Online-Dialog zum Tempelhofer Feld geht in den Endspurt

Berlin

Wie soll das Tempelhofer Feld in Zukunft gestaltet werden? Als diese Frage vor knapp zwei Jahren gestellt wurde, nahmen rund 1,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner an einer Volksabstimmung teil. Die Mehrheit von 740.000 Wählern sprach sich damals gegen eine Randbebauung des ehemaligen Flughafengeländes aus. Am 22. März 2016 startete nun ein Online-Dialog, der nach Gestaltungsideen für das Tempelhofer Feld sucht. Noch bis zum kommenden Mittwoch, 13. April, können Berliner Bürger ihre Vorschläge einreichen. Die bisherige Beteiligung fällt allerdings dürftig aus: 56 Kommentare gingen bis zum Montag ein.

64 Seiten Entwicklungs- und Pflegeplan

Haben die Berliner das Interesse am Tempelhofer Feld verloren? Vor Ort deutet wenig darauf hin, rund 1,5 Millionen Menschen besuchen das ehemalige Flughafengelände im Jahr. Der Entwurf zum „Entwicklungs- und Pflegeplan Tempelhofer Feld“ allerdings füllt ganze 64 Seiten, dazu gibt es Anhänge und Kartenmaterial. Eine ganze Menge Stoff, die man sich durchsehen muss, bevor man einen informierten Kommentar abgeben kann. Das schreckt offenbar viele ab.

Eingeflossen in den Entwurf zum Entwicklungs- und Pflegeplan sind Zwischenergebnisse aus den online und offline durchgeführten Bürgerbefragungen, aus Informations- und Arbeitstreffen, den Thematischen Werkstätten und Redaktionsrunden.

Immerhin: Am Sonntag wies die Diskussion erst 43 Kommentare auf, bis zum Montag gingen noch 13 weitere ein. Vielleicht kommen in den letzten Tagen des Online-Dialoges noch mehr Ideen und Beiträge für die Weiternutzung zusammen. Öffentlich beraten wird der Entwurf am kommenden Montag, 18. April 2016, in der alten Zollgarage am Columbiadamm.

Zum Online-Dialog geht es hier: www.tempelhofer-feld.berlin.de
(Foto: © JiSign )