Nach der Wahl in Berlin

Ergebnisse der Abgeordnetenhauswahl

Berlin

Die Berliner haben die große Koalition abgewählt.
Müller (SPD) und Henkel (CDU) fahren die schlechtesten Wahlergebnisse aller Zeit für ihre Parteien ein. Müller meint er hat das Wahlziel erreicht und Henkel hat nichts wichtigeres mitzuteilen als, dass er nicht zurücktreten möchte. Ja, warum auch?

Die Berliner Linke kann im Vergleich zur letzten Abgeordnetenhauswahl etwas Boden gut machen und wird knapp vor den Grünen und der AFD drittstärkste Kraft im Parlament.
Die AFD zieht aus dem Stand mit gut 14 % in das Abgeordnetenhaus ein. Ein respektables Ergebnis für die Partei. Doch nun muss sie liefern und das Wahlergebnis durch gute und konstruktive Oppositionsarbeit rechtfertigen. Außerdem muss sie sich noch klarer gegen rechtsextreme Tendenzen abgrenzen. Gelingt ihr das nicht, verschwindet sie genauso schnell wieder aus dem Parlament wie die Piraten.
Und wer wissen möchte warum fast 33 % der wahlberechtigen Berliner nicht zur Wahl gegangen ist, muss sich nur das inhaltsleere Geplapper der Spitzenpolitiker nach der Wahl anhören.
Raed Saleh, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, (Und in meinen Augen einer der meist überschätzten Politiker der Hauptstadt) war in einer Talkrunde am Wahlabend nicht in der Lage auf die Fragen der Journalisten zu antworten. Er speiste die Zuschauer mit allgemeinen Floskeln ab. Da braucht sich besonders die SPD nicht über das Wahlergebnis wundern!
Ach ja, fast vergessen die FDP ist auch wider im Abgeordnetenhaus. Tegel wird das aber auch nicht retten …

Hochrechnung der ARD von 23:47 Uhr
SPD 21,6 %
CDU 17,6 %
Linke 15,6 %
Grüne 15,2 %
AFD 14,1 %
FDP 6,7 %
Piraten 1,7 %
Andere 7,5 %

( Foto oben: © JiSign )