Die Statistiken vermelden gute Zahlen: Die Arbeitslosenquote ist trotz des frühen Wintereinbruchs im November nicht weiter angestiegen – nein, sogar gesunken ist sie im Vergleich zum Vormonat. Auch Berlin kann sich über sinkende Arbeitslosenzahlen freuen. Leider gilt dies nicht für Brandenburg.
Am heutigen Dienstag legte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit die aktuellen Zahlen für November vor. So recht mag ja noch niemand dem Aufschwung nach der Krise trauen, daher wurden die Statistiken eher skeptisch erwartet. Doch siehe da, in der Hauptstadt bleibt der gewöhnliche saisonale Anstieg der Arbeitslosenzahlen aus. 215.293 Menschen sind zurzeit in Berlin erwerbslos gemeldet, das sind etwa 4000 weniger als im Oktober und 10.740 weniger als noch vor einem Jahr. Über 11.800 Stellen warten laut Bundesagentur für Arbeit auch noch darauf, besetzt zu werden. Berlin liegt damit im Bundestrend, wo die Arbeitslosenzahl unter die magischen 3 Millionen Erwerbslosen fiel – bundesweit sind 2,93 Millionen Menschen erwerbslos gemeldet. Das Weihnachtsgeschäft mögen solche Meldungen sicher ankurbeln.
Weniger gut sieht es dagegen in Brandenburg aus. Nachdem hier wegen der ungünstigen Witterungsbedingungen Ernten vorgezogen werden mussten oder sogar ganz ausgefallen sind, macht sich hier das saisonale Tief bemerkbar: 132.370 Menschen sind im Bundesland als arbeitslos gemeldet, immerhin 1.000 mehr als im Oktober. Im Vergleich zum November 2009 sind nun allerdings knapp 14.000 Menschen mehr in Arbeit.
Der erste Streik traf Berlin überraschend und war mehr als ein kurzer Warnschuss: Nicht nur den ganzen Freitag hindurch sondern noch bis weit in den Samstag hinein standen Anfang Februar die Räder von Bussen, Trams und U-Bahnen still. Die Bürger nahmen es relativ gelassen: Viele Nichtmotorisierte stiegen bei Sonnenschein aufs Fahrrad um oder nutzten die nicht zur BVG gehörigen S- und Regional-Bahnen.