Bis zu 15.000 Menschen erwarten die Veranstalter am kommenden Sonntag, dem 28. August, zur Menschenkette um den Müggelsee, eine Protestaktion gegen die geplanten Flugrouten des neuen Berliner Flughafens. Am Montag fand die Generalprobe statt – unter der Leitung von Schauspieler Leander Hausmann machten 4.500 Menschen mit. Die Veranstalter sind optimistisch, dass sich am Sonntag noch einmal Zehntausend Menschen mehr am Müggelsee einfinden werden, um mit der Menschen- und Bootskette ihren Unmut über die Flugrouten auszudrücken.
Um den gesamten Müggelsee zu umschließen, müssten mindestens 7.500 Menschen zusammenkommen. Aufgerufen zur Protestaktion hat die Friedrichshagener Bürgerinitiative, launig abgekürzt mit FBI. Müggelsee ist einer der Stadtteile, über den die geplanten Flugrouten führen sollen – genauso wie Neuenhagen und Schöneiche. Im Juli gab die Deutsche Flugscherung die geplanten Flugrouten bekannt; trotz der vorherigen Versprechungen, dass Wohngebiete weitgehend vom Fluglärm verschont bleiben sollen, fürchten die Anwohner der südlichen Berliner Randbezirke nun den Lärm startender und landender Maschinen.
Bereits seit Bekanntgabe der derzeit geplanten Flugrouten finden in Berlin wieder Montagsdemos statt. Die Menschenkette um den Müggelsee soll nun alle Rekorde sprengen. Die Friedrichshagener Initiative hat die Protestaktion als größte Menschenkette der Welt beim Guinness Buch der Rekorde angemeldet. Um spätestens 15 Uhr soll die Kette komplett sein – im Süden, Osten und Norden des Sees sollen Menschen zu Fuß das Wasser umschließen, im Westen werden Boote die Menschenkette vervollständigen.