Berlin Blog

Ein Blog für Berliner und Brandenburger

Vampire im Theater des Westens

Wenn der Wetterbericht zutrifft, wird es am Sonntag zeitweise bewölkt.
Wer dann aber immer noch die Aufbruchstimmung des Frühlings hat und etwas unternehmen will, kann ab 14 Uhr im Theater des Westens ein Vampirschloss besuchen. Sowohl für Theater- wie auch Vampirfreunde gibt es eine Menge zu entdecken: Bei freiem Eintritt führt hinter der Bühne ein Erlebnispfad in sonst verborgene Winkel, zum Beispiel durch die Kostümschneiderei oder Maske. Szenische und musikalische Proben des Ensembles von „Tanz der Vampire“ können beobachtet werden, ein Tanzworkshop bietet die Möglichkeit, selbst mitzumachen und Figuren einzustudieren. Kleinere Gäste basteln Knoblauchketten und können die Kletterwand ausprobieren.
Die Autogrammstunden mit den Künstlern und der Karaoke-Wettbewerb sind die besonderen Höhepunkte – und es warten noch weitere Überraschungen auf die Besucher.

Zeit: 25. März 2012, 14 bis 19 Uhr

Ort: Theater des Westens, Kantstr. 12, 10623 Berlin

( Text: kas)

Am 23. März ist Equal Pay Day in Berlin

Der Frauentag gilt als der Tag, an dem Mutti mal ihr Frühstück ans Bett bekommt und etwas Besonderes ist – gleiches gilt für den Muttertag. Zum Glück trifft dieses Klischee nicht mehr in dem Ausmaß zu wie vor beispielsweise zwanzig Jahren. Doch es gibt noch einiges zu tun.

Also wurde die Idee des „Equal Pay Day“ aus den USA übernommen. Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen beträgt immer noch satte 23 Prozent bei gleicher Arbeit. Diskussionen über das Für oder Wider der Frauenquote täuschen nicht darüber hinweg, dass in vielen Bereichen Männern der Karriereweg ungleich leichter gemacht wird. Dass Deutschland mit dieser Praxis europaweit auf den letzten Plätzen rangiert, ist bisher kaum Thema.

 „Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts“

sagte einst  Simone de Beauvoir und ist damit noch heute tagesaktuell. So rufen die Gleichstellungsbeauftragten der Bezirksämter zur Kundgebung am 23. März am Brandenburger Tor auf. Von 12 bis 14 Uhr gibt es interessante Interviews, Musik und vieles mehr unter dem Motto „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

Doch auch ganz konkret in Euro und Cent ist dies ein besonderer Tag.
In Treptow-Köpenick haben für den 23. März viele Dienstleistungsunternehmen, Geschäfte und Restaurants ihre Beteiligung daran zugesagt, verdiente Rabatte an Frauen zu geben – auch in anderen Berliner Bezirken findet diese Idee Unterstützer.

Spannend bliebe jetzt nur noch zu erfahren, wie bei den Bezirksämtern selbst die Karrieren von Frauen verlaufen. Doch unabhängig davon können sich Interessierte dort informieren, welche Workshops und Seminare aus diesem Anlass angeboten werden. Mehr Informationen zum Equal Pay Day in Berlin gibt es hier: http://www.23-prozent.de
( Text: kas)

Frühling in Berlin – Was kann man unternehmen?

Sehnsüchtig erwartet – der Frühling. Nun ist er da und ein innerer Drang macht sich breit: irgend etwas tolles,  schönes, spannendes will ich erleben. Berlin ist dafür genau die richtige Stadt. Denn hier, wie nirgendwo sonst, gibt es zahlreiche, verschiedene Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben.

Wer es lieber gemütlich mag, wird sich vielleicht für eine Dampferfahrt entscheiden. Ob die 7-Seen-Rundfahrt ab Wannsee, die ca. 2 Stunden dauert oder die etwa 1-stündige Fahrt durch die Berliner Innenstadt, am Dom und an der Museumsinsel vorbei, bleibt dem individuellen Geschmack überlassen. Oder einfach mal beides? Auf alle Fälle gibt es Sonnenschein pur, ein kühles Getränk und eine gänzlich neue Perspektive.

Auch eine Rikscha-Fahrt vom historischen Brandenburger Tor aus bringt völlig neue Eindrücke von der Straße unter den Linden, der legendären Friedrichstraße oder dem Pariser Platz. Danach vielleicht noch auf einen Kaffee in das geschichtsträchtige und mondäne Hotel Adlon?

Wer es lieber etwas zünftig mag, der kann bei Loretta am Wannsee gemütlich ein Bier trinken ( oder in anderen Biergärten der Stadt ) und dazu ein Steak vom Grill knabbern. Mit der S-Bahn fahren Sie dann hinein in die Innenstadt und flanieren den Ku-Damm hinunter oder durchstöbern die Kiezkneipen im alten, ehrwürdigen Charlottenburg mit den wunderschönen Altbauten.

Sportlich versierte mieten sich bei der Bahn einfach ein Fahrrad und fahren am Schlachtensee entlang, kehren in das dortige Restaurant ein und geniessen den Blick auf das Wasser und auf das frische Grün der Bäume.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit im Berliner Umland an einer Kletterwand sein Geschick zu trainieren. Oder ein schöner, langer Spaziergang im Berliner Zoo entspannt die Seele. Wer mit den Tieren nicht so viel anfangen kann, wird sich vielleicht lieber mit Spaziergängen im Tiergarten – mit kurzer Erholung im Cafe am Neuen See – oder im Park vom Schloss Charlottenburg vergnügen. Gleich daneben könnnen Sie drinnen oder draußen sitzend selbst gebrautes Bier kosten. Doch Vorsicht: Wer sein Glas nicht mit einem Deckel bedeckt, dem wird fleißg nachgeschenkt…

Ein Besuch im Botanischen Garten in Lichterfelde ist sehr lehrreich und gleichzeitig gut für Körper und Geist. Mit der S-Bahn ist diese Location sehr gut zu erreichen und eröffnet auch die Möglichkeit, noch ein paar Schritte die Einkaufsstraße in Steglitz, die Schloßstraße, zu erkunden.

Was kann man in Berlin noch unternehmen?
Natürlich zieht es Wasserratten aufs und in das Wasser. Eine Bootsfahrt – auch ohne Bootsführerschein- ist im Berliner Umland auch für den kleinen Geldbeutel zu ergattern oder Sie entscheiden sich für eine gemächliche Ruderfahrt im Grunewald. Eine kleine Stärkung im Anschluß im Forsthaus Paulsborn ist sehr zu empfeheln. Oder Sie sind total tollkühn und legen sich im Freibad Halensee auf die Wiese? Abends können Sie den Abend am Strand mit einem Cocktail ausklingen lassen. Ach, möge der Frühling doch nie verklingen… ( Foto: © Katja Xenikis)

S-Bahn: Hiobsbotschaft mit guten Folgen

Zwei Wochen Komplettsperrung des östlichen Berliner Rings für ein besseres Ostkreuz

Die schlechte Nachricht zuerst: Nach den Osterferien wird der östliche Berliner Ring vom 30. März bis 16. April gesperrt sein. Alles, damit es nachher umso schöner wird,Eine Berliner s-Bahn denn in diesen zwei Wochen läuft das große Finale für den Bahnhof Ostkreuz. Bahnsteig F ist da bereits zu einer schönen Ringbahnhalle mit Serviceangeboten wie zum Beispiel einem Ticketschalter geworden – die Gleise müssen jedoch verlegt und an das elektronische Stellwerk angeschlossen werden, was leider nicht parallel sondern nur nacheinander geschehen kann.

Heißt also: Ab 30. März abends bis 16. April morgens müssen sich S-Bahn-Nutzer entweder mit dem Schienenersatzverkehr via Bus begnügen oder Alternativstrecken suchen. Bequem wird es auf keinen Fall. Im Gegenteil:
Vom 7. bis 16. April erfordert wiederum die Grunderneuerung der Hochbahntrasse Arbeiten an der U-Bahn-Linie U2 auf dem nordöstlichen Abschnitt, weil die BVG u.a. die Zugsicherungsanlagen erneuert.

S-Bahn Berlin und BVG haben ein Ersatzkonzept entwickelt, das zusätzliche Busse vorsieht… Bleibt also nur zu hoffen, dass auch wirklich alles nach Plan läuft. ( Text: kas; Foto: © fuxart )

 

6. ZEBRA Poetry Filmfestival

Zum nunmehr sechsten Mal findet im Oktober 2012 das ZEBRA Poetry Filmfestival statt. Der Einsendeschluss ist jedoch bereits am 2. Mai 2012, also in gut anderthalb Monaten. Im Rahmen dieses Filmfestivals wird eine Programmkommission Kurzfilme auswählen, die auf Poesie, auf Gedichten basieren. Eine internationale Jury kürt dann im Kino Babylon Berlin die Sieger mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro in folgenden Kategorien: ZEBRA – Preis für den besten Poesiefilm, gestiftet von der Literaturwerkstatt Berlin; Goethe Filmpreis, gestiftet vom Goethe-Institut; Ritter Sport Filmpreis, gestiftet von der Alfred Ritter GmbH & Co KG; Publikumspreis der radioeins-Jury.

Neu in diesem Jahr: Es werden vom 18. bis 21. Oktober 2012 zusätzlich die Kategorien „Bestes Erstlingswerk“, „Bester Film für Toleranz“ und „Beste filmische Gedicht-Performance“ dotiert. Alle eingereichten Werke nehmen automatisch an allen Kategorien teil, das gilt auch für den ZEBRINO, den Preis für Kinder- und Jugendfilme, bei dem junge Zuschauer den besten Poesiefilm für Acht- bis Zwölfjährige selbst bestimmen.

Teilnahmebedingungen, die vorgegebene Filmdauer und deren Format sowie andere Details finden Interessierte ab sofort auf http://www.zebra-award.org/
(Text: kas)

Betriebsrat des FEZ überreicht Unterschriftenlisten an Staatssekretärin Klebba

Steigende Energie- und Personalkosten sind einer der wichtigsten Gründe dafür, dass die Abwendung von Kürzungsvorhaben gegen das FEZ unbedingt nötig ist. Das sehen insgesamt 7952 Menschen ebenso, unter anderem Politiker wie Ekin Deligöz (Bundestag), Oliver Scholz, Mitglied des Abgeordnetenhauses, oder Wissenschaftler wie Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm und Prof. Peter Kunsmann von der Freien Universität Berlin.

Auch Dr. Sigmund Jähn unterzeichnete neben vielen anderen in Forschung und Kultur Tätigen – und natürlich vielen Eltern von Kindern, die das breite FEZ-Angebot gern und viel nutzen.

Die Mitglieder des FEZ-Betriebsrates überreichen am 6.3.2012 zudem das Kunstprojekt „Meine Hand für das FEZ“, an dem sich 2459 kleine und große FEZ-Besucher beteiligten. Zwar steht im derzeitigen Haushaltsplan die oben genannte Kürzung nicht mehr, doch ist es wichtig, dass auch zukünftig eine Finanzierung weiterhin gewährleistet bleibt. So viele FEZ-Fans, derart engagierte Mitarbeiter und ein so abwechslungsreiches Angebot für Familien und Kinder dürfen einfach nicht auf taube Ohren stoßen! ( Text: kas )

15. Kneipenmusikfest in Berlin-Friedrichshagen

Am 10. März 2012 geht´s wieder los, pünktlich zum angekündigten Witterungsumschwung gen Frühling: In 15 Kneipen findet das alljährliche Kneipenmusikfest statt. Jedes Genre ist vertreten, von Pop über Funk bis Blues. Alle, die gern Musik hören oder danach tanzen, haben eine satte Auswahl zwischen Pub, Kneipe oder Veranstaltungssaal. Wann: 10. März 2012 Wo: Friedrichshagen Preis: 15 Euro, ermäßig 12 Euro Eine Übersicht gibt es hier:
http://www.tkt-berlin.de/fileadmin/downloads/Veranstaltungen/Programm-Flyer.jpg

Veröffentlichung des Aktuellen Fortschrittsberichts über die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg

Als Vorbereitung für die nächste gemeinsame Sitzung der Länderkabinette von Berlin und Brandenburg, die am 8. Mai 2012 in Potsdam stattfindet, wurde nun der siebente „Fortschrittsbericht über die Zusammenarbeit zwischen den Ländern Brandenburg und Berlin sowie die weitere Zusammenlegung von Behörden und Sonderbehörden“ vorgestellt. Er behandelt den Zeitraum von November 2009 bis Oktober 2011. Grundlegend wird festgestellt, dass das Zusammenwirken in der Hauptstadtregion weiterhin eng und konstruktiv ist, sich die Beziehungen sogar verdichten. „Allerdings ist festzustellen, dass die gemeinsame Perspektive von Berlin-Brandenburg in der öffentlichen Diskussion seit einiger Zeit weniger Aufmerksamkeit findet. Eine Zusammenführung beider Länder innerhalb der nächsten Jahre ist nicht zu erwarten. Gemeinsame Regelungsansätze und neue gemeinsame Projekte erfordern einen höheren Begründungsaufwand und sind schwerer zu realisieren….“, heißt es weiter.

Besonderes Augenmerk wird auf die innoBB gelegt – die Gemeinsame Innovationsstrategie wurde am 21.6.2011 vom Berliner Senat und der Landesregierung Brandenburgs beschlossen „…und zur verbindlichen Richtschnur des politischen Handelns in beiden Ländern gemacht.“ Die gemeinsame Identität wirkt sich unübersehbar in allen kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen aus und das Bewusstsein dafür soll weiter gestärkt werden. ( Text: kas)

Aktuelle und auch alle bisherigen Berichte unter:

http://www.berlin-brandenburg.de/politik-verwaltung/dokumente/berichte/index.html

F.I.N.D. – Festival Internationale Neue Dramatik vom 1. bis 11. März

Die Schaubühne in Berlin zeigt anlässlich des F.I.N.D. nicht nur neue Stücke, sondern lädt Theatermacher aus aller Welt sowohl zu Workshops ein, zu einem Autorenprojekt und vielen anderem mehr – bis hin zum Netzwerken miteinander. F.I.N.D. bedeutet zudem, dass   neben internationalen Produktionen mit Über- und Untertiteln nicht allein für Anregungen an Regisseure, Autoren, Schauspieler und andere Künstler gesorgt wird – auch das interessierte Publikum kommt voll auf seine Kosten.

So vermitteln Theater-Studenten aus Deutschland, Frankreich und Polen mittels einer Aufführung Einblicke in die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit mit erfahrenen Theatermachern während des in das Festival integrierten Austauschprogramms »F.I.N.D. plus«, Gastspiele gibt es vom Theater der Nationen, Moskau, von Toneelgroep Amsterdam, La Ferme du Buisson/Comédie de Reims und vielen anderen. Angereichert mit u.a. der Szenischen Einrichtung »Die Tiefe« von Jón Atli Jónasson, Performances und Repertoire präsentiert sich Anfang März ein außergewöhnliches und facettenreiches Programm.
Informationen unter: www.schaubuehne.de
(Text: kas)

Zur Berlinale findet auch Förderung von Filmgeschichte statt

Anläßlich der Berlinale gibt es nicht nur die in den Medien gefeierten Preise für aktuelle Filme und deren Protagonisten. So kündigte der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, an, die schrittweise Digitalisierung des Filmerbes voranzutreiben – mit Unterstützung aus seinem Etat.

Stiftungen, Archive und Museen stehen vor einer schwierigen Aufgabe, was die Umstellung der Medienbranche auf digitale und hochauflösende Filmformate betrifft. Damit das deutsche Filmerbe auch dem breiten Publikum zugänglich gemacht werden kann, hat Staatsminister Bernd Neumann angekündigt, unter anderem auch die DEFA-Stiftung mit 100.000 Euro aus seinem Etat zu fördern.

Der Vorstand der DEFA-Stiftung Helmut Morsbach dazu: „Diese Unterstützung ist eine große Chance für uns, den DEFA-Dokumentarfilmbestand stärker in den Vordergrund zu rücken.“

Lediglich erste Schritte waren in den vergangenen Jahren möglich, um bekannte DEFA-Klassiker und –kultfilme in HD-Qualität zu digitalisieren. Bei einem Filmbestand von immerhin 750 Spielfilmen und 5.800 Dokumentarfilmen und Wochenschauen ist diese Förderung ein wichtiger Meilenstein, damit der DDR-Alltag weiterhin illustriert und dadurch Geschichte besser erlebbar werden kann.
( Text: kas)