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Ein Blog für Berliner und Brandenburger

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In Berlin steigen die Mieten so schnell wie in keiner anderen deutschen Stadt

02.06.2014
Wer in Berlin derzeit eine neue Wohnung sucht, merkt es schnell: Der Wohnungsmarkt hat sich in den letzten Jahren enorm geändert. Zwar sind die Preise pro Quadratmeter in der Hauptstadt immer noch nicht mit dem zu vergleichen, was Mieter in Hamburg, München oder Köln für eine Wohnung zahlen müssen; doch so schnell wie in Berlin stiegen die Mieten im vergangenen Jahr in keiner anderen Stadt.

Wie das Mietbarometer von immowelt.de zeigt, blieben die Mietpreise in den meisten deutschen Großstädten seit dem ersten Quartal 2013 weitgehend stabil oder stiegen nur leicht an. Anders dagegen in Berlin: Das Immobilienportal verzeichnet eine Mietpreissteigerung von 14 Prozent in nur einem Jahr. Die Durchschnittsmiete in Berlin liegt nun nicht mehr bei 8,40 Euro pro Quadratmeter, sondern bei 9,60 Euro.

Zum Vergleich: Mieter in Düsseldorf zahlen 9,90 Euro pro Quadratmeter – im Durchschnitt. In Köln liegen die Durchschnittsmieten ebenfalls bei 9,90 Euro; von diesen beiden als relativ teuer geltenden Großstädten ist Berlin also nicht mehr weit entfernt. Zu den teuersten deutschen Großstädten gehören nach wie vor Hamburg (11,00 Euro pro Quadratmeter), Frankfurt am Main (12,80 Euro pro Quadratmeter) und München (15,10 Euro pro Quadratmeter). Weit günstiger wohnt es sich dagegen in Essen (6,50 Euro pro Quadratmeter), Dortmund (5,90 Euro pro Quadratmeter) und in Leipzig (5,70 Euro pro Quadratmeter) – wobei natürlich auch in diesen Städten die Preise je nach Stadtteil stark variieren können.
Was tun bei einer Mieterhöhung?

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Berlin in 2050: Wie wird es wohl aussehen?

13.05.2014
Wie wird Berlin wohl im Jahre 2050 aussehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die städtische Wohnungsbaugesellschaft Degewo am heutigen Dienstag. Sie hat zu einer Fachkonferenz geladen, mit dabei: der britisch-kanadische Autor Doug Saunders. Der beschäftigt sich mit der Zukunft der Stadt, auch in seinem Buch „Arrival City“.

Berlins Bevölkerung wird älter

Wohl keine Stadt in Europa hat sich in den letzten Jahren so sehr verändert wie Berlin. Die Jahre nach der Wende waren geprägt vom Aufbruch; doch wo zunächst eine lebendige Untergrundszene ihre Heimat fand, stehen heute luxussanierte Wohnungen oder imposante Neubauten. Berlin verändert ihr Gesicht noch immer nahezu täglich. Wie kann man da die Frage beantworten, wie das Leben in der Stadt in 36 Jahren aussehen wird? Die Teilnehmer der Fachkonferenz wollen es auf jeden Fall versuchen, auch, um Antworten auf städtebauliche Herausforderungen zu finden.

Eines scheint sicher: Berlins Bevölkerung wird älter. Auch vor der Hauptstadt, charakteristischer Weise Anziehungspunkt für Jugendliche und junge Berufstätige, macht der demografische Wandel nicht halt. Michael Müller, Berlins Senator für Stadtentwicklung, geht davon aus, dass im Jahr 2030 schon 200.000 Menschen mehr als heute die 65 überschritten haben. Der Anteil der Berliner über 80 Jahre soll sogar um 80 Prozent steigern. Der demografische Wandel stellt auch Herausforderungen an den Wohnungsbau. Barrierefreier Wohnraum muss geschaffen werden; außerdem braucht es Konzepte für alternative Wohnprojekte, in denen ältere und junge Menschen gemeinsam leben.

Bezahlbarer Wohnraum in der Innenstadt gesucht

Zudem werden wahrscheinlich noch mehr Menschen nach Berlin ziehen – aus Deutschland, aber auch aus dem Ausland. Die stehen vor dem Problem, bezahlbaren Wohnraum zu finden. In den Innenstadtgebieten ist der bereits heute knapp. Noch gibt es allerdings Freiflächen,die für den Bau günstiger Wohnungen genutzt werden können. Berlins Entwicklung bleibt also weiterhin spannend.

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Das Bürgeramt im Einkaufszentrum Wilmersdorfer Arcaden

06.05.2014
Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – so ähnlich dürfte wohl der Plan gelautet haben, der zur Eröffnung des ersten Berliner Bürgeramtes in einem Shopping-Center geführt hat. In den Wilmersdorfer Arcaden in Berlin Charlottenburg können sich Besucher nun während eines Einkaufsbummels Ausweise ausstellen lassen und andere wichtige Dokumente abholen.
( Infos zum Bürgeramt Charlottenburg)

Für den neuen Standort im Einkaufstempel wurde das Bürgeramt im Rathaus Berlin Charlottenburg aufgegeben. Nicht alle Bürgerinnen und Bürger freuen sich darüber. Zwar waren die Schlangen bei der Eröffnung am Montag lang, die Rathausatmosphäre vermissen aber doch viele der Besucher.
Stadträtin Dagmar König (CDU) sieht das Bürgeramt im Einkaufszentrum dagegen positiv. Man habe mit dem ungewöhnlichen Standort Neuland betreten, gibt sie zu. Der Vorteil aber: Nachdem die Bürger ihre Wartenummer erhalten haben, können sie sich die Wartezeit in den umliegenden Geschäften vertreiben, statt gelangweilt auf den Bänken zu sitzen. Nur den Aufruf der Wartenummer sollte man vor lauter Shopping-Lust nicht vergessen – damit das nicht passiert, gibt es nicht nur mehrere Bildschirme mit Wartenummernanzeige in den Arcaden, sondern auch einen SMS-Benachrichtigungsdienst.

Für einen eigenen Warteraum fehlt dem Bürgeramt in den Wilmersdorfer Arcaden ohnehin der Platz. Der Empfang im ersten Stock ist auf gerade einmal 35 qm untergebracht und dient der Dokumentenausgabe. Die Sachbearbeiter arbeiten im vierten Stock auf 250 qm. Feste Termine vergibt das Bürgeramt in den ersten drei Monaten nicht. Bewährt sich der Test, wird es beim reinen Aufruf nach Wartenummern bleiben.
Übersicht der Bürgerämter in Berlin
Weitere Einkaufscenter in Berlin.

Mehr Infos zum neuen Bürgeramt gibt es hier.

Berliner Unternehmen engagieren sich für die Umwelt

29.04.2014
Für viele Berliner ist Mülltrennung und ein bewusster Umgang mit Wasser und Energie selbstverständlich geworden. ( Unsere Tipps zum Stromsparen) Das Fahrrad ist für viele ehemalige passionierte Autofahrer inzwischen zu einer echten Alternative geworden.

Bäume in Berlin

Es soll noch mehr Bäume in Berlin geben!

Erfreulich ist auch, dass viele Berliner Unternehmen sich inzwischen aktiv für eine saubere Umwelt engagieren. Hier mal ein paar positive Beispiele: Der
Berliner Energieversorger Vattenfall ist einer der Hauptsponsoren der Berliner Stadtbaumkampagne. Das Unternehmen spendet insgesamt 130 Bäume, die vor allem in den Bezirken Treptow-Köpenick, Pankow, Lichtenberg und Mitte gepflanzt werden sollen.
Auch viele andere in Berlin ansässige Firmen unterstützen die Stadtbaum-Kampagne.  Zum Beispiel: Grieneisen Bestattungen, die Groth-Gruppe, die Berliner Volksbank, die Investitionsbank Berlin, die Berliner Wasserbetriebe, das Wohnungsunternehmen Stadt und Land und viele weitere Unternehmen.
Die Stadt Berlin hat auch ein Spendenkonto eingerichtet:

Spendenkonto der Stadtbaum-Kampagne:
Empfänger: Landeshauptkasse Berlin
IBAN: DE13100500000193333333
BIC: BELADEBEXXX
Berliner Sparkasse
( Mehr Infos dazu unter www.berlin.de/stadtbaum)

Mit einer bislang einzigartigen Initiative hat der Verband Druck Medien NordOst vdm mit dem Druckzentrum Laserline neue Standards im Klimaschutz gesetzt.
Das Berliner Traditionsunternehmen ist eine der ersten Druckereien weltweit, die komplett CO2-neutral arbeitet – und zwar nicht nur in der Produktion, sondern auch in allen anderen Unternehmensbereichen.
Auch Laserline hat jüngst durch die Pflanzung von 4.000 Bäumen über die Umweltinitiative IPlantATree.org für bessere Luft in der Stadt gesorgt. Über 20 t CO2 konnten durch den kleinen Hain im Berliner Stadtteil Friedrichshagen bis heute bereits gebunden werden. Tendenz steigend.
( Infos aus einer PM vom http://www.laser-line.de/ )
Der Berliner Webhoster Strato bemüht sich um eine verbesserte Energieeffizienz in seinem Rechenzentrum und konnte so nach eigenen Angaben den Stromverbrauch pro Kunde um 30 Prozent senken. ( Infos aus einer PM von Strato)
Auch die BSR hat den Umweltschutz und die Ressourcenschonung als Unternehmensziel.
Der Abfallentsorger bemüht sich aktiv um die Reduzierung von CO2-Emissionen.Weitere Infos unter http://www.bsr.de/9467.html

Leider gibt es immer noch viele Berliner denen anscheinend nicht so viel an einer sauberen Stadt liegt und die ihre alten Elektrogeräte einfach an den Straßenrand stellen anstatt diese bei den Berliner Recyclinghöfen abzugeben. Schade – auf die Dreckecken könnte Berlin gut verzichten.
(Foto: © sp4764)

Eine Privatschule für den Wedding

08.04.2014

Wer das Wort „Privatschule“ hört, hat vermutlich immer noch eine eher elitäre Bildungsanstalt im Kopf. An eine Privatschule im – wirklich wenig elitären – Wedding, die sich um sozial benachteiligte Kinder kümmern möchte, denkt man da eher weniger. Genau so eine Schule eröffnet nun aber, genau hier, im Wedding, der vielen als Problemkiez gilt. Fiona Brunk und Stefan Döring hatten die Idee zur besonderen Privatschule, die auch Schüler aus sozial schwachen Familien und mit Migrationshintergrund aufnehmen will. Das Ziel: Soziale Herkunft soll nicht mehr über Bildungserfolg entscheiden.

Die Herkunft hat in Deutschland einen so großen Einfluss auf die Bildung eines Kindes wie in kaum einem anderen europäischen Land. Verkürzt gesagt: Kinder aus Akademikerfamilien schaffen den Weg zum Abitur und schließen ebenfalls ein Studium ab, Kinder aus ärmeren Familien oder aus Einwandererfamilien dagegen gehen oft nicht aufs Gymnasium.  (Info: Zur Zeit leben ca. 504 000 Ausländer in Berlin. Darunter viele Kinder) Im Wedding erreichen 14 von 50 Schülern keinen Schulabschluss. Die neue Privatschule im Wedding will das ändern und Schüler dafür von der fünften? bis zur zehnten Klasse begleiten. Auf dem Lehrplan stehen neben den bekannten Fächern Arabisch, Türkisch und ein Fach namens „Zukunft“, von der siebten Klasse an absolvieren die Schüler Praktika, wöchentliche Zielgespräche zwischen Schülern und Lehrern sollen die Kinder motivieren. Am Ende soll jeder Schüler einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben oder auf das Gymnasium wechseln.

Die erste Klasse soll nach den Sommerferien 2014 starten, drei Lehrer sind bereits eingestellt. Allein an Schülern fehlt es dem Projekt noch, nur zwölf sind bisher angemeldet. Auch ein Schulgebäude haben Brunk und Döring noch nicht gefunden, daher fehlt die offizielle Genehmigung zum Schulbetrieb.

Und wie will sich die neue Privatschule finanzieren? Etwa 300.000 Euro brauchen die Betreiber für das erste Schuljahr. Nur etwa fünf Prozent sollen die Eltern beisteuern. Hartz IV-Familien müssen keine Beiträge zahlen, wer arbeitet, zahlt in etwa so viel, wie für eine Kita fällig wird. Gut die Hälfte des Geldes zahlt der Staat, die andere Hälfte kommt von Stiftungen und Privatpersonen.

Das Aus für die Berliner Ekellisten?

25.03.2014

Die Berliner Ekellisten – gut oder schlecht?

„Alles sauber. Also rein.“ Ein Sticker mit diesem Wortspiel und einem freundlich lächelnden Gesicht soll Kunden auf Geschäfte, Restaurants und Fleischereien aufmerksam machen, die die Hygienekontrollen ohne Beanstandung überstanden haben. Welche Ladenlokale ohne Smiley auskommen müssen, sollen Verbraucher auf den sogenannten Ekellisten oder Smiley-Listen der Bezirke im Internet nachlesen können. Doch vor kurzem haben zwei Supermarktketten gegen die Hygienebewertung geklagt – und Recht bekommen.

Smiley Liste aus Pankow
Pankow und Lichtenberg planen die Veröffentlichung der Hygienebewertungen. Verbesserte Transparenz für Verbraucher ist ein Ziel, außerdem eine abschreckende Wirkung für Betriebe, die sich nicht an die Hygienevorschriften halten. Im Eilverfahren klagten die zwei Supermarktketten gegen die geplante Veröffentlichung. Das Gericht entschied im Sinne der Supermärkte; für die Smiley-Listen, die nach dänischem Vorbild geführt werden sollen, fehle in Deutschland ein bundeseinheitliches Gesetz und damit die Rechtsgrundlage. Die Urteile sind zwar Einzelfallentscheidungen, haben aber wegweisende Bedeutung; andere Kläger könnten nun nachziehen und ebenfalls Recht bekommen. Lichtenberg hat sein Portal nach dem Urteil bereits abgeschaltet, Pankow prüft noch Möglichkeiten, eigene Rechtsmittel einzulegen.

Schon im letzten Jahr musste das Portal „Sicher essen in Berlin“ vom Netz, das nach Pankower Vorbild Ergebnisse der Lebensmittelkontrolleure veröffentlichen wollte. Zahlreiche bundesweite Gerichtsurteile untersagen allerdings eine derartige Veröffentlichung.

Pankow betreibt die Smiley- oder Ekellisten bereits seit 2009 und möchte sich so schnell auch nicht davon trennen. Das Angebot sei rechtssicher, beharrt Stadtrat Torsten Kühne (CDU). Noch ist das Pankower Portal daher erreichbar.
Kennen Sie unsere Verzeichnis von Gaststätten in Berlin?

Hinterhöfe, große Parks – Berliner Frühling ist der schönste

23.03.2014

Frühling 2014 in Berlin

Der Frühling 2014 in Berlin
Foto: © jasonts

Die Berliner Luft ist sprichwörtlich etwas Besonderes. Wenn dazu noch laue Frühlingsdüfte die Nasen umwehen, dann hält es keinen mehr in den vier Wänden. Die Touristenschar wächst zusehends. In der City sind die Brunnenränder von Menschen umsäumt, die sich in der Sonne rekeln. Freiluftaktivitäten sind angesagt. Freunde der Drahtesel können anfangen zu debattieren, welche für einen passenden Ausflug zu entscheiden. Wer es weniger sportlich angehen möchte, der genießt eine Dampferfahrt auf der Spree oder der Dahme. Dampferfahrten sind besonders für Berlinbesucher attraktiv, denn viele Schiffe fahren auch direkt durch die Stadt, vorbei an historischen Bauwerken. Zu den optischen Eindrücken kommen noch die Erklärungen und Anekdoten der Berliner Schiffskapitäne, die damit reichlich aufwarten und zur Erheiterung beitragen. Im originalen Berliner Dialekt, das versteht sich von selbst.

Der Berliner Frühling ist rundum ein Vergnügen. Frühlingsfeste, Baumblütenfeste; kein Grund ist zu simpel, dass man nicht ein Fest daraus machen könnte. Die Berliner sind gesellig und das spüren auch die Touristen, wenn sie sich darauf einlassen.
Der Potsdamer Platz mitten im Zentrum ist ein Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Auch da wird der Frühling gefeiert. Beispielsweise mit dem Festival „Herzgrün – Liebeslieder im Gewächshaus“, das in die beiden Gewächshäuser für gute Frühlingslaune sorgt und zum Frühlingsanfang stattfindet.
Für das Grillen im Freien bietet Berlin ausgewiesene Grill- und Picknickplätze an. Sei es der Görlitzer Park in Kreuzberg, der Schlesische Busch am Flutgraben in Treptow oder in Charlottenburg am Goslaer Ufer, wo zwischen dem alten Gaswerk und dem Verbindungskanal Tummelplätze zu finden sind. Das ist nur eine kleine Auswahl, eine genaue Auflistung über die aktuell vorhandenen Grillplätze gibt es bei den Touristeninformationen oder im Internet. Die Einheimischen kennen ihre Lieblingsplätze und wissen auch, dass das Grillen im Tiergarten nicht mehr erlaubt ist. Doch der Tiergarten selbst ist dennoch eine nach wie vor beliebte grüne Oase inmitten des verkehrsreichen Treibens an der Straße des 17. Juni, der großen Ost-West-Achse in Berlin. In Berlin-Mitte ist auch der Monbijoupark eine wundervolle Grünfläche, um den Frühling hautnah zu erleben. Hier gibt es nahe der Oranienburgerstraße übrigens auch einen offiziellen Grillplatz.
Touristen werden wahrscheinlich lieber etwas gehobener speisen wollen. Viele Lokale laden auch mit Plätzen im Freien ein. Urig und auch mit Fahrradverleih gibt es beispielsweise in der Nähe des Grunewaldes die „Scheune“. Besondere Events sind hauseigen und selbstverständlich. Bei einem Bayerischen Abend werden sich die Auswärtigen aus dem Süden ein wenig leichter eingewöhnen. Die Bayern und die Berliner „können“ gut miteinander. Sie haben einen ähnlichen Humor, können austeilen und einstecken gleichermaßen. Die Berliner sind halt etwas schneller. ( Biergärten in Berlin)
Richtig fein wird es im Grunewald, wo mittendrin das „Châlet Suisse“ steht. Höchstens eine Viertelstunde vom Ku’damm entfernt glaubt man, in einem kleinen Paradies angekommen zu sein. Der Ku’damm selbst als Flaniermeile ist natürlich gerade im Frühling ein Muss.
In und um Berlin gibt es so viel herrliche Natur, den Wannsee, den Müggelsee, den Orankesee und viele mehr.
Auch der Tierpark in Berlin Lichtenberg ist besonders im Frühling sehr schön! Da ist nicht nur der Frühling etwas Besonderes.
Berlin punktet zu jeder Jahreszeit.

Berlins Einwohnerzahl steigt stärker als erwartet

20.02.2014

Berlin übt auf Menschen auf aller Welt eine starke Anziehungskraft aus. Vor allem immer mehr junge Menschen wollen hier leben. Wie attraktiv die deutsche Hauptstadt ist, hat nun selbst die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung überrascht – die tatsächlichen Zuwanderungszahlen liegen nämlich weit über den höchsten Prognosen. Im Jahr 2013 stieg die Zahl der in Berlin gemeldeten Einwohner um 47.800 Personen an, weit mehr als erwartet. Über die vergangenen drei Jahre gesehen, zogen 130.000 Menschen nach Berlin; Politiker und Stadtentwickler gingen derweil von einem Zuzug von nur 30.200 bis 37.750 Personen aus.

Mitte, Pankow und Lichtenberg gehören zu den beliebtesten Bezirken. Die Anziehungskraft der Stadt kann die Berliner Politik eigentlich freuen. Mehr Einwohner bedeutet: mehr Menschen, die Steuern zahlen, außerdem erhält Berlin wieder mehr Mittel aus dem Länderfinanzausgleich; nach den Ergebnissen des letzten Zensus waren diese zusammengestrichen worden. Sie stellt den Senat allerdings auch vor große Herausforderungen: Wo immer mehr Menschen leben wollen, muss auch ausreichender Wohnraum vorhanden sein. Außerdem braucht es mehr Kita-Plätze für junge Familien, mehr Lehrer an den Schulen, auch mehr öffentliche Verkehrsmittel. Mehr Menschen bringen der Stadt also nicht nur mehr Geld, sondern kosten auch einiges.

Besonders auf dem Wohnungsmarkt ist Handeln gefragt. Den 82.000 Menschen, die in den Jahren 2011 und 2012 nach Berlin gezogen sind, stehen nur rund 10.000 neu fertiggestellte Wohnungen gegenüber. Der bisherige Leerstand konnte das Plus an Zugezogenen auffangen, allerdings schrumpft die Leerstandsreserve.
Mehr als 500 000 Ausländer leben in Berlin und machen das Leben in der Hauptstadt bunt!

 

Berlins Arbeitslosenquote steigt auf 11,9 Prozent

30.01.2014
Zu Jahresbeginn gab es gute Nachrichten von der Bundesregierung zu hören: Zwar viel das Wirtschaftswachstum nicht so hoch aus wie im Vorjahr, für 2014 werde allerdings ein kräftiger Anstieg erwartet. Die neu veröffentlichten Arbeitslosenzahlen deuten Experten ebenfalls als einen Hinweis auf eine starke Konjunktur. Dennoch gibt es im Januar 2014 nicht weniger, sondern mehr Arbeitslose als im vergangenen Dezember – saisonbedingt. Die Berliner Arbeitslosenquote stieg im letzten Monat um 0,7 Punkte auf 11,9 Prozent. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: rund 215.000 Menschen sind in Berlin in diesem Monat arbeitslos gemeldet, etwa 13.000 mehr als im Vormonat. Diese Zahlen gab die Bundesagentur für Arbeit am heutigen Donnerstag bekannt.
( Jobcenter in Berlin )

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen über den Winter ist klassisch und altbekannt. Auf dem Bau und in der Gastronomie werden weniger Arbeitskräfte benötigt, zum Jahresende laufen einige Verträgt aus, so melden sich mehr Menschen arbeitslos. Ein Quotenanstieg von 0,7 Prozent fällt da noch moderat aus.

Bundesweit liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 7,3 Prozent, ein Anstieg von 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Dezember. 3.136.000 Menschen sind insgesamt arbeitslos gemeldet, 263.000 mehr als im Vormonat – allerdings 2.000 weniger als im Januar letzten Jahres.

Links zum Thema:
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Wo in Berlin Hartz IV beantragen?

Härteres Durchgreifen gegen Schulschwänzer

27.01.2014

Keinen Bock auf Schule? Wem ging das nicht einmal so? Notorische Schulschwänzer allerdings, die sich kaum in der Schule blicken lassen, und vor allem ihre Eltern sollen in Zukunft härter bestraft werden. Immerhin 3.500 Schüler in Berlin kommen auf mehr als zehn unentschuldigte Fehltage im Jahr. Im Schulhalbjahr 2012/2013 fehlten 630 Schüler sogar mehr als 40 Tage ohne Entschuldigung im Unterricht. Die erste Reaktion der Behörden auf das unentschuldigte Fehlen ist in der Regel ein Bußgeldbescheid.

Doch jeder Bezirk handhabt den Umgang mit Schulschwänzern ein wenig anders. Ob und wann eine Schule das häufige Fehlen eines Schülers dem Jugendamt meldet, ob nach einer Schulversäumnisanzeige überhaupt ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird, liegt im Ermessen der Bezirke. Eine Schulversäumnisanzeige wird bislang gestellt, wenn ein Schüler mehr als zehn Tage lang dem Unterricht unentschuldigt fern bleibt – am Stück. Auf Antrag des SPD-Politikers Joschka Langenbrinck wurde dies geändert, eine Anzeige ist nun nach fünf, auch nicht zusammenhängenden Fehltagen möglich. Zudem sollen Jugendamt und Schulpsychologen informiert werden. Doch Langenbrinck reicht das noch nicht, er möchte auch das Bußgeldverfahren der Bezirke vereinheitlichen. Schon nach zwei Schulversäumnisanzeigen sollen Bußgelder verhängt werden – die Bereitschaft der Eltern, mehr auf den Schulbesuch ihrer Sprösslinge zu achten, sei dann am größten, wenn es ums Geld geht, so Langenbrinck.

In Friedrichshain-Kreuzberg versuchen die Schulen bislang, das Problem anders anzugehen. Wie Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) berichtet, wird weniger auf Strafen gesetzt als auf den Einsatz einer Sozialarbeiterin im Schulamt. Diese soll sich um die Schwänzer und ihre Eltern kümmern; laut Aussage der Bezirksbürgermeisterin gebe es kaum rückfällige Schwänzer, seitdem dieses Hilfsangebot bestehe.