahrscheinlich durch eine Röstung über offenen Feuer die hohe Dioxinbelastung.
Bis die Futterproben vom Brandenburger Legebetrieb ausgewertet sind, darf der Hof keine Eier mehr verkaufen. Die Supermärkte, an welche die Eier ausgeliefert wurden, haben diese bereits aus dem Sortiment genommen. Berliner und Brandenburger Verbraucher können also unbesorgt einkaufen gehen. Die Supermarktkette Lidl kündigte sogar an, bereits gekaufte Bio-Eier wieder zurückzunehmen.
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