Viele Berliner und Besucher der Stadt planen in diesen Tagen einen Bummel über den Weihnachtsmarkt. Gemütlich soll es werden, Schmalzkuchen und Glühwein locken und vielleicht das ein oder andere Präsent. Doch für einige Weihnachtsmarkt-Bummler nahm der Besuch keinen guten Ausgang: Sie hatten von einem Unbekannten kleine Schnapsfläschchen oder Pappbecher angenommen. Die enthielten allerdings nicht nur Alkohol, sondern auch so genannte K.O.-Tropfen. Bisher mussten acht Personen im Krankenhaus behandelt werden, das aktuellste Opfer der perfiden Taktik ist ein 15jhriges Mädchen.
Ein unbekannter Mann macht nun den Passanten auf den Weihnachtsmärkten und der Polizei Sorgen. Er verkleidet sich als Weihnachtsmann, was es nicht einfacher macht, ihn im Getümmel zu erkennen. Bis jetzt ist bekannt, dass er etwa 45 Jahre alt und 1,80 Meter groß sein soll sowie dunkelblonde Haare habe. Bisher traf es Besucher des Weihnachtsmarktes am Opernpalais, an der Gedächtniskirche und am Alex. In allen Fällen waren die so genannten K.O.-Tropfen im Spiel. Diese sind zwar keineswegs tödlich, verursachen bei den Betroffenen allerdings Übelkeit und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Laut Aussage der Opfer habe der Täter behauptet, die Geburt seines Kindes mit den Passanten feiern zu wollen und daher gratis Getränke verteilt. Um sich vor dem Panscher zu schützen, sollten sich Weihnachtsmarktbesucher eine alte Warnung aus Kindertagen wieder vor Augen halten: Süßigkeiten von Fremden nimmt man nicht an – und gleiches gilt auch für Alkohol.
