Elektrisierend schnell: Das Formel-E-Rennen auf der Karl-Marx-Allee

Formel-E-Rennen in Berlin

Berlin

21.05.2016
Die Fans schneller Autos und die Veranstalter freuen sich, Anwohner und die ansässigen Einzelhändler stöhnen: Das Formel-E-Rennen, das am Sonnabend rund um die Karl-Marx-Allee stattfindet, spaltet die Bevölkerung in Enthusiasten und Kritiker. Die Tickets für die Rennsportveranstaltung sind so gut wie ausverkauft, der Veranstalter rechnet mit rund 14.000 Besuchern.

Einzelhändler und Anwohner sind weniger erfreut

Während der Veranstalter sich freut, spüren Anwohner und Ladenbesitzer die Auswirkungen des Events. Seit knapp eineinhalb Wochen wird die Strecke zwischen dem Alexanderplatz und dem Strausberger Platz vorbereitet. Bereits am heutigen Freitag kommt es zu Vollsperrungen rund um die Karl-Marx-Allee. Schon seit dem 9. Mai sind die Zufahrten Schilling- und Berolinastraße nicht mehr befahrbar, zusätzlich gilt ringsherum ein weiträumiges Halteverbot. Sicherheitszäune und Absperrungen bestimmen das Bild, vielen Anwohnern ist das zu stressig. Hinzu kamen in den vergangenen Tagen die lauten Aufbauarbeiten für die Tribüne entlang der Karl-Marx-Allee. Allein hier werden am Sonnabend rund 8.000 Zuschauer Platz nehmen.

Während einige Anwohner sich beklagen, freuen andere sich, das Rennen vom Balkon verfolgen zu können. Die Ladeninhaber entlang der Rennstrecke fühlen sich dagegen von den langen Vorbereitungsarbeiten enorm beeinträchtigt. Am Renntag selbst wird der Umsatz ohnehin ausbleiben.

18 Elektro-Rennautos gehen an den Start

Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) freut sich derweil über die Werbewirksamkeit der Rennsport-Veranstaltung. Außerdem seien im Laufe der Vorbereitungsarbeiten auch die Straßen saniert worden, ein positiver Effekt, der den Anwohnern langfristig zugute komme.

Am Sonnabend finden auf der Strecke dann das freie Training, das Qualifying und das Rennen statt. 18 Elektro-Rennautos treten gegeneinander an, sind mit bis zu 225 km/h unterwegs. Die Lautstärke des Rennens entspricht dabei etwa 80 Dezibel. Wer kein Ticket hat oder entlang der Rennstrecke in einem höheren Stockwerk wohnt, bekommt übrigens nichts zu sehen: Die Rennstrecke wird von hohen Sichtschutzzäunen abgeschirmt. (Foto: © JiSign )
Und am 22.05.2016 zum Sonntagsshopping in Berlin

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