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Gerichtsvollzieher im Kunsthaus Tacheles

Die Situation für das Kunsthaus Tacheles in Berlin Mitte wird immer dramatischer. Momentan ist das Kunsthaus in der Oranienburger Straße noch ein großer Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt und Treffpunkt einiger Berliner. Doch seit 2008 bereits droht die Räumung, die ansässigen Künstler kämpfen gegen die HSH Nordbank, die Eigentümerin des Geländes, um ihr Bleiberecht.

Am Mittwoch stand dann plötzlich der Gerichtsvollzieher auf dem Hof. Dort befindet sich eine kleine Kunstausstellung. Der Gerichtsvollzieher wollte die Freifläche hinter dem Tacheles räumen lassen und auf eine bevorstehende Zwangsversteigerung vorbereiten. Sein Plan scheiterte allerdings an der simplen Tatsache, dass die Kunstwerke keinem eindeutigen Besitzer zugeordnet werden konnten. Laut Gerichtsbeschluss gehörten die Gegenstände einer Metallwerkstatt – die existiert aber gar nicht mehr.

Die Ausstellung bleibt also erstmal dort, wo sie ist. Ob und wann das Tacheles selbst weichen muss, steht noch in den Sternen. Einen konkreten Termin für die Zwangsversteigerung gibt es nämlich noch nicht. Die Deadline für das Café Zapata dagegen rückt immer näher: Am 21. Juli sollen die Betreiber das Café räumen.

Freiwillig aufgeben wollen sie nicht. Das will keiner der Künstler, die sich im Tacheles eingerichtet haben. Für den Erhalt des Kunsthauses wollen sie am 26. Juli demonstrieren.

Kategorie: Kultur






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