Entries Tagged as 'Wirtschaft'

Regierung in Brandenburg stärkt Großflughafen BBI

Laut einem Bericht der “Berliner Morgenpost” hat das Kabinett in Potsdam gestern das veränderte Luftverkehrskonzept verabschiedet. Es sieht den geplanten Großflughafen BBI als alleinigen Airport vor. Konkurrenzbestrebungen der Landeplätze Cottbus-Drewitz, Eberswalde-Finow und Brandenburg-Briest wird damit ein Riegel vorgeschoben. Sie werden nun keine Gelegenheit mehr erhalten, Regionalflughäfen zu werden. Die Landesregierung ist der Auffassung, am BBI werde es zu keinem Engpass kommen. Gleichwohl sollen die Luftverkehrsentwicklung sowie benötigte Infrastruktur regelmäßig überprüft werden. Das Konzept sieht weiter vor, die zwölf Verkehrslandeplätze und 31 Sonderlandeplätze in Brandenburg von der Landesförderung oder Landesbeteiligungen auszuschließen. [Read more →]

“Eine Zierde für die Stadt”

Auf dem ehemaligen Schöneberger GASAG-Gelände an der Torgauer Straße soll laut “Berliner Abendschau” ein europäisches Energieforum einschießlich einer Privathochschule entstehen. Mit den veranschlagten Kosten von 500 Millionen EUR ist es damit das größte Bauvorhaben des Bezirks.

Anwohnern graust es vor zu erwartenden Potsdamer-Platz-Verhältnissen. Zudem sollen einige der Bürogebäude mit nahezu der gleichen Höhe erstellt werden, wie der unter Denkmalschutz stehende 100 Jahre alte Niedrig-Gas-Druckbehälter. Die Bürgerinitiative Gasometer Schöneberg wehrt sich dagegen, weil sie dadurch für die umliegenden Wohnhäuser eine Verschattung befürchtet. Eine Minderung der Wohnqualität auch wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens wäre die Folge.

Der Baustadtrat des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg, Bernd Krömer (CDU), weist die Befürchtungen zurück. Es seien mehrere Verschattungsstudien durchgeführt worden. Als Ergebnis sei nur an bestimmten Tagen im Jahr für eine Stunde ein leichter Verschattungseffekt zu erwarten. Da man gleichzeitig eine neue Zufahrtsstraße zum Sachsendamm baue, werde es auch nicht zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch die Schöneberger Insel kommen. Er bezeichnet das Projekt zudem als “Zierde für die Stadt”.

Die Bürgerinitiative sieht das selbstverständlich anders und will weiter Stimmen gegen den Bebauungsplan sammeln. Übrigens: Innerhalb des historischen Gasometers soll ein moderner Glasturm errichtet werden.

Be Berlin - be erfolgreich?

Es dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben: Seit dem 11.3.08 hat Berlin eine neue PR-Kampagne: Be Berlin/sei Berlin.

So originell ich den Slogan auf den ersten Blick auch fand, nach ein paar Reflexionen bleibt nicht viel davon übrig. BerlinerInnen sollen sich als Botschafter ihrer Stadt fühlen und dieses Gefühl in die Welt transportieren. Jedoch wer profitiert wirklich davon, die BürgerInnen oder der Senat? Wohlmöglich gar beide?

“Keine andere Stadt der Welt verändert sich so rasant, leicht und unkompliziert und behält dabei trotzdem ihren so eigensinnigen und unverwechselbaren Charakter. Dieses Bewusstsein soll nun bei den Berlinerinnen und Berlinern neu gestärkt werden” heißt es auf der Kampagnenhomepage. Sie sollen ihre Geschichten, Erinnerungen etc. aufschreiben.

Dieses “veröffentliche-deine-eigene-geschichte” ist in und wird durch mehrere Mainstreammedien seit längerem praktiziert. Der Senat will sich dieses Erfolgskonzept nun zu eigen machen. Nicht nur das: irgendwie scheint es mittlerweile dort angekommen zu sein, dass die unzähligen Blogs in der Weblandschaft schon längst eine eigene Subkultur jenseits der Mainstreammedien bilden und das sehr erfolgreich.

Jedoch: Es kann doch nicht allen Ernstes erwartet werden, dass beispielsweise die rund 500.000 Menschen dieser Stadt, die unterhalb der Armutsgrenze leben, sich für so was interessieren. Die haben ganz andere Probleme. Auch der “stinknormale” Berliner, dem es finanziell besser geht, braucht so eine Imagekampagne nicht. Er hat sich schon immer mit seiner Stadt identifiziert. Wenn nicht, wäre er längst weggezogen. BerlinerInnen waren und sind sehr eigen, was “ihre” Stadt anbelangt.

Was an der Kampagne hingegen einleuchtet: Der Senat will Berlin als Marke international (noch besser) positionieren. Das klingt PR-mäßig gut. Könnte sogar klappen. Doch dafür müsste andere PR-Arbeit geleistet werden. Es müssten in den Ländern Pressemitteilungen platziert werden. Dann bringt man auf der internationalen Site (be-berlin.com) ein vielsprachiges Auswahlmenü von “Afrikaans” bis “Zulu”. Und jeder Worlduser kann dann in seiner Landessprache Informationen und Geschichten abrufen.

Doch dafür müssten die BürgerInnen aus über 80 Ländern hier viel besser als Zielgruppe angesprochen werden. Mehr noch: Sie müssten ihre Geschichten in der jeweiligen Landessprache verfassen, die dann ihre Landsleute in den jeweiligen Ländern via Internet lesen könnten.

Das wäre eine Kampagne! Alles andere ist unausgegoren und einseitig. Dann wäre der Multi-Kulti-Effekt mit dem geworben wird authentisch. Aber das ist sicher so nicht gewollt. Die Landsleute könnten wohlmöglich Negatives erfahren.

So wie es jetzt konzipiert ist, riecht es eher nach “billigen Botschaftern”, damit letztendlich mehr Sponsorengelder in die Stadt fließen. Das scheint der wahre Grund zu sein. Nicht dass ich Berlin es nicht gönnen würde. Im Gegenteil. Aber ich habe mich längst mit dieser Stadt identifiziert. Und brauche diese Kampagne dafür nicht. Auch keine Stärkung meines Bewußtseins. Ob andere ebenfalls so denken, muß und sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Protest gegen überhöhte Wasserpreise

“Akzeptiert man die Privatisierung des Wassers, akzeptiert man die Vermarktung des Lebens” (Riccardo Petrella). Mit diesem Slogan tritt die Bügerinitiative Berliner Wassertisch auf Ihrer Homepage auf.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Wasserpreise in Berlin laut “Berliner Abendschau” um 26 Prozent gestiegen. Im Gegensatz zum Strom können BerlinerInnen jedoch bei der Wasserversorgung ihren Anbieter nicht einfach wechseln, um Geld zu sparen. Und dennoch könnte ein Vier-Personen-Haushalt rund 200 EUR im Jahr bei einer alternativen Tarifkalkulation einsparen. Dies gab die Bügerinitiative gestern auf einer Pressekonferenz bekannt. Die Preise lägen um ein Viertel niedriger, wären die Berliner Wasserbetriebe (BWB) ein rein kommunales Unternehmen und nicht auf Renditenausschüttung fixiert.

Stattdessen spülten die BWB einen satten Rekordgewinn von 335 Mio. EUR in die Kasse des Landes und der privaten Anteilseigner. Man kann zwar als BerlinerIn auch begrüßen, dass die strapazierte Haushaltslage dadurch gemildert wird. Jedoch, warum muß eigentlich immer der Bürger die Zeche zahlen?

Immerhin müssen die BWB nun ihre Buchführung offenlegen. Parlementarier und Verbände versprechen sich dadurch mehr Kostentransparenz und hoffen, den Verbraucher vor zukünftigen Preissteigerungen besser zu schützen.

Ob dem wirklich so ist, bleibt abzuwarten. Denn: warum sollte der Senat sein Stück vom Kuchen verkleinern, wo es doch so gut schmeckt?

Verdi tyranisiert Berlin

>>Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat heute kurzfristig zum Warnstreik bei der BVG von Freitagmorgen, 0 Uhr bis Samstag, 15 Uhr aufgerufen. Damit wird der Verkehr bei U-Bahn, Straßenbahn und Bussen weitestgehend zum Erliegen kommen.<<

Foto: fux

So heißt es in einer kurzen Pressemitteilung der Berliner Verkehrsbetriebe.

Tausende Berliner werden zu spät zur Arbeit kommen und in hunderten Berliner Firmen werden die Arbeitsabläufe gestört. Aber das alles interessiert die “Verantwortlichen” von Verdi anscheinend nicht.
Bei allem Verständnis für die  BVG Mitarbeiter, die mehr Lohn möchten …
So kurzfristig einen so umfassenden Streik anzusetzen ist unverhältnismässig, unveranwortlich und anmaßend!

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Verarscht Vattenfall die Kunden?

Nun hat der Stromanbieter Vattenfall die Preise um 1, 7 % gesenkt und damit wohl unter anderem auf den drastischen Kundenrückgang reagiert!
Eigentlich müssen sich die Vattenfall Kunden ja über die Preissenkung freuen - eigentlich, wenn da nicht die Strompreiserhöhung von 6,5 % von vor ca. 4 Monaten wäre!
Weitere Stromanbieter in Berlin

Shopping bis zum Umfallen

War bis vor kurzem noch der Late-Night-Shop im Szene-Kiez die Alternative zur teuren Tanke, sind heute Ladenöffnungszeiten bis 22 Uhr schon fast Normalität. Supermärkte mit 24-Stundenbetrieb wie Vorreiter Reichelt in Wilmersdorf werden vermutlich auch keine Exoten bleiben. [Read more →]

Media-Markt-Eröffnung endet blutig

Tausende “Schnäppchenjäger” stürmten kurz vor Mitternacht die mit ca. 8000 qm Verkaufsfläche weltweit größte Media Markt Filiale im neunen Berliner Einkaufszentrum Alexa.
Dabei kam es zu Rangeleien und Tumulten. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Viel schlimmer noch - es wurden mehrere Kunden und Mitarbeiter eines privaten Wachdienstes verletzt!
Erst massive Polizeikräfte konnten das Chaos beenden.
Gegen 01:30 wurde die Filiale geschlossen.

Da frage ich mich doch, ob das Motto des Marktes “Ich bin doch nicht blöd” auf alle Kunden zutrifft!
Wie kann man so die Gesundheit seiner Mitmenschen gefährden, nur weil man ein paar Euro sparen möchte? Ist Geiz wirklich so geil? Ich denke eher nicht, wenn man sich das Verhalten der Schnäppchenjäger ansieht! Geiz kann auch peinlich sein.

Die Media Markt Filialen in Berlin 
 

S-Bahn streikt

Streikende Lokführer haben den S-Bahn-Verkehr in Berlin Donnerstag morgen für zwei Stunden größtenteils lahm gelegt. Ein Verkehrschaos blieb aber aus: Die Berliner waren entweder früher zur Arbeit gefahren oder nutzten die Möglichkeit, auf Regionalzüge, die U-Bahn oder Busse umzusteigen.

Die Züge blieben in den Bahnhöfen, nicht aber auf freier Strecke stehen. „Wir wollen ja die Reisenden nicht in Haft nehmen“, sagte der für Berlin und Brandenburg zuständige GDL-Bezirksvorsitzende Hans-Joachim Kernchen. - Zu großzügig, Herr Kernchen!
Schlimm genug, dass die GDL ihren Streit mit der Bahn auf dem Rücken der Reisenden austrägt!
Das Verständnis der Berliner für den Arbeitskampf der GDL schwindet zusehends.

Selbstverständlich müssen die Lokführer vernünftig bezahlt werden!  
Nur wer bis zu 31 % mehr Geld will, muss mit Unverständnis rechnen!

Am Abend wurde bekannt, dass sich die Bahn und die GDL auf zwei Vermittler geeinigt haben. Bleibt also zu hoffen, dass den Berlinern weitere Streiks erspart bleiben.

Vattenfall verliert deutlich Marktanteile

Zwischenfälle in den Atomkraftwerken und deutliche Preiserhöhungen bescherten Vattenfall in den letzten Monaten erhebliche Umsatzeinbußen. Einige Beobachter gehen davon aus, dass Vattenfall ca 10% seines Marktanteils verloren hat!
Auch raten Verbraucherverbände den Berlinern zu prüfen, ob ein Wechsel zu einem anderen Stromanbieter sinnvoll ist! Oft lassen sich so mehr als 100 Euro sparen, so die Verbraucherschützer!