Berliner Stadtbärin Schnute ist gestorben

Berlin

14.10.2015
Eine traurige Nachricht macht heute morgen Schlagzeilen: Die Berliner Stadtbärin Schnute ist tot. Das Bärenweibchen wurde 34 Jahre alt, sie musste bereits am Sonntag eingeschläfert werden. Der Gesundheitszustand des lebendigen Wappentieres war in den vergangenen Monaten immer wieder besorgniserregend gewesen und löste Diskussionen aus, ob es nicht besser wäre, den Bären zu erlösen.

Schnute, die im Köllnischen Park lebte, litt seit mehreren Jahren an Arthrose. Zuletzt hatte sich ihr Gesundheitszustand so sehr verschlechtert, dass sie nicht mehr aus eigener Kraft aus dem Außengehege in ihren Zwinger kam. Bereits im Frühjahr hatten Tierärzte gefordert, den Bären einzuschläfern. Im Sommer soll es Schnute dann wieder besser gegangen sein.

Bärengehege im Köllnischen Park soll geschlossen werden

Mit 34 Jahren hat Schnute ein für Bären stattliches Alter erreicht. Ihre Tochter Maxi, die mit ihr im Gehege am Köllnischen Park lebte, war bereits 2013 gestorben. Das Bärengehege existiert bereits seit 1939. Hier lebten die lebendigen Wappentiere von Berlin. Schnute soll allerdings der letzte Bär gewesen sein, das versprach Baustadtrat Carsten Spallek. Der Zwinger hatte sich seit der Rekonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg nicht verändert und bot den Bären einen wenig artgerechten Lebensraum. Das „Berliner Bärenbündnis“ protestierte seit Jahren gegen die Haltung der Bären in der Berliner Innenstadt. Nach Schnutes Tod wird es sich nun wohl auflösen.

Und was passiert mit dem Titel „Stadtbär“? Dafür gibt es derzeit nur noch einen Kandidaten, den Eisbären Wolodja. Der ist vier Jahre alt und zog 2013 von Moskau in den
Tierpark Friedrichsfelde. (Foto: © JiSign)