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Eine Privatschule für den Wedding

08.04.2014

Wer das Wort „Privatschule“ hört, hat vermutlich immer noch eine eher elitäre Bildungsanstalt im Kopf. An eine Privatschule im – wirklich wenig elitären – Wedding, die sich um sozial benachteiligte Kinder kümmern möchte, denkt man da eher weniger. Genau so eine Schule eröffnet nun aber, genau hier, im Wedding, der vielen als Problemkiez gilt. Fiona Brunk und Stefan Döring hatten die Idee zur besonderen Privatschule, die auch Schüler aus sozial schwachen Familien und mit Migrationshintergrund aufnehmen will. Das Ziel: Soziale Herkunft soll nicht mehr über Bildungserfolg entscheiden.

Die Herkunft hat in Deutschland einen so großen Einfluss auf die Bildung eines Kindes wie in kaum einem anderen europäischen Land. Verkürzt gesagt: Kinder aus Akademikerfamilien schaffen den Weg zum Abitur und schließen ebenfalls ein Studium ab, Kinder aus ärmeren Familien oder aus Einwandererfamilien dagegen gehen oft nicht aufs Gymnasium.  (Info: Zur Zeit leben ca. 504 000 Ausländer in Berlin. Darunter viele Kinder) Im Wedding erreichen 14 von 50 Schülern keinen Schulabschluss. Die neue Privatschule im Wedding will das ändern und Schüler dafür von der fünften? bis zur zehnten Klasse begleiten. Auf dem Lehrplan stehen neben den bekannten Fächern Arabisch, Türkisch und ein Fach namens „Zukunft“, von der siebten Klasse an absolvieren die Schüler Praktika, wöchentliche Zielgespräche zwischen Schülern und Lehrern sollen die Kinder motivieren. Am Ende soll jeder Schüler einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben oder auf das Gymnasium wechseln.

Die erste Klasse soll nach den Sommerferien 2014 starten, drei Lehrer sind bereits eingestellt. Allein an Schülern fehlt es dem Projekt noch, nur zwölf sind bisher angemeldet. Auch ein Schulgebäude haben Brunk und Döring noch nicht gefunden, daher fehlt die offizielle Genehmigung zum Schulbetrieb.

Und wie will sich die neue Privatschule finanzieren? Etwa 300.000 Euro brauchen die Betreiber für das erste Schuljahr. Nur etwa fünf Prozent sollen die Eltern beisteuern. Hartz IV-Familien müssen keine Beiträge zahlen, wer arbeitet, zahlt in etwa so viel, wie für eine Kita fällig wird. Gut die Hälfte des Geldes zahlt der Staat, die andere Hälfte kommt von Stiftungen und Privatpersonen.

Das Aus für die Berliner Ekellisten?

25.03.2014

Die Berliner Ekellisten – gut oder schlecht?

„Alles sauber. Also rein.“ Ein Sticker mit diesem Wortspiel und einem freundlich lächelnden Gesicht soll Kunden auf Geschäfte, Restaurants und Fleischereien aufmerksam machen, die die Hygienekontrollen ohne Beanstandung überstanden haben. Welche Ladenlokale ohne Smiley auskommen müssen, sollen Verbraucher auf den sogenannten Ekellisten oder Smiley-Listen der Bezirke im Internet nachlesen können. Doch vor kurzem haben zwei Supermarktketten gegen die Hygienebewertung geklagt – und Recht bekommen.

Smiley Liste aus Pankow
Pankow und Lichtenberg planen die Veröffentlichung der Hygienebewertungen. Verbesserte Transparenz für Verbraucher ist ein Ziel, außerdem eine abschreckende Wirkung für Betriebe, die sich nicht an die Hygienevorschriften halten. Im Eilverfahren klagten die zwei Supermarktketten gegen die geplante Veröffentlichung. Das Gericht entschied im Sinne der Supermärkte; für die Smiley-Listen, die nach dänischem Vorbild geführt werden sollen, fehle in Deutschland ein bundeseinheitliches Gesetz und damit die Rechtsgrundlage. Die Urteile sind zwar Einzelfallentscheidungen, haben aber wegweisende Bedeutung; andere Kläger könnten nun nachziehen und ebenfalls Recht bekommen. Lichtenberg hat sein Portal nach dem Urteil bereits abgeschaltet, Pankow prüft noch Möglichkeiten, eigene Rechtsmittel einzulegen.

Schon im letzten Jahr musste das Portal „Sicher essen in Berlin“ vom Netz, das nach Pankower Vorbild Ergebnisse der Lebensmittelkontrolleure veröffentlichen wollte. Zahlreiche bundesweite Gerichtsurteile untersagen allerdings eine derartige Veröffentlichung.

Pankow betreibt die Smiley- oder Ekellisten bereits seit 2009 und möchte sich so schnell auch nicht davon trennen. Das Angebot sei rechtssicher, beharrt Stadtrat Torsten Kühne (CDU). Noch ist das Pankower Portal daher erreichbar.
Kennen Sie unsere Verzeichnis von Gaststätten in Berlin?

Hinterhöfe, große Parks – Berliner Frühling ist der schönste

23.03.2014

Frühling 2014 in Berlin

Der Frühling 2014 in Berlin
Foto: © jasonts

Die Berliner Luft ist sprichwörtlich etwas Besonderes. Wenn dazu noch laue Frühlingsdüfte die Nasen umwehen, dann hält es keinen mehr in den vier Wänden. Die Touristenschar wächst zusehends. In der City sind die Brunnenränder von Menschen umsäumt, die sich in der Sonne rekeln. Freiluftaktivitäten sind angesagt. Freunde der Drahtesel können anfangen zu debattieren, welche für einen passenden Ausflug zu entscheiden. Wer es weniger sportlich angehen möchte, der genießt eine Dampferfahrt auf der Spree oder der Dahme. Dampferfahrten sind besonders für Berlinbesucher attraktiv, denn viele Schiffe fahren auch direkt durch die Stadt, vorbei an historischen Bauwerken. Zu den optischen Eindrücken kommen noch die Erklärungen und Anekdoten der Berliner Schiffskapitäne, die damit reichlich aufwarten und zur Erheiterung beitragen. Im originalen Berliner Dialekt, das versteht sich von selbst.

Der Berliner Frühling ist rundum ein Vergnügen. Frühlingsfeste, Baumblütenfeste; kein Grund ist zu simpel, dass man nicht ein Fest daraus machen könnte. Die Berliner sind gesellig und das spüren auch die Touristen, wenn sie sich darauf einlassen.
Der Potsdamer Platz mitten im Zentrum ist ein Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Auch da wird der Frühling gefeiert. Beispielsweise mit dem Festival „Herzgrün – Liebeslieder im Gewächshaus“, das in die beiden Gewächshäuser für gute Frühlingslaune sorgt und zum Frühlingsanfang stattfindet.
Für das Grillen im Freien bietet Berlin ausgewiesene Grill- und Picknickplätze an. Sei es der Görlitzer Park in Kreuzberg, der Schlesische Busch am Flutgraben in Treptow oder in Charlottenburg am Goslaer Ufer, wo zwischen dem alten Gaswerk und dem Verbindungskanal Tummelplätze zu finden sind. Das ist nur eine kleine Auswahl, eine genaue Auflistung über die aktuell vorhandenen Grillplätze gibt es bei den Touristeninformationen oder im Internet. Die Einheimischen kennen ihre Lieblingsplätze und wissen auch, dass das Grillen im Tiergarten nicht mehr erlaubt ist. Doch der Tiergarten selbst ist dennoch eine nach wie vor beliebte grüne Oase inmitten des verkehrsreichen Treibens an der Straße des 17. Juni, der großen Ost-West-Achse in Berlin. In Berlin-Mitte ist auch der Monbijoupark eine wundervolle Grünfläche, um den Frühling hautnah zu erleben. Hier gibt es nahe der Oranienburgerstraße übrigens auch einen offiziellen Grillplatz.
Touristen werden wahrscheinlich lieber etwas gehobener speisen wollen. Viele Lokale laden auch mit Plätzen im Freien ein. Urig und auch mit Fahrradverleih gibt es beispielsweise in der Nähe des Grunewaldes die „Scheune“. Besondere Events sind hauseigen und selbstverständlich. Bei einem Bayerischen Abend werden sich die Auswärtigen aus dem Süden ein wenig leichter eingewöhnen. Die Bayern und die Berliner „können“ gut miteinander. Sie haben einen ähnlichen Humor, können austeilen und einstecken gleichermaßen. Die Berliner sind halt etwas schneller. ( Biergärten in Berlin)
Richtig fein wird es im Grunewald, wo mittendrin das „Châlet Suisse“ steht. Höchstens eine Viertelstunde vom Ku’damm entfernt glaubt man, in einem kleinen Paradies angekommen zu sein. Der Ku’damm selbst als Flaniermeile ist natürlich gerade im Frühling ein Muss.
In und um Berlin gibt es so viel herrliche Natur, den Wannsee, den Müggelsee, den Orankesee und viele mehr.
Auch der Tierpark in Berlin Lichtenberg ist besonders im Frühling sehr schön! Da ist nicht nur der Frühling etwas Besonderes.
Berlin punktet zu jeder Jahreszeit.

Berlins Einwohnerzahl steigt stärker als erwartet

20.02.2014

Berlin übt auf Menschen auf aller Welt eine starke Anziehungskraft aus. Vor allem immer mehr junge Menschen wollen hier leben. Wie attraktiv die deutsche Hauptstadt ist, hat nun selbst die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung überrascht – die tatsächlichen Zuwanderungszahlen liegen nämlich weit über den höchsten Prognosen. Im Jahr 2013 stieg die Zahl der in Berlin gemeldeten Einwohner um 47.800 Personen an, weit mehr als erwartet. Über die vergangenen drei Jahre gesehen, zogen 130.000 Menschen nach Berlin; Politiker und Stadtentwickler gingen derweil von einem Zuzug von nur 30.200 bis 37.750 Personen aus.

Mitte, Pankow und Lichtenberg gehören zu den beliebtesten Bezirken. Die Anziehungskraft der Stadt kann die Berliner Politik eigentlich freuen. Mehr Einwohner bedeutet: mehr Menschen, die Steuern zahlen, außerdem erhält Berlin wieder mehr Mittel aus dem Länderfinanzausgleich; nach den Ergebnissen des letzten Zensus waren diese zusammengestrichen worden. Sie stellt den Senat allerdings auch vor große Herausforderungen: Wo immer mehr Menschen leben wollen, muss auch ausreichender Wohnraum vorhanden sein. Außerdem braucht es mehr Kita-Plätze für junge Familien, mehr Lehrer an den Schulen, auch mehr öffentliche Verkehrsmittel. Mehr Menschen bringen der Stadt also nicht nur mehr Geld, sondern kosten auch einiges.

Besonders auf dem Wohnungsmarkt ist Handeln gefragt. Den 82.000 Menschen, die in den Jahren 2011 und 2012 nach Berlin gezogen sind, stehen nur rund 10.000 neu fertiggestellte Wohnungen gegenüber. Der bisherige Leerstand konnte das Plus an Zugezogenen auffangen, allerdings schrumpft die Leerstandsreserve.
Mehr als 500 000 Ausländer leben in Berlin und machen das Leben in der Hauptstadt bunt!

 

Berlins Arbeitslosenquote steigt auf 11,9 Prozent

30.01.2014
Zu Jahresbeginn gab es gute Nachrichten von der Bundesregierung zu hören: Zwar viel das Wirtschaftswachstum nicht so hoch aus wie im Vorjahr, für 2014 werde allerdings ein kräftiger Anstieg erwartet. Die neu veröffentlichten Arbeitslosenzahlen deuten Experten ebenfalls als einen Hinweis auf eine starke Konjunktur. Dennoch gibt es im Januar 2014 nicht weniger, sondern mehr Arbeitslose als im vergangenen Dezember – saisonbedingt. Die Berliner Arbeitslosenquote stieg im letzten Monat um 0,7 Punkte auf 11,9 Prozent. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: rund 215.000 Menschen sind in Berlin in diesem Monat arbeitslos gemeldet, etwa 13.000 mehr als im Vormonat. Diese Zahlen gab die Bundesagentur für Arbeit am heutigen Donnerstag bekannt.
( Jobcenter in Berlin )

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen über den Winter ist klassisch und altbekannt. Auf dem Bau und in der Gastronomie werden weniger Arbeitskräfte benötigt, zum Jahresende laufen einige Verträgt aus, so melden sich mehr Menschen arbeitslos. Ein Quotenanstieg von 0,7 Prozent fällt da noch moderat aus.

Bundesweit liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 7,3 Prozent, ein Anstieg von 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Dezember. 3.136.000 Menschen sind insgesamt arbeitslos gemeldet, 263.000 mehr als im Vormonat – allerdings 2.000 weniger als im Januar letzten Jahres.

Links zum Thema:
Rechtsanwälte für Arbeitsrecht in Berlin
Wo in Berlin Hartz IV beantragen?

Härteres Durchgreifen gegen Schulschwänzer

27.01.2014

Keinen Bock auf Schule? Wem ging das nicht einmal so? Notorische Schulschwänzer allerdings, die sich kaum in der Schule blicken lassen, und vor allem ihre Eltern sollen in Zukunft härter bestraft werden. Immerhin 3.500 Schüler in Berlin kommen auf mehr als zehn unentschuldigte Fehltage im Jahr. Im Schulhalbjahr 2012/2013 fehlten 630 Schüler sogar mehr als 40 Tage ohne Entschuldigung im Unterricht. Die erste Reaktion der Behörden auf das unentschuldigte Fehlen ist in der Regel ein Bußgeldbescheid.

Doch jeder Bezirk handhabt den Umgang mit Schulschwänzern ein wenig anders. Ob und wann eine Schule das häufige Fehlen eines Schülers dem Jugendamt meldet, ob nach einer Schulversäumnisanzeige überhaupt ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird, liegt im Ermessen der Bezirke. Eine Schulversäumnisanzeige wird bislang gestellt, wenn ein Schüler mehr als zehn Tage lang dem Unterricht unentschuldigt fern bleibt – am Stück. Auf Antrag des SPD-Politikers Joschka Langenbrinck wurde dies geändert, eine Anzeige ist nun nach fünf, auch nicht zusammenhängenden Fehltagen möglich. Zudem sollen Jugendamt und Schulpsychologen informiert werden. Doch Langenbrinck reicht das noch nicht, er möchte auch das Bußgeldverfahren der Bezirke vereinheitlichen. Schon nach zwei Schulversäumnisanzeigen sollen Bußgelder verhängt werden – die Bereitschaft der Eltern, mehr auf den Schulbesuch ihrer Sprösslinge zu achten, sei dann am größten, wenn es ums Geld geht, so Langenbrinck.

In Friedrichshain-Kreuzberg versuchen die Schulen bislang, das Problem anders anzugehen. Wie Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) berichtet, wird weniger auf Strafen gesetzt als auf den Einsatz einer Sozialarbeiterin im Schulamt. Diese soll sich um die Schwänzer und ihre Eltern kümmern; laut Aussage der Bezirksbürgermeisterin gebe es kaum rückfällige Schwänzer, seitdem dieses Hilfsangebot bestehe.

 

 

Kita-Bedarfsatlas 2014: In einigen Kiezen fehlt es an Plätzen

23.01.2014

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt tatsächlich mehr Kita-Plätze in Berlin. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich die Situation sehr verbessert, es gibt sogar einen Überschuss von rund 5.000 Plätzen. Das zeigt der Kita-Bedarfsatlas des Senats. Allerdings: Es gibt immer noch einige Kieze, in denen zu wenig freie Kita-Plätze zur Verfügung stehen. In 15 Prozent der Regionen hat sich das Angebot sogar verschlechtert, heißt es im Bedarfsatlas.

142.000 Kita-Plätze gibt es derzeit, eigentlich genug für die 136.692 Kinder in Berlin, die Anspruch auf einen Platz haben. 7.000 neue Plätze sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden, hauptsächlich in Pankow, Treptow-Köpenick und Lichtenberg. Jedoch liegt die Kita mit freien Plätzen nicht immer in der Nähe. Von Eltern wird mehr Flexibilität verlangt und die Bereitschaft, auch weitere Wege in Kauf zu nehmen. Von dem Wunsch, eine Kita in der eigenen Nachbarschaft zu finden, müssen sich vor allem Eltern im Wedding, in Kaulsdorf und Neukölln verabschieden. Auch im Märkischen Viertel und in Friedrichshain-Kreuzberg fehlen Plätze. Betroffen sind damit vor allem soziale Brennpunkte, in denen der Kita-Besuch sprachliche Defizite bei den Kindern ausgleichen sollte. In sozial schwachen Kiezen würden sich weniger Elterninitiativen zusammenschließen, Gelder flössen außerdem eher dorthin, wo Eltern ihren Unmut lauter äußerten, vermutet Martin Hoyer vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Gerade in sozialen Brennpunkten allerdings fehlt es auch oft an Möglichkeiten oder der Bereitschaft, bis ans Ende des Kiezes zu fahren, um Kinder in die Kita zu bringen. ( Kindergärten in Berlin)

Der Kita-Bedarfsatlas ermittelt daher auch, welche Regionen beim Ausbau besondere Priorität haben sollen. 18 Millionen Euro stellt der Doppelhaushalt 2014/2015 für die Schaffung neuer Plätze bereit. Experten gehen davon aus, dass der Bedarf in den kommenden Jahren noch steigen wird. Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz besteht seit dem August letzten Jahres ab dem ersten Lebensjahr. 70 Prozent der Kinder unter drei Jahren besuchen in Berlin bereits heute eine Kita – bundesweit sind es nur etwa 39 Prozent.
Tipps zur Kinderbetreuung in Berlin
Sehr beliebt sind zum Beispiel die Waldkindergärten in Berlin!

Elterninitiative für saubere Schulen

09.01.2014

Gerade die Orte der Bildung sind in Berlin oft wenig gepflegt. Viele Eltern und auch Schüler beschweren sich über dreckige Schulen und Klassenzimmer. Eine Elterninitiative möchte nun für mehr Sauberkeit an den Bildungseinrichtungen sorgen. Den Grund für die mangelhafte Reinigung sehen viele Eltern und Lehrer in billigen Putzfirmen. ( Firmen für Gebäudereinigung in Berlin )

Vor allem total verdreckte Toiletten sind in vielen Schulen ein Problem. Die Böden kleben teilweise, Kaugummi verunziert Tische. Wo viel Kinder und Jugendliche zusammenkommen, entsteht eben auch viel Dreck und Müll, das ist nicht anders zu erwarten. Um die Reinigung ist es aber oft schlecht bestellt, einige Klassen fegen daher ihre Klassenräume selbst, nachdem die Putzleute schon durch sind. Besonders laute Klagen kommen aus Friedrichshain-Kreuzberg, der Bezirk Treptow-Köpenick hat die Schulreinigung zum Thema im Bezirksparlament gemacht. In Friedrichshain-Kreuzberg macht nun eine Elterninitiative mobil gegen dreckige Klassenzimmer, Toiletten und Schulflure. Die Initiative strengte ein Treffen mit Schulstadtrat Peter Beckers (SPD) an – und dieser zeigte sich einsichtig. Gegen Reinigungsfirmen laufen derweil fünf Abmahnverfahren, heißt es.

Die Schulreinigung ist eigentlich in professioneller Hand. Der Bezirk, nicht die Schulen selbst, vergibt Aufträge zur Reinigung an spezialisierte Firmen. Die Aufgaben werden klar definiert; ob der Aufgabenkatalog tatsächlich erfüllt wird, wird aber kaum überprüft. Vorzug erhält ohnehin in den meisten Fällen die Putzfirma mit dem günstigsten Preis – verständlich, die öffentlichen Kassen sind noch immer klamm. In Friedrichshain-Kreuzberg ist daher in den Schulen nur eine Grundreinigung vorgesehen: Zweimal in der Woche Böden wischen, täglich die Böden im Toilettenbereich reinigen, einmal im Monat Tische und Schränke reinigen. Zu wenig für eine Schule mit Hunderten von Kindern und Lehrern. In anderen Bezirken wird häufiger gereinigt, gerade in Grundschulen. Unzureichende Putzutensilien und nicht ausreichend geschulte Putzkräfte seien ein weiteres Problem, bemängeln Eltern – und hoffen, an diesen Zuständen etwas ändern zu können.
Freizeitangebote für Kinder in Berlin

Das ändert sich 2014

30.012.2013

SEPA-Überweisungen mit langen IBAN- und BIC-Nummern, elektronische Gesundheitskarte mit Foto, neuer Busgeldkatalog für Autofahrer: Im Jahr 2014 erwarten Verbraucher einmal mehr zahlreiche Änderungen. Höhere Strompreise dürften die Verbraucher verärgern, dafür sollen die Sozialleistungen leicht steigen. Was ändert sich für die Berliner in kommenden Jahr? Ein kleiner Überblick:

  • Die Hartz IV-Sätze steigen ab dem 1. Januar 2014 von 382 Euro auf 391 Euro.
  • Statt wie bisher 15 Prozent, können Riester-Sparer nun 20 Prozent ihrer Altersvorsorgebeiträge von der Steuer absetzen, bis zu einem maximalen Betrag von 2.100 Euro.
  • Der Steuer-Grundfreibetrag steigt von 8130 Euro um 224 Euro auf 8354 Euro.
  • Mehr zahlen müssen viele Verbraucher dagegen wieder einmal für Strom. Die EEG-Umlage steigt, für private Haushalte fallen daher für die Abgabe zur Förderung des Stroms aus erneuerbaren Energien 6,24 Cent pro Kilowattstunde an, rund ein Cent mehr als noch 2013. Gleichzeitig sinken allerdings die Einkaufspreise an der Strombörse. Vattenfall plant daher keine Kostenerhöhung für Berliner Stromkunden zum Jahreswechsel.
  • Teurer wird auch das Porto der Post. Standardbriefe kosten ab Mittwoch 60 Cent statt 58 Cent, Einschreiben 2,15 Euro statt 2,05 Euro der Preis für Päckchen und Pakete steigt um neun Cent.
  • Die Grunderwerbssteuer steigt von fünf auf sechs Prozent.
  • Die Beitragsbemessungsgrenze zur Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt im Westen um 150 Euro, im Osten um 100 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung steigert sich bundesweit um 112,50 Euro auf 4050 Euro im Monat.
  • In Berlin tritt die City-Tax in Kraft. Wer nun in einem Berliner Hotel  übernachtet, muss einen Aufschlag von fünf Prozent auf den Netto-Hotelpreis zahlen. Ausgenommen davon sind allerdings Geschäftsreisende, die einen geschäftlichen Grund für ihren Aufenthalt nachweisen können.

Und was ändert sich sonst noch? Zunächst einmal muss jeder gesetzlich Versicherte ab dem neuen Jahr beim Arzt eine elektronische Gesundheitskarte mit Chip und Foto vorzeigen. Die gesetzlichen Krankenkassen in Berlin haben einen Großteil der Versicherten bereits mit den entsprechenden Karten ausgestattet. Wer noch keine elektronische Gesundheitskarte besitzt, kann beim Arzt in Berlin zunächst noch die alte Karte vorzeigen, muss aber innerhalb von zehn Tagen seinen bestehenden Versicherungsschutz nachweisen.

Der Einkauf von Lebensmitteln soll etwas transparenter werden. Das sogenannte Regionalfenster, ein blau-weißer Aufdruck auf den Verpackungen, zeigt an, woher die Zutaten kommen. Werbung für Lebensmittel darf dagegen mit mehr Gesundheitsversprechungen gemacht werden, so dürfen fructosehaltige Produkte zum Beispiel damit beworben werden, dass sie den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lassen.
Verkaufsoffene Sonntage Berlin 2014 zum Beispiel Sonntag der 26.01.2014
U
pdate vom 01.01.2014:
Auch Sonntag der 05. Januar 2014 ist ein verkaufsoffener Sonntag in Berlin

Weniger als 200 000 Arbeitslose in Berlin

28.11.2013

Erstmals seit 20 Jahren weniger als 200 000 Menschen in Berlin ohne Arbeit!

[ Leider gilt aber jeder achte Berliner als überschuldet! ]

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit (BA), Dieter Wagon, kommentierte Arbeitssenatorin Dilek Kolat den Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf 198.993: „Heute haben wir das Ziel von BerlinArbeit erreicht: Verringerung der Arbeitslosigkeit auf unter 200.000 Menschen in Berlin. Das war das letzte Mal vor 20 Jahren der Fall. Das zeigt, dass sich jede Anstrengung im Rahmen von BerlinArbeit lohnt. Besonders bemerkenswert ist, dass wir in Berlin Langzeitarbeitslosigkeit abbauen, denn das ist gerade vor dem Hintergrund der Berliner Situation eine schwierige Herausforderung.“

Die Arbeitslosenquote liegt in Berlin im November 2013 mit insgesamt 11,0 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter der des Oktober und um 0,4 Prozentpunkte unter der von November 2012. In Berlin waren im November 198.993 Arbeitslose gemeldet – 2.819 weniger als im Vormonat und 2.332 weniger als im November 2012.
( Die Jobcenter in Berlin )

Im November waren es 67.499 Berlinerinnen und Berliner langzeitarbeitslos, das waren 33,9 Prozent der Arbeitslosen insgesamt. Im Vergleich zum November des Vorjahres sank die Anzahl um 2.255 Langzeitarbeitslose. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist gesunken: 17.362 Jugendliche von 15-25 Jahren waren im November arbeitslos, das sind 665 weniger als im Oktober und 1.753 weniger als im November 2012.

Senatorin Kolat weiter: „Hinter jeder Statistik stehen menschliche Schicksale. 2.819 Arbeitslose weniger bedeutet für fast 3000 Familien, Eltern, Geschwister und Kinder ein ganz besonders Weihnachtsgeschenk. Ich freue mich, dass wir hierzu durch unsere Politik beitragen können.“ (PM Land Berlin )

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