Die Mietpreisbremse ist in Berlin in Kraft

Berlin

Seit gestern, dem 1. Juni, ist sie nun in Kraft, die Mietpreisbremse. Berlin ist das erste Bundesland, das sie auch tatsächlich umgesetzt hat. Wer in der Hauptstadt eine neue Wohnung sucht, muss bei Abschluss eines neuen Mietvertrages nun keinen Mietpreis mehr akzeptieren, der mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Miete liegt. Berlin konnte die Wohnungsbremse vor allem so schnell einführen, da der Senat die gesamte Stadt zum angespannten Wohnungsmarkt erklärt hat. In welchen Wohnlagen genau die Mietpreisbremse gelten soll, entscheiden nämlich die Bundesländer selbst per Verordnung.

Und da sind andere Länder noch längst nicht so weit wie Berlin. Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg haben zwar angekündigt, bald nachzuziehen – aber noch keine Gebiete festgelegt, in denen die Mietpreisbremse gelten soll.

Die Mietpreisbremse soll verhindern, dass Mieten weiter so schnell steigen wie bisher. Ob sie dieses Ziel tatsächlich erreicht, muss sich erst noch in der Praxis zeigen. Die Bremse greift nämlich längst nicht bei allen neuen Mietverträgen: Neubauten sind von der Regelung ausgenommen. Saniert der Vermieter die Wohnung nach dem Auszug des Altmieters umfassend, darf er vom Neumieter ebenfalls mehr verlangen als nur zehn Prozent Aufschlag zur ortsüblichen Miete. ( Tipps für die Wohnungssuche in Berlin )

Eine neue und mieterfreundliche Regelung gilt dagegen seit gestern in ganz Deutschland: Ab jetzt gilt bei Maklerbeauftragung das Bestellerprinzip. Das heißt: Wer den Makler beauftragt, bezahlt ihn auch. ( Immobilienmakler in Berlin ) Zieht der Vermieter zur Vermittlung seiner Wohnungen einen Makler heran, kann er die Kosten dafür also nicht mehr auf den Mieter umlegen. (Foto: © JiSign)