Alfilm – das Festival für arabischen Film in Berlin

Berlin

05.04.2016
Am Mittwoch, dem 6. April 2016, geht das alfilm Festival in die 7. Runde. Das Filmfest gilt als wichtigste Plattform für den arabischen Film in Europa. Innerhalb Deutschland ist es das größte Festival, das sich ganz den Filmen aus der arabischen Welt widmet. Bis zum 13. April gibt es im Arsenal, im City Kino Wedding und im fsk-Kino 16 Spielfilme und Dokumentarfilme zu sehen. Dazu kommt eine Vielzahl von Kurzfilmen.

Jüdisch-arabische Beziehungen in der Programmreihe „Spotlight“

Der Verein makan – Zentrum für arabische Filmkunst und Kultur e.V. organisiert das alfilm Festival seit 2009. Die Hauptreihe „Official Selection“ zeigt Neuerscheinungen aus den letzten drei Jahren, die Nebenreihe „Spotlight“ wählt zeitgenössische und historische Filme entsprechend eines jährlich wechselnden Themas aus. In diesem Jahr steht die „Spotlight“-Reihe unter dem Motto „Cousins/Cousinen: Jüdisch-arabische Identitäten im postkolonialen kulturellen Diskurs“. Das Festival zeigt in diesem Rahmen Youssef Chahines autobiografischen Spielfilm „Alexandria… Why?“, Nadia Kamels Dokumentarfilm „Salata Baladi“ sowie Ferid Boughedirs Komödie „Un été à la Goulette“. Außerdem zu sehen sind der marokkanische Spielfilm „Where are you going, Moshé“ und der Dokumentarfilm „Forget Baghdad“, die beiden Dokumentationen „They Were Promised the Sea“ und „Once I Entered a Garden“ von Kathy Wazana und Avi Mograbi und der Kompilationsfilm „The Gulf War… What Next?“

Die Filme aus der „Official Selection“ stellen alle, mal mehr, mal weniger explizit, das Verhältnis von Mann und Frau in den Vordergrund. Die Frau als Mutter, als Objekt der Begierde und in ihrer Selbstdefinition rückt in den Mittelpunkt einer realistischen Auseinandersetzung. Das komplette Programm gibt es unter: www.alfilm.de/2016 (Foto: © JiSign )