Domäne Dahlem: Kulturgeschichte der Ernährung

11.08.2015
Hierzulande essen die Menschen mit Messer und Gabel. In zahlreichen anderen Ländern kommen dagegen Hände und Finger zum Einsatz. Kulturell unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten und die Geschichte unserer Ernährung stehen im Zentrum des CULINARIUMS. Das ist die erste Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Ernährung und findet sich in einem alten, sanierten Pferdestall in der Domäne Dahlem.

Fast Food: Eine Berliner Innovation

Täglich außer montags, von 10 bis 17 Uhr, können die Besucher hier einen Einblick in historische und kulturelle Bräuche und Gewohnheiten rund ums Thema der täglichen Nahrung gewinnen. Die im Juni eröffnete Ausstellung hat hunderte von Exponaten zusammengetragen, präsentiert Installationen, Inszenierungen und Medienstation. Besucher erfahren so zum Beispiel, wann die Konservendose erfunden wurde, oder wie ein konventionelles Mastschwein im Vergleich zu einem Schwein auf dem Biohof lebt. Außerdem verrät die Ausstellung, wo das Fast Food erfunden wurde: in Berlin nämlich, bei Aschinger am Alexanderplatz, wo Gäste im 19. Jahrhundert auf die Schnelle eine Erbsensuppe mitnehmen konnten. Wer mag, kann an den verschiedenen Stationen seinen eigenen Kalorienbedarf ermitteln oder sich Tischgespräche aus längst vergangenen Zeiten anhören.

Das CULINARIUM für Kinder

Im Dachgeschoss gibt es einen eigenen Erlebnisbereich eigens für kleine Besucher. Erwachsene finden alle Informationen auf Deutsch und auf Englisch. Das Projekt ist bereits vor der Eröffnung mit verschiedenen internationalen Preisen ausgezeichnet worden, hat etwa den Ernährungskulturpreis der Universität Kassel gewonnen und die Auszeichnung als Leuchtturmprojekt im Bundeswettbewerb „Ideen für die Bundesrepublik“.

Junge Besucher können in verschiedenen Experimenten die Welt der Lebensmittel noch genauer erforschen. Am 21. August geht es zum Beispiel um den Rotkohlsaft, am 4. und 18. September sowie am 2. Oktober erforschen Kinder von 4 bis 12 Jahre, welche Geräusche eigentlich unterschiedliche Gemüsesorten machen.

Da lohnt sich der Weg nach Dahlem für alle, die sich für Ernährung interessieren.
Kennen Sie schon unsere „echt Berliner Rezepte„?
(Foto: © Jürgen Fälchle)