Berlin Blog

Ein Blog für Berliner und Brandenburger

Sarrazins Abräumer

Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat mal wieder ins Horn gestoßen. Für fünf Euro würde er einer Befragung der Zeitschrift „Cicero“ zufolge arbeiten gehen.

Dagegen erblasst selbst der Spruch mit der Arbeitslosen-Currywurst-Diät. Viele können selbst mit diesem Stundenlohn nicht oder nur kaum über die Runden kommen. Und dann stellt sich da einer hin, der zehntausend Euro im Monat verdient (“Berliner Kurier”) und provoziert eine ganze Einkommensschicht.

Damit nicht genug: Als CDU-Wolf im SPD-Schafspelz lässt er die gesamte Bundes-Partei auflaufen, die für Einführung von Mindestlöhnen kämpft. Soll er bitte schön Finanzsenator bleiben, aber aus der Partei austreten. Solche Sprüche in der Wahlkampfzeit werden jeden Verantwortlichen in der SPD ergrausen lassen und den anderen Parteien Wahlkampf-Munition liefern.

Ach übrigens: Die Erhöhung des Wohngelds ist durch. Aber das dürften wir wohl nicht Herrn Sarrazin zu verdanken haben.

Mehrfacher Mordversuch von Mutter an einjährigem Sohn

Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte eine 39-jährige Frau aus Frohnau im Herbst 2007 mehrfach versucht, ihren damals einjährigen Sohn durch verschmutzte Spritzen zu töten. Das berichtet die “Berliner Morgenpost”. Das Kind kam dadurch mehrfach in eine lebensbedrohliche Situation. Die schweren Erkrankungen ergaben für sich einzeln genommen kein klares Bild eines Verbrechens. Erst durch Aufmerksamkeit der behandelnden Ärzte in Verbindung mit polizeilichen Ermittlungen fügte sich das Puzzle zu einem Gesamtbild. Was war geschehen?

Der Sohn mußte mehrmals wegen fiebriger Blutvergiftungen ärztlich behandelt werden. Doch die Ärzte konnten zunächst keine medizinischen Ursachen für die lebensbedrohlichen Zustände entdecken. Dann kam die Lösung: Bei der letzten Einlieferung konnten sie in den privaten Sachen der Frohnauerin eine gebrauchte Einwegkanüle ausmachen. Der Anruf bei der zuständigen Behörde bestätigte nur die Ermittlungen der Polizei. Die Staatsanwaltschaft beantragte gestern Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Die Frau wurde bereits dem Haftrichter vorgeführt.

ILA 2008 wird morgen eröffnet

Morgen beginnt die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Schönefeld. Das berichtet die “Berliner Morgenpost”. Gezeigt werden mehr als 300 Fluggeräte. Sie ist die älteste Luftfahrtmesse der Welt und wird nächstes Jahr 100 Jahre alt. Letztes Jahr interessierten sich 251.150 Besucher (136.150 Privatleute und 115.000 Fachbesucher) für die Messe. Auch dieses Jahr wird mit einer ähnlich hohen Zahl gerechnet. Weiterlesen

Mutter will ihre ausgesetzten Zwillinge zurück

Die Mutter, der beiden in der Berliner Charité ausgesetzten Babys hat es sich “anders überlegt”. Sie will nun doch ihre Kinder wiederhaben. Sie habe sich bereits am Freitagabend im Bezirksamt Berlin Mitte gemeldet, wird Jugendstadtrat Rainer-Maria Fritsch in der “Berliner Morgenpost” zitiert. Bereits am Samstag habe ein Gespräch zwischen der Mutter und dem Kindernotdienst statt gefunden. Im Ergebnis habe man vereinbart, dass der Notdienst die Babys weiter versorgen werde. Erst am Montag solle geklärt werden, ob die Mutter sie wieder zurück bekomme. Weiterlesen

Neues Autobahn-Teilstück zum Flughafen Schönefeld freigegeben

Das fast 300 Millionen Euro teure und 10,5 Kilometer lange Teilstück der A113 ist am Freitag mit einer Festveranstaltung freigegeben worden. Nun ist es theoretisch möglich, von Wilmersdorf zum Flughafen Schönefeld in nur 25 Minuten zu gelangen. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzek (SPD) bezeichnet in “WELT ONLINE” das Ganze als “hochleistungsfähige Verkehrsader”. Sie zeige, dass es mit dem dem Großflughafen BBI in Schönefeld vorangehe. Auch Flughafen-Chef Dr. Rainer Schwarz ist voll des Lobes: “Unsere Fluggäste biegen jetzt von der Autobahn direkt zum Terminal ab – komfortabler geht es nicht,” wird er in der Zeitung zitiert. Weiterlesen

Berlin – eine fahrradfreundliche Stadt

Berlin macht mehr denn je für den Fahrradverkehr in der Stadt. Neuerdings gibt es im Regierungsviertel mit Radstreifen markiere Straßen, ist im “Tagesspiegel” zu lesen. Insgesamt soll es 150 Einzelvorhaben dieser Art geben, wird Heribert Guggenthaler zitiert. Er ist Leiter des Referats Straßenplanung der Verkehrsverwaltung. Aber auch Großprojekte finden sich auf seiner Liste. Weiterlesen

Nicht fachgerechte Dacharbeiten Ursache für Philharmonie-Brand?

Wie der Berliner “Tagesspiegel” berichtet, ist der Brand in der Philharmonie nach Einschätzung der Polizei durch “fahrlässige Brandstiftung verursacht worden”. Die Ermittlungen des Brandkommissariats dauern derzeit noch an. Zur Zeit werden die Materialproben noch genauestens untersucht. Höchstwahrscheinlich haben nicht fachgerechte Dacharbeiten das Wärmedämmmaterial unterhalb des Daches entzündet. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe. Weiterlesen

Unhaltbare Zustände auf dem Kinderbauernhof “Görli”?

“Wo früher der Görlitzer Bahnhof stand ist heute ein Park, in dem sich der Kinderbauernhof befindet. Dazu gehören das große Spielhaus, Nachbarschaftsgarten, Wasserspielplatz und viele Tiere: Schafe, Ziegen, Schweine, Esel, Hühner, Enten und Kaninchen. Wer sie füttern möchte, kann für wenig Geld kleine Futtertüten kaufen”. So steht es geschrieben auf der Homepage des Kinderbauernhofs “Görli”. Weiterlesen

Streik ab morgen in Berlins Kitas und Horten

Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst verschärft sich. Wie “WELT ONLINE” berichtet, werden 5000 Erzieher ab morgen für zwei Tage Berlins Schulhorte und Kitas bestreiken. Während einige zumindest einen Notdienst anbieten, werden einige Einrichtungen komplett dicht machen. Auch die Feuerwehr streikt. Hier sind jedoch nur die Werkstätten betroffen. Drastische Worte fand die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Rose-Marie Seggelke. Ihrer Meinung nach leben der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Innensenator Ehrhart Körting in einem “Paralleluniversum”. Weiterlesen

Berlin Hauptstadt der Artenvielfalt?

Naturschutzexperten streiten darüber, ob Berlin für Tiere und Pflanzen “ein Paradies oder doch eher eine Zumutung ist”, schreibt die “taz”. Für den Münchener Professor für Naturschutz, Josef Reichholf, ist die Hauptstadt eine “Insel der Vielfalt”. Tiere und Pflanzen fänden hier zum Teil bessere Bedingungen, als auf dem Land, wo “große Flächen agrarwirtschaftlich genutzt würden”, so der Experte. Für Klemens Steiof, zuständiger Artenschutz-Fachmann bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, ist diese Darstellung jedoch eine populistisch verkürzte These. Tatsächlich stehe in Berlin durchschnittlich über die Hälfte auf den “Roten Listen” der gefährdeten Arten. Zudem spiele nicht nur Artenvielfalt eine Rolle, sondern auch ihre Seltenheit. Und da könne Berlin mit Brandenburg “nicht mithalten”. Weiterlesen