Nacht der Preisverleihungen in Berlin

Berlin

03.11.2015

Gleich drei Preise wurden am Montagabend in Berlin verliehen: Der „Act Now Jugend Award“ ging an engagierte Jugendliche, der Förderkreis „Denkmal der ermordeten Juden in Europa“ vergab den „Preis für Zivilcourage, gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus“ und bei der Publishers‘ Night der Zeitschriftenverleger wurde die „Goldene Victoria“ für Pressefreiheit vergeben.

Der „Act Now Jugend Award“ im Friedrichstadt-Palast

Gekomen waren prominente Preispaten: Auma Obama ist die kenianische Halbschwester des US-amerikanischen Präsidenten Barrack Obama. Zum ersten Mal vergab sie im Friedrichstadt-Palast den „Act Now Jugend Award“, als Laudatoren traten Stars wie Nena, Scorpions-Sänger Klaus Meine, Ex-Fußballer Jens Lehmann und Schauspieler Ralf Möller. Der von Auma Obama und ihrer Stiftung Stiftung Sauti Kuu gegründete Preis ehrt Jugendliche für besonderes soziales Engagement. Mit ihrer Stiftung möchte Auma Obama Kindern und Jugendlichen in Kenia helfen, der Armut zu entkommen. In Berlin sollte die Verleihung ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Integration setzen. Zu den Ausgezeichneten gehörte zum Beispiel die Schülerfirma „Namaste Nepal“ des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Freiberg in Sachsen, ein weiterer Preis ging an die Initiative „[U25] – Jugendliche helfen Jugendlichen“. Der Inspirations-Award ging nach Berlin, an Devrim Emre stellvertretend für die Gruppe „Heroes“. Himn Brimo aus Syrien engagiert sich für Flüchtline und sozial Benachteiligte und erhielt dafür den Special Award. Felix Finkbeiner aus Pähl in Bayern half der kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, 30 Millionen Bäume zu pflanzen, und bekam dafür ebenfalls eine Auszeichnung.

Preise gegen Rechtsradikalismus und für Pressefreiheit

Im Hotel Adlon ging derweil der „Preis für Zivilcourage, gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus“ an den Twitter-Account@Straßengezwitscher aus Dresden. In der Telekom-Repräsentanz zeichneten die Zeitschriftenverleger Ana Lilia Perez aus Mexiko, Farida Nekzad aus Afghanistan und Peter Bandermann aus Deutschland mit dem Preis für Pressefreiheit aus. Die Lebenswerk-Victoria ging an Daniel Barenboim für seine Bemühungen um eine Aussöhnung zwischen Israelis und Arabern. (Foto: © JiSign )