Berliner Polizei will stärker auf Soziale Medien setzen

Berlin

23.07.2015
Was für Unternehmen und große Marken schon längst selbstverständlich ist, soll auch für die Berliner Polizei bald zum Alltag gehören: Zur Öffentlichkeitsarbeit möchte die Polizei noch stärker die sozialen Medien nutzen. Bereits seit dem Frühjahr twittert das Team Öffentlichkeitsarbeit auf zwei Kanälen: Unter @polizeiberlin gibt es Alltägliches und Aktuelles aus dem Polizeialltag. Mehr als 50.000 Follower hat der Kanal seit Montag. Unter @PolizeiBerlin_E berichten die Polizisten über aktuelle Großeinsätze bei Demos, Veranstaltungen, Queen-Besuch und CSD, mehr als 67.000 Follower lesen mit.

Eigener Sachbereich für das Social Media Team

Auch um den Facebook-Auftritt der Berliner Polizei kümmert sich das Social Media Team. Ein Werbesong, der dort veröffentlicht, wurde, stieß jedoch nicht auf große Resonanz. Der Glaube an die Macht der Sozialen Medien ist dennoch ungebrochen. Kümmerten sich zunächst nur zwei Mitarbeiter um die Bespielung der sozialen Kanäle, wurde das Team vor kurzem auf fünf Mitarbeiter aufgestockt. Das Social Media Team ist nun ein eigenständiger Sachbereich der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit.

Eine App der Berliner Polizei

Neben Twitter-Aktionen, bei denen 24 Stunden lang live von allen Noteinsätzen berichtet wird, will die Berliner Polizei künftig auch mit einer eigenen App stärker auf ihre Arbeit aufmerksam machen. Wie die Senatsverwaltung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken erklärt, wird die Entwicklung der App etwa 60.000 Euro kosten. Außerdem überlegt die Polizei gerade, ob sich Auftritte in Jobportalen wie Xing oder LinkedIn lohnen. Die Präsenz in den Sozialen Medien soll nämlich nicht nur die Öffentlichkeit über die Arbeit der Polizei informieren, sie soll vor allem auch den Nachwuchs für einen Job als Polizist oder Polizistin begeistern. (Foto: © JiSign)