Mark Zuckerberg: Der Facebook-Chef kommt nach Berlin

Berlin

23.02.2016
Wie ticken die Facebook-Nutzer in Deutschland? Wie könnte Facebook ihrer Meinung nach besser werden? Das möchte Mark Zuckerberg, Gründer und Chef des sozialen Netzwerks, am 26. Februar 2016 bei einem Townhall-Meeting in Berlin herausfinden. Die Townhall-Meetings sind Fragestunden, bei denen Nutzer äußern können, was ihnen auf der Seele brennt. Zuckerberg kündigte das Event auf seinem Facebook-Profil an – auf englisch und deutsch – und sammelte Fragen der User. Für die Teilnahme konnten sich Facebook-Nutzer in den vergangenen Tagen online registrieren. Das Event soll aber auch per Livestream übertragen werden.

Zuckerberg auf Image-Tour

Der Facebook-Chef befindet sich in dieser Woche auf einer Image-Tour durch Deutschland und Europa. Bereits am Wochenende kam er in Barcelona an und machte auf dem Mobile World Congress, der weltweit größten Messe für mobile Kommunikation, Werbung für die Virtual Reality-Brillen und für das Facebook-Projekt „Internet.org“, das auch abgelegenen Regionen Zugang zum World Wide Web ermöglichen möchte. In Berlin trifft sich Zuckerberg nicht nur mit den Nutzern seines sozialen Netzwerks, sondern auch mit Politikern und Medien. Bei denen genießt er zurzeit nicht gerade das beste Image.

Kritik und Lob für Zuckerberg

Facebook ist vor allem in Deutschland in die Kritik geraten, dem Netzwerk wird ein zu lascher Umgang mit Hasskommentaren vorgeworfen. Gewaltaufrufe, Verleumdung, Volksverhetzung – all das widerspricht deutschem Recht, aber nicht unbedingt US-amerikanischem Recht. Facebook hatte vor einigen Wochen versprochen, das deutsche Recht zu akzeptieren. Nach Aussage einiger Anwälte habe sich allerdings an der Löschpolitik des Netzwerks noch nichts geändert: Wer in Deutschland rechtlich bedenkliche Inhalte melde, bekomme immer noch die Nachricht, dass diese Beiträge nicht gegen die Facebook-Gemeinschaftsregeln verstoßen. Die Anwälte haben daher Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt.

Mark Zuckerberg erwartet aber auch Lob – und sogar ein eigens für ihn ins Leben gerufener Preis. Am Donnerstag bekommt er den Axel-Springer-Preis verliehen, mit dem das Medienhaus ihn für die Schöpfung des „wichtigsten Kommunikationsmittels unserer Generation“ ehren möchte. (Foto: © JiSign )

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