Es geht sprichwörtlich um die Wurst – genauer gesagt um eine von Berlins berühmtesten Currywurst-Buden, Konnopke´s Imbiss. Seit 34 verkauft Waltraud Ziervogel Currywurst, seit 1983 unterhält sie den kleinen Imbiss unter den Schienen der U2 an der Schönhauser Allee. Doch der Viadukt, über den die U-Bahn in diesem Streckenabschnitt überirdisch unterwegs ist, wird saniert. Das bedeutet das vorläufige Aus für Currywurst extra-scharf und Pommes rot-weiß – mindestens für sechs Wochen muss Waltraud Ziervogel die Bude schließen.
Was kommt danach? Um diese Frage tobte seit Januar ein Streit zwischen der Betreiberin und Pankows Stadtrat Jen-Holger Kirchner. Der Stadtrat schlug vor, den Imbiss nicht zu renovieren, sondern einige Meter weiter komplett neu aufzubauen. Die Wurstverkäuferin lehnte diesen Vorschlag zunächst rundheraus ab, obwohl es nur um 20 Meter ging, die der Kiosk Richtung Norden wandern sollte.
Die Situation erschien festgefahren – doch der Mai ist ja bekanntlich der Monat der Erneuerung und so brachte der Wonnemonat auch eine neue Lösung für das Wurstgeschäft. Waltraud Ziervogel willigte schließlich ein, mitsamt Stand und Grill umzuziehen und ihr Geschäft nach den Bauarbeiten komplett neu zu eröffnen. Freunde der Berliner Currywurst können sich nach der Viadukt-Erneuerung also auf einen Imbiss nach dem modernsten Standard freuen – und natürlich auf die alt-gewohnte Wurst mit scharfer Soße.
Der Neubau wird schätzungsweise 250.000 Euro kosten, mit 100.000 Euro soll sich das Land Berlin daran beteiligen. Der neue Wurstverkauf liegt dann auch näher am versetzten Fußgängerübergang; so finden wieder viele Passanten den Weg zum traditionsreichen Konnopke´s Imbiss.
Firmen in Brandenburg:
- Restaurant im Landkreis Havelland
- Restaurants im Landkreis Uckermark
- Restaurants im Landkreis Elbe-Elster