Berlin und Warschau feiern deutsch-polnische Beziehungen

Bessere Beziehungen zwischen Polen und Deutschland

Berlin

17.06.2016
Die Beziehung zwischen Polen und Deutschland war in der letzten Zeit eine Angespannte. Heute allerdings, anlässlich des 25. Jahrestags der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag, soll die Freundschaft zwischen beiden Ländern im Vordergrund stehen. Polens Staatspräsident Andrzei Duda traf sich mit Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin und ist heute im Kanzleramt bei Angela Merkel zu Gast, bevor er zurück nach Warschau reist und dort seinerseits Gauck in Empfang nimmt. Gauck trifft sich auch mit dem polnischen Ministerpräsidenten Beata Szydlo und will bei der Konferenz „Worauf die Zukunft Europas bauen?“ eine Rede halten.

Polens Staatspräsident Duda zu Gast in Berlin

Während einer Podiumsdiskussion am gestrigen Donnerstag warb Duda für die deutsch-polnischen Beziehungen und für eine Überwindung der derzeitigen Unstimmigkeiten. Europa sieht er vor einer ernsten Herausforderung. Das von Großbritannien für die kommende Woche geplante Referendum für den EU-Ausstieg sprach er nicht konkret an, bezeichnete ein geteiltes Europa aber als eine Niederlage der europäischen Idee. Auch das Flüchtlingsproblem müssten die europäischen Staaten im Sinne der Einheit lösen.

Im Gespräch zwischen Merkel und Duda dürfte es heute auch um das Fußballspiel Deutschland – Polen gehen, das gestern Abend unentschieden ausging.

Bessere Verbindung mit polnischen Zügen

Für eine bessere Verbindung zwischen den beiden Ländern soll derweil ganz konkret der neue Zug „Pesa Link“ sorgen. Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) stellte gestern zwei der Züge für Berlin und Brandenburg im Bahnhof Berlin-Friedrichstraße vor. Es handelt sich um die ersten Triebwagen der polnischen Firma Pesa, die für Deutschland eine Zulassung haben. Die Züge werden zunächst auf der Regionalbahnlinie RB 27 zwischen Klosterfelde und Berlin-Gesundbrunnen verkehren und im zweiten Schritt dann auf der Strecke der RB 26 zwischen Kostrzyn (Küstrin) und Strausberg sowie Berlin-Lichtenberg unterwegs sein. Insgesamt sieben der 140 km/h schnellen Züge nehmen in Berlin und Brandenburg Fahrt auf. (Foto: © JiSign)