Der heutige Dienstag verspricht etwas Abkühlung. Endlich. Doch die Erfrischungspause wird nur kurz, ab morgen sollen die Temperaturen wieder auf über 30 Grad steigen. War der Winter klirrend kalt und wollte scheinbar nicht enden, so schlägt jetzt der Sommer mit aller Macht zurück und bricht alle Hitzerekorde. Die Luft ist zum Schneiden, die Ozonwerte machen empfindlichen Menschen zusätzlich zu schaffen.
Die Berliner Freibäder freuen sich, denn sie haben gerade Hochkonjunktur. Schließlich sind Sommerferien, wer noch nicht in den Urlaub entschwunden ist, der kühlt sich in heimischen Fluten ab.
Doch was macht man, wenn man im Büro schwitzen muss und vom Freibad nur träumen kann? Viel, viel Trinken ist die oberste Devise. Fußbäder und kalte Duschen dann und wann bringen zusätzliche Abkühlung. Wer kann, sollte sich kühle, feuchte Handtücher über die Beine legen.
Büroarbeiter haben es auch noch vergleichsweise gut getroffen: Sicherheitsleute müssen in vollständiger Uniform zum Dienst antreten, Polizisten dürfen gerade mal auf ihre Mütze verzichten – und nicht zu vergessen die Bauarbeiter, die bei Bullenhitze harte körperliche Arbeit verrichten.
Die Hitze macht vor allem älteren Menschen, aber auch Kindern zu schaffen. Ein sechsjähriges Mädchen wurde gestern von seinen Eltern glatt im 40 Grad warmen Wagen sitzen gelassen. Aufmerksame Anwohner alarmierten die Polizei, die das Mädchen befreien konnte. Gegen die Eltern wird nun wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht ermittelt.
Doch natürlich bietet der Sommer auch eine Menge schöne Seiten: Eis essen, schwimmen gehen, Sonnenbaden, Grillfeten – wann ist das in Berlin schon mal so lange durchgängig möglich? Statt über die Hitze zu stöhnen, sollte man daher einen kühlen Kopf bewahren und nicht vergessen: Der nächste Winter kommt bestimmt – und dann schimpfen wieder alle über den Regen.