Party im verlassenen Spreepark
Acht Jahre lang ist nichts passiert im Ostberliner Spreepark. Seit acht Jahren stehen in dem Vergnügungspark im Pläntnerwald die Karussells still, acht Jahre lang hatte die Vegetation Zeit, Riesenrad, Kioske und Teiche zu überwuchern. Nachdem die Betreiberfamilie Witte 200 Insolvenz anmelden musste, verkam der Spreepark zum zerfallenen Vergnügungspark der Geister.
Doch am kommenden Wochenende soll auf dem verwunschenen Gelände wieder Leben einkehren. Von Samstag, 14 Uhr, bis zum Sonntagabend um 22 Uhr sollen sich hier 5.000 Gäste tummeln, zu House-Musik tanzen und Artisten und Clowns bei ihren Auftritten zusehen. Luna Land Festival nennt sich das Spektakel, organisiert wird es von der gebürtigen Hamburgerin Jenny Tan und ihrer Mutter Chris Tan. Die beiden Frauen glauben an das Potenzial des verlassenen Spreeparks.
Als Veranstaltungsort ist das Gelände sicherlich reizvoll. Die verfallen-romantische Atmosphäre könnte sich gut für eine dauerhafte Party-Location für durchfeierte Sommernächte eignen und Leute anziehen, die mal „etwas anderes“ suchen. Das Berliner Umweltamt hat schon sein OK gegeben, ebenso das Gewerbeamt, das den Verkauf von Speisen und Getränken erlaubt. Nun hängt es am Sicherheitskonzept, das noch vom Bezirksamt Treptow-Köpenick und der Polizei geprüft wird. Nach den schrecklichen Ereignissen der Love Parade wird auf das Sicherheitskonzept besonderes Augenmerk gelegt – gerade an einem Ort, der durch kaputte Karussells und verfallene Gebäude einige Gefahrenquellen aufweist. Dennoch wäre es schön, wenn der Spreepark auf diesem Wege wieder ein Ort der guten Laune und der ausgelassenen Party werden könnte.