In Friedrichshain-Kreuzberg ist Wohnraum teuer
Der Wohnungsmarkt in Berlin ist entspannt, gut 5,5 Prozent der Wohnungen stehen leer. Und wer in der Hauptstadt wohnt, wohnt noch immer unschlagbar günstig. Die durchschnittlichen Netto-Kaltmieten sind so gering wie in kaum einer anderen Stadt. 4,83 Euro zahlten die Berliner 2009 im Schnitt für den Quadratmeter, so berichtet der aktuelle Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin. Damit stiegen die Mieten im Vergleich zu 2008 um 0,8 Prozent.
In den Genuss der günstigen Mieten kommt man aber nun leider nicht in allen Bezirken. Insbesondere, wer nach Friedrichshain-Kreuzberg ziehen will, muss mit viel höheren Kosten rechnen. In dem Bezirk, der gemessen am Einkommen der Bewohner nicht gerade zu den Reichsten gehört, stiegen die Mieten auf durchschnittlich 6,24 Euro pro Quadratmeter. Auf der Halbinsel Strahlau muss man bis zu 7,32 für den Quadratmeter Wohnfläche ausgeben. Ähnlich teuer ist Wohnen nur noch im mondänen Charlottenburg-Wilmersdorf.
Friedrichshain-Kreuzberg ist angesagt, Wohnungen hier sind begehrt, genauso wie in den Bezirken Mitte und Pankow. In den In-Bezirken zahlt man fürs Flair, für die Nähe zu hippen Bars, Cafés und Geschäften. Junge Kreative, besonders Zugezogene, wollen hier wohnen – und suchen vor allem nach Single-Wohnungen. So kommt es, dass besonders die kleinen Wohnungen teurer geworden sind: Die Mieten für Single-Wohnungen stiegen um ganze 16 Prozent, die Preise für größere Wohnungen dagegen steigen moderater an.
