Kostenloses WLAN für Berlin

Berlin

27.11.2015
650 neue WLAN-Hotspots – so viele möchte der Senat bis zum Sommer 2016 einrichten. An den touristischen Hotspots der Hauptstadt, am Gendarmenmarkt beispielsweise und am Brandenburger Tor, sollen Berliner und Besucher der Stadt kostenlos im Internet surfen können. Finanziert wird das für die Nutzer kostenfreie WLAN-Netz durch Werbung.

Hotspots sollen bis Sommer 2016 eingerichtet sein

Am Mittwoch Abend unterzeichnete der Senat einen Vertrag mit dem Betreiber ABL Social Federation aus Fürth. Wie Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei, ankündigte, wird der Betreiber mehrere Standorte mit einem rund um die Uhr zugänglichen WLAN-Netz ausstatten. Die ersten Hotspots sollen Anfang 2016 an den Start gehen. Das Projekt war schon länger im Gespräch, eine Umsetzung scheiterte aber bisher an technischen Details sowie am Denkmalschutz. Die Antennen für den WLAN-Empfang müssen an historischen Gebäuden nämlich möglichst unauffällig angebracht werden. ABL muss die Antennen jetzt an einigen Gebäuden an Regenrinnen anbringen, damit sie das äußere Erscheinungsbild nicht beeinflussen.

Erst Werbung, dann surfen

170.000 Euro Anschubfinanzierung stellt der Berliner Senat für die ersten zwei Jahre zur Verfügung. Die zusätzlichen Kosten sollen Werbepartner decken. Für die Nutzer bedeutet das: Wer sich ins kostenlose WLAN-Netz einwählt, sieht zunächst einmal Werbeanzeigen. Nach einigen Sekunden könne man das Netz dann normal nutzen, heißt es. Für die Werbefinanzierung möchte der Senat in Kürze einen Vertrag mit Audible, einer Amazon-Tochter, schließen.

Die Hotspots werden sich zunächst auf touristisch attraktive Standpunkte konzentrieren. Beispiele sind das Brandenburger Tor, der Gendarmenmarkt, das Rote Rathaus, die Philharmonie und das Theater des Westens. Damit wird nur eine relativ kleine Fläche Berlins abgedeckt. Das erntet Kritik aus der Grünen-Fraktion im Senat, die fordert, Zugangspunkte auch in Schulen, Bibliotheken und Museen einzurichten sowie auch die Flüchtlingseinrichtungen zu berücksichtigen. (Foto: © JiSign )

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