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Keine kommerzielle Werbung an der Siegessäule

Die Goldelse hat etwas an Glanz verloren. Mehr als 20 Jahre sind seit der letzten Sanierung vergangen – nun beginnen die neuen Restaurierungsarbeiten an der Siegessäule. Die im Volksmund Else genannte Figur der römischen Siegesgöttin Viktoria wird komplett neu vergoldet. Auch die Säule selbst wird erneuert, schadhafte Natursteine werden ausgetauscht, Fugen ausgebessert und Graffiti entfernt. Gute 4,3 Millionen werden die Arbeiten kosten, die eines von Berlins bekanntesten Wahrzeichen in neuem Glanz erstrahlen lassen. Bis Oktober soll die Sanierung dauern, dann können wieder Touristen zur Goldfigur emporsteigen.

Das Baugerüst, welches die Siegessäule während der Restaurierung umgibt, soll dabei nicht nackt bleiben. Allerdings werden auf der Plane, die das Gerüst bis zum Beginn der Sanierung umgibt, keine kommerziellen Werbesprüche zu lesen sein. Stattdessen will die Hauptstadt für sich selbst werben – „Be Berlin“ statt „Drink CocaCola“.

Mit dieser Entscheidung entspricht der Senat der neuen Bauordnung. Nachdem es immer wieder Ärger um Riesenplakate an Baugerüsten gab, dürfen die gigantischen Werbebanner ohne Genehmigung der Bezirksämter nicht mehr angebracht werden. Das entschied der Senat Anfang Februar. Durch diese Maßnahme bleibt die Goldelse während der Restaurierung zwar optisch ansprechend – der Stadt gehen aber auch massiv Werbeeinnahmen verloren. Doch das passt ja zu einem anderen Slogan, der Berlin charakterisiert: „Arm, aber sexy“.

Schneller, höher, weiter…

Berlins Bewerbung um die Olympiade 2000 ist 1993 furios gescheitert, Sydney in Australien bekam den Zuschlag. Und auch in nächster Zukunft werden die Spiele woanders ausgetragen. Frühestens 2020 gibt es für Berlin wieder eine Chance.
Vielleicht ein Grund mehr, am Osterwochenende den alten Olympiapark rund ums Olympiastadion zu erforschen und etwas über die Olympischen Spiele 1936 zu erfahren.

Von Karfreitag bis Ostersonntag öffnet das Olympiagelände nämlich erstmals seine Tore für jedermann. Dann kann man sich dort per Fahrrad, Kleinbus oder beim Spazieren die Sehenswürdigkeiten des Parks erklären lassen, zu Fuß, mit Segways oder mit dem eigenen Rad individuell den Spuren olympischer Geschichte folgen. Auch der Glockenturm, der Kuppelsaal und der Lichthof des Deutschen Sportforums können besichtigt werden.

Und auf den Sportplätzen des Olympiaparks gibt es reichlich Aktion: 600 Fußballer aus ganz Deutschland kämpfen an diesen Tagen um den Nike Premier Cup.

Nicht nur bemalte Eier..

.. sondern auch mit Wachsapplikationen versehene, gekratzte und gelöcherte Eier gibt es im Museumsdorf Düppel zu sehen und zu kaufen.
Vom 10. bis 13. April findet hier jeweils von 10-17 Uhr, eine Ostereier- Ausstellung statt. Die mittlerweile traditionelle Veranstaltung gibt es seit 19 Jahren und ist auch in diesem Jahr mit einem Ostermarkt verbunden. Künstler aus Berlin und dem Umland, sowie aus Osteuropa, zeigen ihre Fertigkeiten in den verschiedensten Mal- und Verzierungstechniken und bieten die Ergebnisse zum Kauf an. Toll (nicht nur) für Kinder: auch zum Selbstbemalen oder Sammeln können vom Wachtelei bis zum grünen Emuei die verschiedensten Eier im Naturzustand gekauft werden.

Verschandelung eines Mahnmals

Berliner Mauerweg

Der Berliner Mauerweg im Süden Berlins (Grenzbereich Gropiusstadt Richtung Rudower Allee). Hier tummeln sich Jogger, Walker, Scater, Fahrradfahrer, Spaziergänger und vor allem Hundehalter nebst tierischem Anhang. Sogar als Übungsstrecke zum führerscheinlosen Motorradfahren wird er gelegentlich missbraucht. Er führt rund 160 km um die Stadt herum. Im übertragenen Sinn ist die Strecke deshalb das vielleicht am längsten begehbare Mahnmal der Welt.

Deshalb sind hier – wie auf anderen Teilabschnitten – auch Touristen anzutreffen. Sie haben vielleicht nur einmal im Leben die Gelegenheit, diesen Weg zu laufen. Und dann wollen sie vor allem eins: sich durch die aufgestellten Informationstafeln über den historischen Background informieren. Ich konnte schon beiläufig amerikanischem oder japanischem Geplauder lauschen.

Schmierereien an Info-Tafeln

Und dann das: An Fassadenschmierereien mag sich so mancher im Laufe seines Lebens gewöhnt haben. Manches Gespritzel wird von Hauseigentümern jahrelang oder überhaupt nicht mehr entfernt. Es wäre ein Kampf gegen Windmühlen. Aber nun werden selbst die Info-Tafeln am Mauerweg davon nicht verschont. Was mag nur in den hirnlosen Köpfen solcher Sprayer vorgehen? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Dies sind keine x-beliebigen Schmierereien. Das ist die Verschandelung eines Mahnmals!

Das Haus am Werderschen Markt: Bank, Komitee, Amt

Und nur im Kreml drüben ist noch Licht.“ Mit dieser gleisnerischen Plattitüde erhob der Dichter Erich Weinert (1890-1953)
die Einschlafprobleme des Jossif Stalin in den Rang landesväterlicher Fürsorge. Da buk man in Ostberlin immer schon kleinere Brötchen. Hinter den mittleren Fenstern im zweiten Stock des SED-Zentralkomitees im Haus am Werderschen Markt, durch die Erich Honecker bei der Arbeit in Richtung Schinkels Schlossbrücke blicken konnte, regte sich abends beizeiten nichts mehr, geschweige dass spät noch Licht auf den Vorplatz hinaus gefallen wäre. Spätestens um 19 Uhr war Feierabend. Entweder rief eine Skatrunde oder ein paar zusammengetriebene Trophäenträger warteten an einer Futterstelle in der Schorfheide auf die finalen Schüsse … weiter lesen

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Die Berliner Mauer

Ihr Schicksal nahm 59 Tage vor dem 13. August 1961 mit der dreisten Lüge Walter Ulbrichts (1893-1973) „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ seinen Lauf. Zu der durchsichtigen Falschaussage hatte sich der Leipziger Tischler mit der dominanten Fistelstimme von der Korrespondentin der Frankfurter Rundschau Annamarie Doherr (1909-1974) hinreißen lassen. [Read more →]